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Comic-Besprechung - Vagabond 24

Geschichten:
Kap. 207 - 215
Autor, Zeichner, Tusche: Inoue Takehiko

Story:
Ein Jahr nach der Auseinandersetzung im Yoshioka-Dojo ist Musashi zurück. Er tötete bereits Seijuro Yoshioka, und will sich nun mit dessen Bruder Denshichiro messen. Allerdings kommen ihm immer mehr Zweifel, ob er auf dem richtigen Weg ist. Der Zufall will es, dass er erneut Kojiro Sasaki begegnet, dem taubstummen Einzelkämpfer. Die beiden erkennen einander als verwandte Seelen und verstricken sich schließlich in einem spielerischen Duell. Dabei begreift Musashi, dass Kojiro bereits erreicht hat, was er selber noch immer anstrebt.
Derweil beraten die Männer des Yoshioka-Dojo, wie sie Denshichiros sicheren Tod verhindern könnten. Ueda Ryohei ist sogar bereit, Musashi zu erschießen und lauert ihm auf, obwohl das ehrlos ist…


Meinung:
Nach dem Kampf gegen Seijuro kehrt nun wieder etwas Ruhe ein in "Vagabond". Denshichiro bereitet sich durch hartes Training auf das Duell vor, Musashi muss seine Verletzungen ausheilen lassen. Der Schwertschleifer, bei dem er sich verbirgt, verhilft ihm zu neuen Einsichten, doch erst die Begegnung mit Kojiro bringt ihn wirklich weiter.
Parallel dazu versammeln sich alle Personen, die mit Musashi etwas zu tun haben, um Zeugen von seinem Sieg oder seiner Niederlage zu werden. Die Männer des Yoshioka-Dojos würden den Kampf gern verhindern. Dafür sind ihnen alle Mittel recht, doch Musashi ist zu klug für ihre Fallen.
Der Band endet mit einem Cliffhanger: Die Kontrahenten stehen einander gegenüber, und erst der nächste Band wird den Ausgang dieses Treffens beschreiben.
Inoue Takehikos Werk besticht in erster Linie durch die großartigen, realistischen Illustrationen, diesmal weniger durch die Handlung und die kargen Dialoge. Vom Leser wird erwartet, dass er mitdenkt und sich in die Charaktere hinein versetzt, soweit dies möglich ist. Aber auch hier wird nichts geschenkt, denn was beispielsweise in Kojiro, der sich kaum ausdrücken kann, vor sich geht, bleibt im Dunkeln. Allein seine Taten sprechen für ihn; der Leser sieht Kojiro so, wie er auf sein Umfeld wirkt.
Die Samurai sind keineswegs die glorifizierten Helden, wie man sie aus den farbenprächtigen Monumentalfilmen kennt. Stattdessen zeichnet der Künstler ein sehr desillusionierendes Bild von ihnen und schildert sie als arrogante, oftmals ungebildete und schmuddelige Rohlinge, die Begriffe wie ‚Ehre' und ‚Treue' nach Belieben interpretieren. Ihre Welt ist hart und reich an Gewalt.
Nach 24 Bänden fragt man sich als Sammler, wann Musashi das Ende seines Pfades wohl erreichen wird, denn seine Entwicklung und auch die Handlung treten immer wieder auf der Stelle. Zwar werden regelmäßig neue Figuren eingeführt, oder ältere Charaktere geben ein Gastspiel, mal wird gekämpft, dann philosophiert - diesmal sind auch einige humorige Szenen enthalten -, doch man ermüdet langsam, weil man das Schema hinter der Serie kennt. Auch fällt es immer schwerer, nach einer Pause von sechs oder mehr Monaten wieder in eine Geschichte hinein zu finden, die auf dem Vorherigen aufbaut und keine kurze Zusammenfassung des Bisherigen bietet.
Alles in allem ist "Vagabond" ein Titel, der sich an erwachsene Leser, die sich für historische bzw. Samurai-Mangas interessieren, richtet und voraussetzt, dass man ein braver Sammler ist. Quereinsteiger haben kaum eine Chance, sich rasch einzulesen.


Fazit:
Ist man von der Welt der Samurai fasziniert, so bietet "Vagabond" sehr realistische Einblicke. Schmutz, Hässliches und Gewalt werden nicht ausgeklammert. In Folge erscheint der Manga zu Recht unter dem Adult-Label von EMA. Zeichnerisch ist der Titel ein Highlight. Auch die Story kann überzeugen, weist aber gelegentlich Längen auf und ist nur verständlich, wenn man die ganze Serie kennt.


Vagabond 24 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Vagabond 24

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-7704-6850-8

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • großartige Illustrationen
  • realistische Charaktere
  • spannende Handlung
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 12.10.2008
Kategorie: Vagabond
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