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Comic-Besprechung - Reddition 59: Der Warren-Verlag und seine Horrorcomics

Geschichten:
Reddition 59: Der Warren-Verlag und seine Horrorcomics

Die Magazine des James Warren
Autor: Roland Mietz, Volker Hamann
Von EC zu Warren
Autor: Peter Osteried
Alex Toth
Autor: Roland Mietz, Volker Hamann
Bernie Wrightson
Autor: Bernd Hinrichs
Richard Corben
Autor: Sebastian F. Otten
Gene Colan
Autor: Mattias Hofmann
Frank Frazetta
Autor: Jörg Winner
Die Coverartists von Warren
Autor: Jörg Winner
Horror: Überlegungen zu einem unmöglichen Genre
Autor: Jens R. Nielsen
Warrens spanische und philippinische Zeichner
Autor: Jörg Winner
Das neue Creepy bei Dark Horse
Autor: Bernd Frenz



Story:
Der Warrenverlag übernahm in den 1960ern das Erbe des EC Verlages und veröffentlichte mehrere mittlerweile legendäre Magazine mit Horrorgeschichten wie Creepy, Eerie und Vampirella. Dabei gelang es dem Verleger James Warren einige Zeichner und Autoren zu entdecken, die heute zu den Superstars der Szenen gehören wie etwa Richard Corben, Berni Wrightson und Frank Frazetta.


Meinung:
Die aktuelle Ausgabe der Reddition, immerhin schon die 59., kann wieder einmal mit ihrem Konzept überzeugen. Es geht in der aktuellen Ausgabe um den Warren Verlag. Warren? Wer? James Warren war ein amerikanischer Verleger, der nach dem Ende des legendären EC-Verlages Horrorcomics veröffentlichte und nicht nur berühmte Magazine wie Creepy, Eerie und Vampirella erschuf, sondern auch  viele heutige Superstars der Zeichner- und Autorenriege entdeckte und / oder ihnen die erste Möglichkeit für den beruflichen Einstieg und eine Entwicklung gab.

Somit bietet sich eine Ausgabe über den Verlag an, nicht nur über die Verlagsgeschichte selber zu berichten, was wohl nur selten Stoff für einen solchen Seitenumfang hergibt, sondern eben auch einige der Zeichner vorzustellen. Eben das wird auch getan und manche Aspekte werden beleuchtet, die man ansonsten nicht immer beachtet oder die oft vergessen werden, wie etwa die Gestaltung von Titelbildern.

Dabei sind, fast, alle Artikel gelungen. Der Artikel über die Verlagsgeschichte ist sehr faktenorientiert und auch die Bezüge zu EC sind sehr nüchtern gehalten. Wobei es im Übrigen schon erstaunlich ist, das einige Artikel deutlich subjektiv von Seiten der Autoren geprägt sind. Da merkt man nicht nur die Bewunderung der Journalisten für einen gewissen Zeichner sondern es gibt teilweise auch persönliche Anekdoten. Aber das ist nicht negativ, sondern fällt einfach auf und macht die Artikel dann auch persönlicher und nachvollziehbarer. Generell sind sie durchaus, mit einer Ausnahme, leicht und verständlich zu lesen. Merkwürdigerweise werden aber die Zensurbestimmungen immer nur gestreift. Es wird häufig auf die unglückseligen Bestrebungen in den 1950ern hingewiesen, aber nie ausführlich darauf eingegangen. Aber das wäre wohl eher ein Thema für ein Portrait des EC-Verlages.

Von den Zeichnerportraits ist keines misslungen. Alex Toth wird aus der Vergessenheit geholt, Gene Colan wird mal abseits seiner Arbeiten für die Superhelden beleuchtet und vor allem Richard Corben bekommt einen ausführlichen Blick. Aber auch Berni Wrightson. Alle Artikel über die Zeichner geben weit mehr als nur eine Biographie von sich, sondern erläutern die Einflüsse, den Stil, den Werdegang, die Maltechnik und was sie so außergewöhnlich im Vergleich zu anderen macht. Das ist extrem gelungen und gehört auch in jede Sachbuchbibliothek. Neben dem, immer noch, Star Frank Frazetta werden hier auch mal Zeichner und Künstler näher angeschaut, die ansonsten eher im Hintergrund aktiv sind: nämlich diejenigen welche die Cover der Magazine gestalteten und die vielen spanischen und philippinischen Zeichner. Der Ausblick ist gelungen und einzig der sehr theorielastige Aufsatz über die Schwierigkeiten von Horrorcomics kann nicht ganz überzeugen.

Was vor allem an der schwachen Definition von Horror und Thriller liegt, welche der Autor einem Standardwerk entlehnt. Er bedient sich der Definition von Roloff und Seeßlen, die vornehmlich Thriller und Horror im filmischen Bereich unterscheiden wollten. Leider ist die Definition nicht nur etwas veraltet (die Genreentwicklung hat sie längst überholt), sondern vor allem nicht trennscharf. Da gerät man dann auf etwas zweifelhafte Wege. Womit allerdings dem Autor absolut Recht gegeben werden muss, ist die Schwierigkeit von Comics überhaupt, im Gegensatz zum Film, Horror adäquat darzustellen. Aber hierzu bekommt man in dieser Ausgabe viele Anregungen und immer wieder erneut lesenswerte Künstlerportraits.


Fazit:
Auch das Konzept der aktuellen Ausgabe vermag zu überzeugen, da das Portrait eines Verlages und seiner Geschichte auch dazu genutzt wird, einige Künstler und ihr Werk vorzustellen. Das ist interessant, informativ und insgesamt sehr gelungen. Zugreifen.

Reddition 59: Der Warren-Verlag und seine Horrorcomics - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Reddition 59: Der Warren-Verlag und seine Horrorcomics

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Edition Alfons

Preis:
€ 10,00

76 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Konzept
  • Künstlerportraits
  • Bedeutung der Künstler wird deutlich
  • verständlich geschrieben
Negativ aufgefallen
  • unscharfe Definition des Begriffes Horror
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2.25
(4 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 20.01.2014
Kategorie: Sekundrliteratur
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