SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 16.204 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - Night of the living Deadpool

Geschichten:
Night of the living Deadpool 1- 4
Autor:
Cullen Bunn,
Zeichner: Ramon Rosanas

Super Boys! Marvel Heartbreakers 1
Autor:
Rick Spears
Zeichner: James Callahan
Farben: Nathan Fairbairn

Story:
Die Zombies sind los, die Welt steht vor dem Untergang oder sogar mitten drin. Und gerade, wo die wenigen Überlebenden alles tun, um am Leben zu bleiben, kommt Deadpool dazwischen und macht alles - trotz seiner Hilfe - irgendwie schwerer. Aber Deadpool wird sicherlich genug Horrorfilme gesehen haben, um zu wissen was zu tun ist. Nur beisst sich sein Kampf gegen die Horden von Untoten mit seiner großen Klappe und teilweisen totalen Ahnungslosigkeit. Eine seltsame Welt in der Deadpool überleben muss ... und überhaupt, warum ist hier alles so grau?


Meinung:

Deadpool ist und bleibt ein Geheimnis. Seine Geschichten finden die einen (aus unbekannten Gründen) urkomisch, während andere sich nur verwirrt den Kopf kratzen. Panini Comics hat sich in den letzten Jahren sehr bemüht die Figur in den deutschen Markt zu drücken - keine Ahnung warum - und ihm schon im Vorfeld so etwas wie einen Kultstatus anzudichten. Man merkt bereits, der Unterton ist schon zu Beginn sehr kritisch, weshalb Night of the living Deadpool ein guter Anlass schien über Deadpool weiter nachzudenken und ihr vielleicht auf der Nicht-Fanseite eine neue Chance zu geben. Denn kann man gerade mit Parodien viel falsch machen, besonders wenn es sich um George A. Romeros Zombieklassiker Night of the living dead handelt und der Name der Hauptfigur schon zu Beginn wie gemacht dafür ist, den Titel mal eben auf die Schippe zu nehmen?

Auch graphisch war es eine gute Idee auf Farben - bis auf Deadpool und die Vorgeschichte - zu verzichten. Sobald die Zombieinvasion in vollem Gange ist, kommt man sich vor wie in Romeros Film. Sonst bevorzugt Ramon Rosanas eher klare Linien und begibt sich sehr kontrolliert in die Zombieepedemie. Ein bisschen gröber hätte es wegen des Themas gerne sein können und vielleicht alles etwas schmutziger, aber was will man meckern bei einem qualitativ äußerst konstant bleibendem Zeichner. Kann so überhaupt Komik entstehen, bei einem Zeichner der kaum überbordende Zeichnungen abliefert? Dem steht nichts entgegen, schließlich gelang es auch dem sehr kontrolliert zeichnenden Kevin Maguire zum Beispiel bei Formerly Known as The Justice League (oh Mann, ist das wirklich über 10 Jahre her?). Rosanas könnte sich allerdings davon eine Scheibe abschneiden, aber bei eventuellen Schwächen in der Komik muss natürlich die Geschichte dem ganzen stärker unter die Arme greifen.

Für die ist Cullen Bunn verantwortlich, der Deadpool bereits in Killustrierte Klassiker und Deadpool killt Deadpool begleitete. Bei Night of the living Deadpool bedient er sich NATÜRLICH der bekannten Klischees und Themen der Zombiegeschichten der letzten Jahre, die zu etwa 99.999% aus Kinofilmen oder inzwischen auch Fernsehserien stammen. Nur hatten es die Zombies bisher noch nicht mit Deadpool zu tun (vielleicht bei der Marvel Zombies-Reihe, aber dazu müsste man es gelesen haben). So jemanden wie Deadpool haben die Zombies sicherlich noch nie gesehen und er begeht die Epidemie ganz auf seine eigene, naiv und leicht vertrottelte Art. Manches mal sehr zum Leidwesen der Überlebenden.

Richtige Höhenflüge des Humors folgen aus der ganzen Sache aber irgendwie nicht und die skurrilen Szenen sind zwar da ... und das war es auch schon. Vermutlich eine Mine, die Deadpool-Fans komplett ausschöpfen können und als Goldschatz empfinden. Für alle anderen wird es aber bloß Katzengold bleiben. Im Schlimmsten Falle wird sie Deadpool nur nerven.

An Kontinuitätsproblemen wird die in sich abgeschlossene Geschichte nicht leiden und wird zu einem für Deadpool würdigen und passenden Ende gebracht. Da große Vorkenntnisse nicht erwartet werden und uns Deadpool über seine große Klappe genug Zeugnis bietet, eignet sich Night of the living Deadpool ganz gut für zwischendurch und Deadpool-Neulinge. Was man beispielsweise bei dem platten Deadpool Special 1 vom September diesen Jahres nicht behaupten kann. Dafür hat man auf der anderen Seite nicht wirklich viel Superhelden-Action, da nahezu alles - bis auf eben Deadpool - aus X Horrorfilmen entnommen zu sein scheint. Überhaupt scheint die Welt gänzlich leergefegt an Streitern in Spandexhosen.

Die Bonus(?)Geschichte am Ende ist schwierig einzuordnen. Das Thema passt vielleicht gerade so, aber was man mit ihr anfangen soll, erschließt sich nicht wirklich. Und wie ein Bonus wirkt es schon ganz und gar nicht. Ob Leser von Deadpool unbedingt zur Zielgruppe gehören, ist mehr als fraglich und Elsa Bloodstone wurde bei Nextwave weitaus besser eingesetzt. Ein unverdient vom Markt verschwundener Comic im Übrigen. Zurück zu Marvel Heartbreakers, eine recht skurrile Geschichte über die Liebschaften der beteiligten Mädels, die meist aus Mumien, kosmischen Entitäten oder Werwölfen bestand. Die Zeichnungen sind knapp an der Grenze zwischen Cartoon und Funnies angesiedelt und erfüllen ihren Zweck. Ein graphisches Feuerwerk sollte man nicht erwarten , aber zu der augenzwinkernd angelegten Geschichte passen sie. Nur wie die Geschichte zu Night of the living Deadpool passt, wird ein Rätsel bleiben.

Wer eine alternative Meinung sucht, wird vielleicht hier fündig. Aber nur vielleicht.



Fazit:
Absolute Deadpool-Fans würden aus Night of the living Deadpool sicherlich gleich einen Klassiker machen, doch alle anderen - also die Ketzer, Heretiker, Ungläubige, Spalter und so - werden ihre Mühe haben mehr als eine durchschnittliche Zombieparodie darin zu sehen. Wer aber seinen Zeh mal ins Deadpoolgewässer stipsen möchte, liegt mit der Veröffentlichung nicht allzu falsch und kann schauen, ob ihm der Humor liegt oder eben nicht.


Night of the living Deadpool - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Night of the living Deadpool

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 12,99

ISBN 13:
978-3-95798-005-2

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Deadpool in einer Zombieparodie
  • Spiel mit den Farben
  • abgeschlossene Geschichte
Negativ aufgefallen
  • Gags zünden nicht
  • Parodistisches Potential wird nicht genutzt
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 14.12.2014
Kategorie: Deadpool
«« Die vorhergehende Rezension
Manga-Zeichenstudio: Hände & Füße
Die nächste Rezension »»
How to Draw Manga: Ninja und Samurai
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.