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Comic-Besprechung - Vision 2: Träumen Androiden von virtueller Liebe?

Geschichten:
Vision 2: Träumen Androiden von virtueller Liebe? (Vision 7-12)
Autor: Tom King, Zeichner / Inker: Gabriel Hernandez, Walta, Michael Walsh, Colorist: Jordie Bellaire


Story:
Der Android und Mitglied der Avengers Vision hat sich eine eigene kleine Familie gebaut in der es aber nicht sonderlich harmonisch zugeht. So weiß er mittlerweile darum, dass seine Frau Morde begangen hat, ist aber bereit, seine Familie um jeden Preis zu beschützen. Als die Avengers eine beunruhigende Prophezeiung erhalten, schicken sie Visions kleinen Bruder Victor Mancha zu der Familie. Bald schon eskaliert die Situation.


Meinung:
Mit dem zweiten Paperback liegt schon das Ende der Mini-Serie um den Avenger Vision vor. Obwohl dieser Androide schon lange Zeit integraler Bestandteil der Rächer war und ist, so war es doch verwunderlich, dass erst jetzt eine kleine Soloserie um ihn herauskam. Noch ungewöhnlicher war die Tatsache, dass sie sich den gängigen Superheldenklischees verweigerte. Man zeigte ihn nicht auf einer Solomission, sondern legte den Fokus darauf, wie ein Roboter menschlich sein möchte und sich ein Privatleben aufbaute.

Eine der Stärken des ersten Bandes wird nun aber zu einer Schwäche. Zunächst baute man das Setting auf und zeigte wie Vision sich eine Frau, zwei Kinder und einen Hund schuf und wie sie das normale Leben führten. Bis es zu einer Bedrohung kam, welche die Ereignisse eskalieren ließen. Doch bis dahin wurde eine sehr ruhige Erzählweise gewählt. So waren die Panelformate sehr rigide und wenig dynamisch was jede Hektik vermied. Vor allem herrschte auch der Dialog vor, der sehr philosophisch und auch sehr lustig war und die Serie gegenüber anderen Heldenserien hervortat. Nun überschlagen sich aber die Ereignisse und beide Aspekte werden beibehalten. Die Panelstruktur ist immer noch rigide und wechselt nur äußerst selten ihr Format. Auch die Blickwinkel sind nicht immer gelungen und erschaffen permanent eine distanzierte Beobachterperspektive. Das passte zu dem Beginn, wenn man die emotionslosen künstlichen Menschen bei dem Gefühle spielen beobachtete, doch jetzt wenn es dramatisch und actionreicher wird, ist das ein Hemmnis. Auch sind die Dialoge immer noch in den Vordergrund gedrängt.

Alles entpuppt sich als Hemmnis, denn die Dynamik verpufft, obwohl diese zweite Ausgabe alle andere als arm an Drama ist. Es stirbt sogar ein Held. Allerdings aus der zweiten Garde, so dass sich der Schock etwas in den Grenzen hält. Aber merkwürdigerweise entbehrt der Kampf von Vision gegen seine Gefährten der Avengers auch an Drama. Vielleicht weil es zu schnell geht. Man sieht den Kampf Mann gegen Mann oft nur in einem Panel, dann der nächste Kampf und alles wird noch durch einen Off-Kommentar überdeckt, der sich, wie es sich herausstellt, eine dritte Partei ist. Vor allem ist dann die Auflösung dieses Konfliktes etwas unbefriedigend, da den Machern dann der Mut fehlte, ihre Titelfigur zu demontieren. So wie es hier gestaltet ist, hat es wohl keine längerfristigen Konsequenzen für Vision und das Team der Avengers. Da fragt man sich wohin das führen sollte. Als Charakterstudie ist das durchaus gelungen, aber dennoch fällt der zweite Band gegenüber dem Auftakt deutlich ab und auch die hervorragenden Dialoge des ersten Teil können nicht wieder erreicht werden. Schade.


Fazit:
Gegenüber dem ersten Teil fällt der zweite deutlich ab und die bisherigen Stärken entpuppen sich hier als Schwäche. Als Charakterstudie ist das Abenteuer aber mehr als gelungen.

Vision 2: Träumen Androiden von virtueller Liebe? - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Vision 2: Träumen Androiden von virtueller Liebe?

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
374160156X

ISBN 13:
978-3741601569

136 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Charakterstudie
  • Spannung und Drama
Negativ aufgefallen
  • Dialoge lassen nach
  • rigide Panelstruktur verhindert Dynamik
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Rezension vom: 02.06.2017
Kategorie: Hefte
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