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Comic-Besprechung - X-Men Archiv 2

Geschichten:
Uncanny X-Men 108 - 122
Autor: Chris Claremont , Zeicher: John Byrne , Tuscher: Terry Austin


Story:
Phoenix kann in letzter Sekunde durch ihre neuen Kräfte die M´Kraan-Krise beenden. Nachdem die X-Men zur Erde zurückgekehrt sind, werden sie von Waffe Alpha, James McDonald Hudson attackiert, der Wolverine zurück nach Kanada holen will. Sie können Waffe Alpha vertreiben, jedoch wirft das Geschehniss viele Fragen für die X-Men auf. Die sind jedoch bald vergessen, als die X-men - nach einen kurzem Intermezzo mit dem Schurken Warhawk - von Mesemer gekidnappt und einer Gehirnwäsche unterzogen werden, nach welcher Freaks im Zirkus auftreten. Beast kann sie aus ihrer Scheinwelt befreien, doch bevor sie Mesmero zur Verantwortung ziehen können, werden sie von Magneto entführt, der die offene Rechnung des letzten Kampfes begleichen will. Er bringt sie zu seiner Geheimbasis in der Antarktis, wo er sie als Gefangene in der Obhut der Robots „Nanny“ zurücklässt. Zwar können die X-Men entkommen, doch dabei wird die Basis zerstört und das Team getrennt. Fortan gelten die X-Men, abgesehen von Phoenix, als tot. Sind sie aber gar nicht, sonderm vielmehr Gäste im Wilden Land, von dem aus sie erst weiter nach Hause reisen können, nachdem sie mit Ka-Zaar und seinen Leuten die Inkarnation des Gottes Garokk besiegt haben. Auf der Rückreise über den Ozean geraten sie in einen Sturm, werden aber von einem japanischen Schiff aufgelesen, das sie mit nach Japan nimmt. Vor Ort bekommen sie es mit Moses Magnum zu tun, der Japan durch seine Macht über Erdbebeben erpressen will. Als Banshee die Erdbebenwellen durch einen hochfrequenten Schrei zurückkoppelt, wird Mgnums Basis zerstört. Doch immer noch ist den X-Men keine Heimkehr vergönnt; als sie von Japan aus nach Hause fliegen wollen, wird ihr Jet durch einen künstlichen Blizzard nach Kanada gedrängt, wo Alpha Flight auf das Team warten, mit dem Auftrag, Wolverine gefangen zu nehmen. Nach harten Auseinandersetzungen in und um Calgary geht Wolverine zum Schein auf ihre Forderungen ein - nur um bei der ersten Gelegenheit aus der Gefangenschaft zu fliehen, und zusammen mit den X-Men endlich unbehelligt nach Hause zu fliegen. Dort erfahren sie, dass Xavier, der das Team totglaubt, verschwunden ist; er hatte sein Leben aufgegeben und war mit Lilandra nach ShiÁr Prime gereist, wo er seinen Lebensabend verbringen will. Jean ist indessen auf Muir Island untergekommen.

Meinung:
Der zweite Schuber aus der Anfangszeit der neuen X-Men, diesmal mit dem ersten Teil des legendären Claremont-Byrne-Runs. Beide Namen standen, entgegen aktueller Tendenzen, mal für uneingeschränkte Qualitätsarbeit, und wer sich die Geschichten in X-Men Archiv 2 zu Gemüte führt - vielleicht sogar zum ersten Mal - wird sofort verstehen, warum das so war. Obwohl schon sehr alt, wirken die Geschichten in Inhalt und künstlerischem Standard erstaunlich frisch und modern, tatsächlich könnten es Neuproduktionen sein, hätten die Menschen darin nicht so lustige Frisuren. Claremont, schon damals einen Tick zu geschwätzig, paart phantastische und spannende Geschichten mit eindringlichen Charakterisierungen und Soap-Elementen auf der Figurenebene. Die Geschichten sind klar und geradlienig erzähl (eine Vorgehensweise, die Claremont heute leider aufgegeben hat) und strotzen nur so vor abgefahrenen Ideen, dramatischen Effekten und den schurkischsten Schurken. Unterstützt wird all das noch durch John Byrnes klaren Strich und seine damals noch einmalige Art der Panelaufteilung und Bewegungsabfolge, die den Heften eine fast filmhafte Dynamik und einen hohen Grad an Realismus zukommen lässt. Und dann ist da natürlich noch der Klassiker-Bonus - auch in diesem Schuber finden wieder ein, zwei Ereignisse statt, die ein X-Men-Fanboy auf jeden Fall gelesen haben muss, und zwar möglichst in einer verständlichen Fassung (also nicht von Condor). Hier zum Beispiel erleben wir die legendären ersten Konfrontationen mit Waffe Alpha bzw. Alpha Flight. Der Kampf auf kanadischem Boden gehört zu dem besten, was Superheldencomics bis heute zu bieten haben. Natürlich gibt es auch bei den genialsten Runs ab und an mal einen Durchhänger. So erwischt es auch diesen Schuber, und zwar in Form der ziemlich bescheuerten Moses-Magnum-Story. Aber man kann nicht immer gewinnen, und immerhin lernt Wolverine hier seine Mariko kennen - also Augen zu und durch. Leider häufen sich auch in diesem Archiv-Band wieder mal die Flüchtigkeitsfehler. Da werden munter Wörter vergessen, oder ganz übel übersetzt, Textblasen vertauscht, Farben vergessen. Bei dem Preis sollte man etwas mehr Sorgfalt erwarten können. Auch von Papier und Anzahl und Aufmachung der Hefte her ist der Schuber nach wie vor überteuert.

X-Men Archiv 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

X-Men Archiv 2

Autor der Besprechung:
Ronny Schmidt

Verlag:
Marvel Deutschland

Preis:
€ 99,-

Positiv aufgefallen
  • ungeheur dynamische Zeichnungen
  • dichte, abwechslungsreiche, spannende, phantasievolle Geschichten mit eindringlichen Charakterisierungen
  • Klassiker - Faktor
Negativ aufgefallen
  • Die Moses Magnum Story ist nicht das Gelbe vom Ei.
  • Preis-Leistungsverhältnis lässt stark zu Wünschen übrig.
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Rezension vom: 24.02.2002
Kategorie: X-Men
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