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Comic-Besprechung - Deadly Class 3: Die Schlangengrube

Geschichten:
Deadly Class 3: Die Schlangengrube (Deadly Class 12-16)
Autor: Rick Remender, Zeichner: Wes Craig, Colorist: Lee Loughridge, Justin Boyd

Story:
Marcus Lopez und seine Freunde haben einen Killer ausgeschaltet. Dumm nur, dass  sie der Vater des Opfers erwischt. Und dieser ist ein waschechter Psychopath der die Jugendlichen erbarmungslos jagt. Was auch wieder Opfer fordert. Marcus gerät völlig aus dem Gleichgewicht und gerät auf eine selbstzerstörerische Bahn die in einem Internat für künftige Killer tödlich sein kann.


Meinung:
Die Grundidee der Serie Deady Class hat was für sich. Wenn es schon eine Schule für Mutanten wie bei den X-Men, eine für angehende Zauberer wie bei Harry Potter, eine geheimnisvolle Eliteakademie wie Morning Glories und diverse Akademien für Vampire und / oder Werwölfe gibt, warum also auch nicht eine in der künftige Profikiller ausgebildet werden?

Neben all dem Herzschmerz den jeder Teenager auf einer Schule durchmachen muss, kommt hier hinzu, dass alle Charaktere emotional und psychisch geschädigt sind. Warum sonst sollten sie sich also für den tödlichen Beruf auserwählt fühlen? Das macht sie nicht nur unberechenbar, sondern die Konflikte untereinander werden dann auch blutig ausgetragen.

Schon der Beginn des dritten Bandes ist sehr spannend ausgefallen. Befreundete Teenager wollen einen anderen Killer ausschalten und geraten in das Fadenkreuz der gefährlichen und skrupellosen Verwandtschaft eine der Heldinnen. Dieser Auftakt ist furios und zeichnerisch sehr gut gestaltet. Da kippen die Panels, die Bildausschnitte gehen sehr in das Detail bis sogar der Grad der Verwirrung ein um das andere Mal überschritten wird, da man unsicher ist, was man eigentlich gerade vor sich sieht. Aber die Spannung wird schon dadurch erhöht, das eine der zentralen Figuren schon auf den ersten Seiten stirbt und man ahnt: hier ist alles möglich. Vor allem da es später offensichtlich noch einen großen Sympathieträger trifft. All das macht das ganze Geschehen deutlich spannender als reine Fights und eine Aneinanderreihung von Actionszenen. Hier geht es um vieles, vor allem da das Schicksal einer der sympathischsten Charaktere bewusst offen gehalten wird. Man ist also schnell gepackt und hat sich gerade an die innovative Panelführung und die Bildausschnitte gewöhnt, dann fällt der Band enorm ab.

Es gibt in der zweiten Hälfte nur noch eine zentrale Erzählperspektive und die ist schlecht gewählt. Gut, es gibt eine Hauptperson, was nicht unbedingt heißen soll, dass dieser Junge auch der Held der Geschichte ist. Die Geschehnisse wurden eigentlich schon immer aus seiner Sichtweise geschildert, nur gab es seinen Freundeskreis als Korrektiv, erlaubte andere Meinungen und damit alternative Deutungen des Geschehens. Indem das weg fällt, gelingt hier einem zwar ein Blick in die Psyche eines rebellischen, geschädigten Teenagers. Dieser verfällt immer mehr in Misstrauen, Selbstmitleid, gibt sich den Drogen hin und ist ständig wütend. Durch das Wegfallen der Korrektive wird die Lektüre aber nahezu unerträglich weil es der Hauptperson alle Sympathien kostet und man am liebsten in die Seiten steigen und ihn schütteln und diverse Schläge auf den Hinterkopf geben möchte. Schließlich gelingt aber auf den letzten Seiten, buchstäblich, noch eine Kehrtwende und es gibt einen Cliffhanger der einen trotz der nervenden Hauptperson neugierig auf die Fortsetzung zurück lässt. Da hat man aber noch einmal Glück gehabt.


Fazit:
Ein starker Anfang dessen Niveau nicht gehalten werden kann. Die Hauptfigur wird zunehmend unsympathisch und verleidet einem die Lektüre bis dann die letzte Seite  doch einen neugierig zurück lässt.


Deadly Class 3: Die Schlangengrube - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Deadly Class 3: Die Schlangengrube

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 16,80

ISBN 10:
3959812124

ISBN 13:
978-3959812122

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • ungewöhnliche Perspektiven und Bildausschnitte
  • Dynamik und Spannung
  • Einblick in die Psyche eines Teenagers
Negativ aufgefallen
  • hohe Niveau des Beginns kann nicht gehalten werden
  • unsympathische Hauptfigur
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 23.11.2019
Kategorie: Deadly Class
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