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Comic-Besprechung - I. R. $ 19: Die Herren der Finanzwelt

Geschichten:
I.R. $ 19: Die Herren der Finanzwelt
Autor: Stephen Desberg, Zeichner: Bernard Vrancken, Colorist: Marquebreucq


Story:
Larry Max tut sich mit dem kontroversen Jakoff zusammen, einem Globalisierungsgegner und Finanzgenie. Das Wiederauftauchen von Larrys Vater hat einige Dinge ins Rollen gebracht welche die Wirtschaftspolitk zwischen den USA und China gefährden. Larry wird Chef einer großen Firma und versucht vom Inneren her die Handelspraktiken aufzudecken. Doch ermittelt er nicht nur gegen mehrere mächtige Personen gleichzeitig, sondern gerät in das Visier seiner Kollegen.


Meinung:
Auch wenn der achtzehnte Band über die Abenteuer des Finanzermittlers Larry Max nicht explizit einem Zyklus innerhalb der Serie I.R.$ zugerechnet wird, so ist es doch die unmittelbare Fortsetzung der letzten Bände und bezieht sich auch oft auf den Zyklus welcher in Fernost gespielt hat. Vorwissen empfiehlt sich also und Neueinsteiger dürften hier ziemlich verloren sein.

Generell empfiehlt sich ein anderer Band als Lektüre, denn leider ist die vorliegende Ausgabe recht schwach. Bernard Vrancken zeichnet wie gehabt sehr gefällig. Die Zeichnungen sind nett anzusehen, entbehren zwar selbstständiger guter Ideen, aber das Setting, die Figuren und die Atmosphäre kann er gut treffen. Leider liegen ihm die Dialogszenen mehr als die Action. Dynamik ist einfach nicht seins. Es gibt viele zeichnerische Fehler die sich vor allem durch  Perspektivfehler auszeichnen. So bewegt sich der Kopf nicht in Schlagrichtung der Faust die ihn traf. Solche derben Ausrutscher sind hier zwar nicht oft festzustellen, aber um einige Szenen flüssiger zu gestalten fehlen schlicht einige Panels. So sieht man in einem Panel einen Mann am Steuer seines Wagens sitzen. Im nächsten steht er in der offenen Tür und bekommt einen Schlag ab. Ist doch nett von ihm, extra dafür auszusteigen, oder nicht? Oder wird hier schlicht geschummelt? Oder fehlt ein Panel? In dieser Art liegen hier viele Lücken vor. Immer wieder stockt die Action und dramatische Höhepunkte werden im Bild weggelassen und sie verpuffen somit sträflich. So ist der Tod einer sehr wichtigen Person so nebenbei inszeniert das man es nicht einfach verzeihen kann und jede Wirkung wird auf den Blick des Helden gelenkt was leider nicht funktioniert. Auch ist die Reaktion von Larry in den folgenden Geschehnissen nicht gerade glaubwürdig.

Womit wir bei der Inhaltsebene wären, die auch nicht gerade den misslungenen Zeichnungen hilft. Hier gibt es viele Sprünge weswegen einige Entwicklungen viel zu schnell vonstattengehen und damit unlogisch sind. Warum etwa zeichnet eine Künstlerin Larry in einem Bild wenn vom Ablauf her sie sich eigentlich erst am Vortag kennenlernten? Die zeitliche und räumliche Abfolge sind weder in den Zeichnungen noch im Inhalt sonderlich klar umrissen. Ohne es deutlich zu machen, scheint mehr Zeit im Comic vergangen zu sein als der Leserschaft suggeriert wird. So entwickelt sich zunehmend der Eindruck  eines zusammengestrichenen Konglomerats. Als ob man zwei geplante Bände noch schnell zu einem einzigen verdichtet hat und durch Kürzungen alles holprig wurde. Umwege führen halt oft über Schotterpisten und manchmal kommt man nie an.

Bedauerlich, denn hier gab es durchaus viel Potential. So wissen die Seitenhiebe auf den US-Präsidenten Donald Trump und seine Wirtschaftspolitik gerade gegenüber China zu gefallen und geben dem Geschehen einen hohen Realismus weil es mit der aktuellen Geschichte verknüpft und damit geerdet wird. Und der kleine Cliffhanger am Ende rettet auch nicht mehr die Geschichte, sondern greift nur ein uraltes Klischee auf. Hier wird einfach viel zu viel verschenkt, als das man neugierig auf die Fortsetzung wäre. Dafür ist alles zu lieblos und schludrig gestaltet. Schade.


Fazit:
Mißlungen. Viele Fehler in den Zeichnungen, unklare zeitliche und räumliche Abläufe, eine holprige Story und viele unlogische Aspekte lassen die guten Ansätze zu einem Ärgernis werden.

I. R. $ 19: Die Herren der Finanzwelt - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

I. R. $ 19: Die Herren der Finanzwelt

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Finix Comics

Preis:
€ 14,80

ISBN 10:
3945270952

ISBN 13:
978-3945270950

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Bezug auf reale Ereignisse
  • gute Ansätze
Negativ aufgefallen
  • viele Fehler in den Zeichnungen
  • unklare zeitliche und räumliche Abläufe
  • holprige Story
  • Unlogik
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 11.01.2020
Kategorie: I.R.$.
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