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Comic-Besprechung - Valentin – Gesamtausgabe 1

Geschichten:
Der Snob
Das Burgleben
Der Ausbrecher
Valentin beim Wintersport
Text: René Goscinny 
Zeichnungen: Jean Tabary

Der widerspenstige Gefangene
Valentin gibt dem Affen Zucker
Die schlechten Triebe
Der Gangsterboss
Text: René Goscinny 
Zeichnungen: Jean Tabary


Story:
Valentin ist ein sehr freundlicher, höchst naiver, naturverbundener Wanderer, der durch die französische Landschaft wandert und es immer wieder schafft, gegen seinen Willen in unglaubliche Abenteuer mitgenommen zu werden. Acht Geschichten vereint der erste band der Gesamtausgabe zu „Valentin“. Dazu ein umfangreiches und reich bebildertes redaktionelles Dossier. 



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Was wäre dabei rausgekommen, wenn Janis Joplin und Charlie Chaplin ein Kind zusammen gehabt hätten. Wenn es nach René Goscinny und Jean Tabary gehen würde, wäre so etwas wie „Valentin“, oder „Valentin le vagabond“, wie die Serie deutlicher im französischen Original heißt, entstanden. Denn Valentin erinnert einerseits an die Hippiebewegung der späten 1960er-Jahre und an das Vagabundentum des ewigen Tramps aus der Blüte der Stummfilmzeit.
So stellt Goscinny am Anfang der ersten Geschichte Valentin vor als einen Mann von schlanker Gestalt, kultiviert, ein wenig poetisch, liebt viele Dinge: die Freiheit, Blumen, Tiere und sogar Menschen. Damit ist der Ton vorgegeben: René Goscinny und Jean Tabary haben eine Art Hippie-Landstreicher kreiert, „eine Fabel über eine Generation, die mit einer Blume im Mund von Frieden und Liebe träumte“ – und das bereits 1962.
Dabei wird uns Lesern Valentin als ein sehr sympathischer Vagabund vorgestellt, sehr naiv, liebt die Natur, wandert durch die französische Landschaft und schafft es immer wieder, sich gegen seinen Willen in unglaubliche Abenteuer hineinziehen zu lassen. Bei all seinen Abenteuern trifft er immer wieder auf Menschen, die sich eher durch Dummheit, denn durch wirkliche Bosheit auszeichnen.
Es hat mich sehr erstaunt, mit welcher Leichtigkeit Goscinny und Tabary die Geschichten um Valentin erzählen. Denn bei der Lektüre der teilweise kalautigen Geschichten darf nicht vergessen werden, dass die beiden Kreativköpfe in jeder Zeit an zwei Serien gleichzeitig arbeiteten.   In der Zeitschrift „Record“ startete am 15. Januar 1962 die Geschichten um „Isnogud“ und „Valentine“ startete in der Zeitschrift Pilote am 1. März 1962. Ein ungeheures Arbeitsaufkommen, vor dem der Großmeister des Wortwitzes, Goscinny, nach rund einem Jahr kapitulierte. Denn nach vier Kurzgeschichten für Valentin, übergab er auch die Szenaristenverantwortung an Tabary. Seine Aufgaben für „Lucky Luke“, „Isnogud“, „Asterix“ und nicht zuletzt die Chefredaktion von „Pilote“ forderten Tribut.
In dem ersten band der Gesamtausgabe sind sämtliche von Goscinny getexteten Geschichten enthalten. Zudem auch noch Material, für das bereits Tabary die Verantwortung übernommen hat. Damit kann der Leser am ersten band sehr schön den Stilbruch durch den Texterwechsel nachvollziehen. Dabei würde ich nicht al sagen, dass die Tabary-Geschichten schlechter sind. Sie sind einfach anders. 
Zum Verständnis der Serie trägt auch das überaus umfangreiche und gut recherchierte redaktionelle Material bei. Hier werden viele Details beleuchtet und manches rund um den Vagabunden wird nun verständlicher. Dabei ist es besonders schön, dass sich der Verlag die Mühe gemacht hat, auch Goscinnys Manuskripte ins Deutsche zu übersetzen. So erhalten wir einen Einblick in seine Vorgaben und die Leistung, die noch am Zeichenbrett abgeliefert wurde.
Jean Tabary setzte die Serie bis 1974 im Folgenden regelmäßig allein fort. Genug also noch für Band zwei der Gesamtausgabe, die den Abschluss dieser schönen Edition bilden wird. Dabei fällt vor allem das schöne Überformat auf. Sammler wie Leser können sich an der exzellenten Druckqualität erfreuen.



Fazit:
Mit der zweibändigen Gesamtausgabe von „Vagabund“ schließt der All Verlag eine wichtige Lücke im Werk eines des genialsten Texters der neunten Kunst. Aufmachung und redaktionellen Seiten sollten bei Freunden des Szenaristen keine Wünsche übriglassen.



Valentin – Gesamtausgabe 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Valentin – Gesamtausgabe 1

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
All Verlag

Preis:
€ 29,80

ISBN 13:
978-3-946522-76-8

248 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Klassiker endlich verfügbar
  • Sehr schöne Edition
  • Goscinny/Tabary-Projekt
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 02.10.2020
Kategorie: Alben
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