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Comic-Besprechung - Outlaws, Band 1: Das Gipfel-Kartell

Geschichten:

Outlaws, Band 1: Das Gipfel-Kartell

Autor: Sylvain Runberg

Zeichner: Éric Chabbert

Übersetzerin: Tanja Krämling



Story:

Eine Reihe von interstellaren Migranten lässt sich von Schleppern, die dem mafiösen „Gipfel-Klan” angehören, über den Astrohafen Lugmila zum Planeten Drenn befördern, um dort ein neues, hoffentlich besseres Leben zu beginnen. Doch kaum dort angekommen, müssen sie feststellen, dass die Schlepper natürlich mehr fordern, als ursprünglich verabredet war, und die Illegalen zu ihren Arbeitssklaven machen wollen. Unter den Migranten sind auch zwei Frauen, eine von der Erde und eine Außerirdische, die sich auf dem Flug ein wenig angefreundet haben. Sie erkennen sehr bald, dass sie nur gemeinsam überleben können, und schließen weitere Allianzen, um dieser Hölle zu entkommen.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

In diesem Spin-Off der erfolgreichen Serie „Orbital” (ebenfalls bei Splitter erschienen) wird die Vorgeschichte und werden die familiären Hintergründe der ursprünglichen Hauptfigur, Kaleb, weiter vertieft. In „Orbital” hatte die Menschheit erstmals Kontakt zu Außerirdischen bekommen, und musste feststellen, dass es bereits Hunderte von außerirdischen Lebensformen gab, die in einem gemeinsamen Rat vereint waren. Als es darum ging, auch die Erde hierin aufzunehmen, brachen auf der Erde Konflikte aus zwischen Befürwortern und Gegnern dieser Idee, bei denen die Eltern des kleinen Kaleb umkamen. Im weiteren bemühte sich Kaleb dann, in eine polizeiliche Schutztruppe des Rates, die IDA, aufgenommen zu werden, was auch gelang, und er hat im Verlauf der Serie insgesamt vier Aufträge ausgeführt bzw. vier Abenteuer erlebt, die jeweils in Doppelbänden erzählt wurden. Hierbei ist er, ähnlich wie damals „Leutnant Blueberry” von Moebius und Charlier, in ein Komplott geraten. Ihm und seinem Partner wurde ein misslungener Auftrag als Sabotage angelastet, und er hatte immer mehr damit zu kämpfen, seine Reputation zurück zu erlangen. In Band 5 der Serie (nummeriert als 3.1, der Beginn der dritten Mission) traf er dann auch auf seine Schwester Kristina, die einen ganz anderen Weg gegangen war als er. Und eben diese Kristina ist es, die nun die Hauptfigur der neuen Serie darstellt. Da hier der Beginn ihrer Entwicklung erzählt wird, liegt die Handlung also zeitlich noch vor „Orbital”, mindestens aber vor dessen Band 5.

Die Handlung der neuen Serie ist nicht so politisch kompliziert wie der Vorgänger, sondern lebt vor allem von der Darstellung der unzähligen anderen Lebensformen, auf die die Protagonisten im Zuge der Geschichte treffen. Die Zeichnungen sind weiterhin grandios, die Auswahl der Aliens zeugt von einer wahnsinnigen Kreativität des Zeichners. Der Plot selbst ist dabei relativ simpel gestrickt: Migranten, Schieber, Sklavenarbeit und ein hartnäckiger Grenzschutz bieten im Prinzip keine allzu große Überraschung. Dass es sich bei der seit Beginn der Geschichte namenlosen Frau um Kalebs Schwester gehandelt hat, ist sicher auch kein großer Spoiler: Das war entweder von Anfang an klar, wenn man „Orbital” kennt. Und wenn nicht, sagt einem das jetzt auch wahrscheinlich eher wenig, von meiner Einleitung einmal abgesehen.

Tatsächlich lebt die Serie davon, einige bekannte Vorgänger ein bisschen „auszuschlachten”, dabei aber doch so weit zu verändern, das etwas charmant anderes dabei herauskommt. Mit den vielen Aliens und der Beschreibung einer das Universum umfassenden Spezialpolizei, der auch Menschen angehören, erinnert dies schon sehr an „Valerian und Veronique”. Doch neu ist, dass die Menschen, schon allein wegen ihrer erst sehr kurz zurückliegenden Mitgliedschaft im Rat, nirgendwo gut gelitten sind, anders als beim Vorgänger. Sie sind nicht die Helden, denen alles gelingt und bei denen jeder Auftrag zum Guten führt. In diesem Zusammenhang ist die Parallele zu „Blueberry” gut gewählt gewesen. All das färbt aber erst nach und nach auf die neue Serie ab, noch ist sie in ihren Kinderschuhen, und man sollte abwarten, wie sie sich weiter entwickelt. Dies soll ja der Beginn der Geschichte von Kristina sein, das wird sich sicher noch weiter entwickeln. Bei „Orbital” hatte man direkt in der Haupthandlung begonnen, und die Vorgeschichte über Rückblenden nachgereicht. Dies hier noch einmal zu wiederholen, hätte ein Plagiat des eigenen Werkes dargestellt, was dem Leser sicher missfallen müsste. So muss die Geschichte aber langsam beginnen, bevor sie dann durchstarten kann. Auf jeden Fall ist dies meiner Meinung nach ein gelungener Start, und trotz bekannter Erzählelemente ist eine unterhaltsame Story dabei herausgekommen, die gespannt darauf macht, wie es weiter gehen wird.



Fazit:

Ein unterhaltsamer Spin-Off der Serie „Orbital”, der mit einem gelungenen Auftakt beginnt. Man darf gespannt sein, wie es weiter geht. 



Outlaws, Band 1: Das Gipfel-Kartell - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Outlaws, Band 1: Das Gipfel-Kartell

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 16,00

ISBN 10:
3987210931

ISBN 13:
978-3987210938

56 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Wie in der Vorgänger-Serie gelungene Zeichnungen.
  • Unterhaltsamer Plot, auch wenn er nicht besonders originell ist.
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 05.04.2023
Kategorie: Orbital
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