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Comic-Besprechung - Predator 1: Tag des Jägers

Geschichten:

Predator 1: Tag des Jägers (Predator 1-6)
Autor: Es Brisson, Zeichner: Kev Walker, Colorist: Frank D`Armata



Story:

Auf einer wissenschaftlichen Expedition auf einem fernen Planeten waren auch die Eltern von Theta engagiert worden, um zu prüfen ob der Planet besiedelt werden kann. Doch ein Predator machte Jagd auf die Menschen und Theta musste hilflos zusehen wie ihre Eltern getötet wurden. Als junge Frau verfolgt sie nur ein Ziel: Rache. Seit Jahren schon jagt sie Predatoren, um den Mörder ihrer Eltern zu finden. Allerdings lässt es der Ehrenkodex der Predatoren nicht zu, dass sie auf einmal zu Gejagten werden und so stellen sie Theta eine Falle.



Meinung:

Der Band Predator: Tag des Jägers ist beileibe nicht die erste Comicserie zu den Predators. Schon vor vielen Jahren gab es zumindest auf Deutsch bei dem Hethke Verlag einige Ausgaben. Qualitativ waren die aber recht durchwachsen und vor allem in Crossovern machten die außerirdischen Jäger hierzulande von sich reden. Aber es ist schon recht überraschend, dass mit dem vorliegenden Band wieder eine in sich abgeschlossene Mini-Serie vorliegt. Schließlich wird der Comic nicht von einem neuen Film flankiert, was meistens eine Veröffentlichung mit sich bringt. Aber anscheinend haben die Lizenzen für das Franchise gewechselt. Zumindest sucht man in dem neuen Paperback das Logo von Dark Horse vergeblich. Dann will der neue Verlag die Lizenz natürlich nicht verkommen lassen und bringt einen neuen Band heraus.

Das Konzept der Predatoren ist durchaus faszinierend und trägt nicht unwesentlich zu deren Erfolg bei. Allerdings sind die nicht gerade komplex und tief strukturiert, weswegen sich das Konzept auch schnell abzunutzen droht. In den Filmen funktioniert das durch die Atmosphäre und durch die Action, wohingegen das in Comics schnell langweilig werden kann. Denn gerade bei einem solchen Konzept sind die Nebenfiguren wichtiger als die Predatoren selber. Deswegen müssen die Menschen im Fokus stehen und hier in Predator: Tag des Jägers ist es durchaus ein gelungener Kniff. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Comics und auch zu den meisten Filmen, ist der Comic pure Science-Fiction und spielt nicht auf der Erde, sondern in weiter Zukunft im Weltall. Die Menschen sind dabei fremde Planeten zu kolonisieren. Auf einem der Planeten kreuzt dann aber ein Predator auf und ein Mädchen muss mitansehen wie ihre Familie abgeschlachtet wird. Als junge Frau ist sie immer noch sehr traumatisiert und jagt Predatoren, um den einen speziellen zu finden und sich zu rächen. Es geht also um einen typischen Lone Wolf wie aus den Actionfilmen der 1980er Jahre. Nur das die Hauptfigur hier eben weiblich ist.  Ein weiterer Kniff ist, dass das Geschlecht zu keinem Zeitpunkt eine Rolle spielt. Es wirkt wie selbstverständlich und wird nie thematisiert. Sie wird nicht als schwach wahrgenommen und es ist gibt auch keinerlei sexuelle Konnotationen. Das ist durchaus lobenswert dass es so geschickt gemacht worden ist, dass es einfach so hingenommen wird. Damit es aber nicht langweilig wird, weil Theta eben ein Lone Wolf ist und sich die Leserschaft in ständige innere Monologe verwickelt sieht, besitzt ihr Raumschiff eine künstliche Intelligenz und somit gibt es einen Gesprächspartner.

Die Prämisse der Story ist simpel, aber gut: die Predatoren werden gejagt und finden sich in einer ungewohnten Rolle wieder. Natürlich können die das nicht auf sich sitzen lassen und ändern ihre Verhaltensmuster und stellen Theta eine Falle. Was durchaus eine spannende Geschichte ergibt, wenngleich man natürlich auch keine ausgefeilte Dramaturgie erwarten darf. Wie es sich für den Stoff gehört gibt es viel Action und einen hohen Body Count, wobei man hier nicht gerade zimperlich vorgeht.

Die Zeichnungen sind allerdings eher Gebrauchsware. Mal zu unübersichtlich, mal zu glatt, aber sie funktionieren. Ja, es liegt ein reines Franchiseprodukt vor, aber es können auch diejenigen welche solche Comics ablehnen hier durchaus einen Blick riskieren. Fans der Predatoren sind hier eh richtig und bekommen einen unterhaltsamen, soliden No Brainer.



Fazit:

Fans bekommen einen unterhaltsamen No Brainer dessen Story durchaus gelungen ist, aber dessen Zeichnungen eher unter Gebauchsware fällt.



Predator 1: Tag des Jägers - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Predator 1: Tag des Jägers

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,00

ISBN 10:
3741636061

ISBN 13:
978-3741636066

160 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Atmosphäre, Spannung und Action
  • Geschlecht der Heldin nebensächlich
  • Predatoren in ungewohnter Rolle
Negativ aufgefallen
  • Zeichnungen eher Gebrauchsware ohne wirkliche Ideen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 13.10.2023
Kategorie: Predators
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