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Comic-Besprechung - Witchblade: Demon & The Darkness: Prelude

Geschichten:
Witchblade: Demon
Autor: Mark Millar, Zeichner: Jae Lee, Farben: June Chung

The Darkness: Prelude
Autor: Paul Jenkins, Zeichner: Jae Lee, Farben: Jose Villarubia

Story:
Ein Serienkiller ist hinter Sara Pezzini her und kann sie überraschen. Wird sie diesen Angriff überleben?

Jackie Estacado ist dabei den Händler aufzuspüren, der die Mittel für ein Attentat auf das Waisenhaus geliefert hat, in dem er aufgewachsen ist und bei dessen Brand 17 Menschen ums Leben gekommen sind…

Meinung:
Es war einmal… als Verlage wie Top Cow und Image den etablierten Verlagen wie Marvel und DC das Wasser reichen, nein, ihnen sogar den Rang abliefen, was Innovation und Experimentierfreudigkeit anbelangt. Die goldenen Zeiten der Neuen sind nun schon einige Jahr her und seitdem bemühte man sich auch dort immer mal wieder die inzwischen in die Jahre gekommenen Konzepte neu zu definieren, ähnlich wie dies bei Marvel und DC auch schon passierte. So hatte man bei Marvel auch schon einmal Paul Jenkins und Jae Lee engagiert, um die damals viel zu alten Charaktere der Inhumans aufzupolieren. Heraus kam schon damals ein sehr ansehnliches Werk. Nun sind die Beiden also mal wieder zusammen und haben sich an The Darkness versucht, einem Teil dieses zweiteiligen Flipcovers von Infinity – das Flipcover ist übrigens eine interessante Idee, aber auch nicht gerade neu. Wie eben die Idee Jenkins und Lee die Neuinterpretation versuchen zu lassen.

Heraus gekommen ist ein sehr düsterer Ansatz – was so eigentlich auch ganz gut zu der „Dunkelheit“ passt. Aber The Darkness hatte eigentlich auch immer schon ein zweites Storyelement neben der düsteren Atmosphäre und der Macht von Jackie Estacado, und das war das komödiantische Talent der Darklinge, das zuweilen auch schon einmal sarkastisch daher kommt. Das wird nun von Jenkins komplett außen vorgelassen und The Darkness wird auf das Düstere beschränkt. Ob das nun unbedingt der Kardinalweg ist, das muss erst noch die Zeit zeigen. Sicher ist, dass die Geschichte, die hier vorliegt trotzdem gut funktioniert. Sie zeigt Estacado in der Rolle des dunklen Rächers, ist dabei effektiver als so manche Darstellung Batmans und freilich sehr viel brutaler. Auch wenn das Ende des gesuchten Verbrechers „nur“ beschrieben wird, es kommt schon dabei sehr brutal daher. Sicher ist daran auch mit Jae Lee „Schuld“, denn seine Interpretation der Vorgaben von Jenkins sind sehr düster gezeichnet und tragen einiges zur allgemeinen Atmosphäre bei. Bemerkenswert ist hier auch, dass Lee sich nicht davor gescheut hat das sehr auffällige Kostüm der Darkness nicht oder fast gar nicht zu verwenden bzw. es umzugestalten. Auch hier bleibt noch die Frage offen, ob das überhaupt der Kardinalweg für The Darkness ist.

Auf der anderen Hand ist da die Witchblade und diese nähert sich unter Mark Millar und Jae Lee zunehmend der Fernsehserie an, zumindest was den visuellen Stil anbelangt. Lee hält auch hier nichts von dem Kostüm der Witchblade und hat die Witchblade als Handschuh gezeichnet, der sehr metallisch wirkt. Die Fans könnten ob dieses Umstandes ebenfalls enttäuscht sein. Mark Millar hat indes eine sehr gute Geschichte geschrieben, die sehr spannend ist, auch wenn nicht viel Handlung auftritt. Sie zeigt aber die Entstehung eines sehr menschlichen Dämons, eines Serienkillers, der sich auf die besonders erfolgreichen Menschen eingeschossen hat. Das ist innovativ und wurde in dieser Form in Comics sicher noch nie gemacht. Interessant ist auch Millars Herangehensweise an die Konsequenzen, die sich aus den Handlungen von Helden ergeben. Traumata, die entstehen können, wenn diese eingreifen und unter Umständen andere Leben zerstören – die berühmt berüchtigten Kollateralschäden. Auch dies wurde in Heldencomics eher selten bis gar nicht thematisiert und ist daher sehr gut gelungen.

Fazit:
Ein besonderes Heft mit einem besonderen Inhalt ist Witchblade: Demon & The Darkness: Prelude allemal. Ob die Neuinterpretation wirklich ihre Fans finden wird, ist eine andere Frage, die hier aber nicht beantwort werden kann.

Witchblade: Demon & The Darkness: Prelude - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Witchblade: Demon & The Darkness: Prelude

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Infinity

Preis:
€ 4,95

ISBN 10:
3-939303-79-8

40 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Interessante Neuinterpretation
Negativ aufgefallen
  • Wird sie aber ihre Fans finden?
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 07.01.2007
Kategorie: Witchblade
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