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Zebra Newsletter 42

ZEBRA-Newsletter # 42 (Juli 2021)       

Neues aus der Soziologie
Der moderne Mensch verbringt bis zu 80 Prozent seiner Wachzeit mit Mediennutzung
Wir surfen immer und überall im Internet per Smartphone oder vom Rechner. 
Wir hocken vor dem Bildschirm, um Serien zu bingen und uns Filme reinzuziehen, Software runterzuladen, Tutorials zu streamen, Ultra HD-Blu-rays zu gucken oder um bei Sport- und Kulturveranstaltungen aus aller Welt live mitzufiebern. 
Wir studieren Fachzeitschriften online oder auf Papier. Wir lesen eine, zwei oder mehr der rund 70.000 jährlichen Buchneuerscheinungen hierzulande, von den ungezählten Comics, die wir für unser Wohlbefinden nötig haben, ganz zu schweigen. 
Ob wir wollen oder nicht, hören wir im Supermarkt Lokal-Radio und im Aufzug Fahrstuhl-Musik.
Und nicht nur George Clooney meint, dass wir es nach dem Ende der Pandemie-Beschränkungen gar nicht abwarten können, endlich wieder ins Kino zu gehen. 

Höchste Zeit, dass dieser zeitgenössischen Hauptbeschäftigung des Homo Sapiens ein Bildband gewidmet wird. 
Oder mehrere. 
ZEBRA, das Magazin für Alltagskultur und Freizeitgestaltung, präsentiert eine Sammlung von Cartoons, Comics und Illustrationen über alle bekannten Medien. Die Reihenfolge orientiert sich grob an der historischen Entwicklung.

Deshalb geht es im ersten Band, der im Dezember 2020 erschienen ist, um die klassischen, schier unverwüstlichen analogen Medien Bücher, Zeitschriften und Zeitungen - die Auflagen sinken zwar, aber zum Ausgleich gibt es immer mehr Titel für immer speziellere Interessen. 

Unter der Überschrift “Druckwerke sind bei uns unverzichtbar!” zeigen wir einige der schönsten Buch-Illustrationen, Presse-Cartoons, Anzeigen-Motive, Cover-Entwürfe und vieles mehr von ZEBRA-Hauszeichner Rudolph Perez (zum Teil nach Ideen von ZEBRA-Chefredakteur Georg K. Berres), darunter etliche selten gesehene und zahlreiche bisher unveröffentlichte Abbildungen, sowohl Werke aus den Tiefen des ZEBRA-Archivs als auch brandneue, aktuelle Bilder frisch aus dem Atelier.     

„Das Ganze ist so vielfältig, so prall gefüllt mit Gags von hintersinnig über trockenhumorig bis schenkelklopfig, dass man den Band einfach kaufen muss“, meint jedenfalls das Branchenblatt COMICS UND MEHR
Und der oder das Comic-Blog comix-online setzt noch einen drauf und nennt den Band „lesenswert“. 

Abb. 1 aus “Druckwerke sind bei uns unverzichtbar!” 


Zeigst du mir deins, zeig ich dir meins!
Seit langem (genau genommen: schon immer) fordern Comic-Fans eine feste Einrichtung für unser Lieblings-Medium in Erlangen, wo bereits das wichtigste Event der Szene veranstaltet wird, der Internationale Comic-Salon. 
Da sowas mit Geldausgeben verbunden ist, zierte sich die Stadt Erlangen bisher erfolgreich, eine derartige Institution zu etablieren. 
Ende 2018 haben nun einige unverbesserliche Enthusiasten den Verein Comic-Museum e.V. gegründet, der die Idee propagieren und falls möglich realisieren soll. 
Zu einem Neubau, der sicher zig Millionen kostet, würde natürlich jeder Fan gerne einen angemessenen Obolus beisteuern, aber da wir unsere letzten paar hunderttausend Euro für eine Machbarkeitsstudie für einen ZEBRA-Erlebnispark rausgeworfen hatten, waren wir froh, als das Vereins-Motto "Wir bauen uns ein Comic-Museum" vorübergehend abgewandelt wurde in "Wir zeichnen uns ein Comic-Museum". 
Anbei unser Beitrag zum Thema. 

Abb. 2:   Wir zeichnen uns ein Comic-Museum 

Bis zu einem realen Museum ist es noch ein weiter Weg. Doch inzwischen gibt es immerhin in der Schiffstr. 9 einen Aktions- und Schauraum, wo Ausstellungen stattfinden. 


Überlebenskampf
Das Schlimmste, was die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat, sind für einige Leute die zahlreichen Todesfälle, für andere sind es die ausgewachsenen Frisuren und für wieder andere die Firmenpleiten. 
Gerade für Selbst- und Kleinverleger wie ZEBRA wurde die Lage kritisch bis existenzbedrohend. Einerseits durch die abgesagten Messen. Andererseits mussten wir aufgrund der Abstandsregeln auch unseren Bauchladen einmotten. 
Merkantilen Unterschlupf fanden wir schließlich bei den liebenswerten Kollegen von Gringo Comics, die in ihrem Online-Gringo-Shop ein virtuelles Regal für uns freigeräumt haben. Herzlichen Dank an Gringo-Verlagschef Holger Bommer! 

Ab sofort und weiterhin sind unsere neuesten und wichtigsten Titel dort zu erwerben. 

Im Artwork-Bereich des Shops gibt es sogar Originalzeichnungen von Rudolph Perez, von den ZEBRA-Mitarbeitern Martin Frei und Haggi und von weiteren Gringo-Zeichnern.


Was ich noch sagen wollte...
Unter dem Mangel an Veranstaltungen während der verschiedenen Lockdowns der letzten Zeit leidet die Eigen-Promotion nicht nur von Firmen, sondern vor allem von Künstlern, da sie sich und ihre Werke nirgendwo hinreichend präsentieren können. 
Deshalb hat ZEBRA, das Fachblatt für hemmungslose Selbstdarstellung, die seltene Gelegenheit wahrgenommen, als ALFONZ, eins der führenden deutschsprachigen Comic-Fachperiodica, bei uns um ein Interview anfragte. 
Verdienter Anlass für das Gespräch war das 38jährige Jubiläum unseres Magazins. Unter anderen Umständen hätten wir dieses Ereignis selbstverständlich gebührend zelebriert, aber coronabedingt fanden die Feierlichkeiten nur in kleinem Rahmen statt. 

Das meiste vom Interview mit Vorstellung aktueller und zukünftiger Projekte ist nachzulesen in ALFONZ 2/2021, Seite 20. 
Da es bei Printmedien Usus ist, lange Beiträge auf den zur Verfügung stehenden Platz runterzukürzen, fehlt allerdings ein Teil des Dialogs. 
Den kann man komplett exklusiv nur hier nachlesen (damit die wichtigsten Stellen garantiert alle in die Druckversion des Newsletters passen, haben wir den Passus leicht gekürzt):

Auf die Frage nach einer ZEBRA-Homepage hatten wir ausgeführt: 

„Wir haben unseren Internet-Auftritt dezentralisiert. 
Nachrichten über Neuerscheinungen und Teilnahmen an Ausstellungen und Veranstaltungen verkündigen wir in unseren Foren im comicforum.de / Publikationen und im sammlerforen.net. im Künstler-Bereich unter "Rudolph Perez"
Comics und Cartoons präsentieren wir auf unserer ‚Zebra-Comics‘-Facebook-Seite (wenn es nicht mal wieder technische Probleme gibt) und im Gringo-Logbuch (unsere Science Fiction-Serie COMMANDER CORK). 
Anekdoten aus der Redaktion und Berichte von Festivals und Salons geben wir in unserem halbjährlichen Newsletter als Special auf splashcomics.de zum Besten. 
Und das komplette ZEBRA-Angebot (Magazine und Sonderbände) ist im Independent Comic Shop zu finden, sowie die neuesten Veröffentlichungen plus eine Auswahl aus unserer Backlist im Gringo-Shop.“ 

Für weitere Interviews in Medien mit möglichst großer Reichweite stehen wir gerne zur Verfügung. (Anfragen bitte an die ZEBRA-Redaktion per E-Mail an GoGer@web.de) 


Don't judge a book by its cover
Der größte Hype mag inzwischen vorbei sein, aber das Interesse an Graphic Novels ist weiterhin sehr hoch. 
Ungefähr jeder zweite belletristische Verlag, der was auf sich hält, hat mindestens eine Grano im Programm und am Battle-of-Print-Graphic-Novel-Cover-Wettbewerb des Kommunikationsverbands Nordwest nahmen Künstler nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Italien und sogar aus Usbekistan und Kanada teil, mit fertigen und unfertigen oder bereits veröffentlichten Werken, darunter ZEBRA-Mitarbeiter David Boller mit EWIGER HIMMEL. 

Die dazu gehörige Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen kann ohne Gefahr sich anzustecken virtuell besucht werden via 
http://my.matterport.com/show/?m=oF8CRnUXWe8

Das vorläufige Cover der Graphic Novel von Rudolph Perez "Rendez-Vous am Jüngsten Tag" (plus einiger Innenseiten) ist auf der ersten Etage hinten links zu bewundern. 
Wann das Opus fertig wird und wann es erscheint, steht leider noch nicht fest. 

Abb. 3: Nicht verbindliches Cover der Perez-Grano 


Terminkalender
Klischees benutzen wir selbstverständlich ausgesprochen ungern. 
Beispielsweise das über die angebliche Begriffsstutzigkeit unserer netten Nachbarn im Südosten der Republik. 
Seinerzeit sah sich schon das Deutsche MAD genötigt, ihnen etwas zu erklären, von dem sie anscheinend nicht kapiert hatten, was es bedeutet und wie es funktioniert ("MAD erklärt Bayern den Krieg.") 

Und jetzt das: 
Wegen Corona wurde das Comic-Festival München abgesagt. 
Doch was passierte am Fronleichnamswochenende in der bayerischen Landeshauptstadt?  "Nichts" hätte man erwarten sollen. 
Aber im Gegenteil! 
In der Alten Kongresshalle, im Amerikahaus, im Institut français fanden Ausstellungen statt, es gab Interviews und Signierstunden und der Peng!-Preis wurde auch verliehen. 
Die Besucher hat es natürlich gefreut, der ZEBRA-Klischeebeauftragte rauft sich immer noch die überlangen Haare.  


Veröffentlichungspraxis
Die schönste Form des Kompliments unter Print-Medien ist bekanntlich der Raubdruck. 
Aber wenn andere Herausgeber bei uns anfragen, ob sie Arbeiten von uns nachdrucken dürfen oder ob wir etwas Neues zu ihren Publikationen beitragen möchten, das ist auch nicht zu verachten. 
SPRÜHENDE PHANTASIE Nr. 23 enthält Reprints von ein paar Cartoons und einer Comicseite von uns, und PLOP 99/100 einen Original-Beitrag zum 40jährigen Jubiläum des ältesten noch erscheinenden deutschsprachigen Fanzines. Wir gratulieren! 

Abb. 4.: 40 Jahre PLOP 


Die Kultur meldet sich zurück! 
In Heft 84 der engagierten Kinderzeitschrift GECKO erscheint eine neue Story von Zebra-Herausgeber Georg K. Berres, kongenial illustriert von Tom Eigenhufe.
Während Mama endlich wieder ihre Freundin Beate im Café Bürzelmeier trifft, geraten ihre abenteuerhungrigen Söhne Dominik und Jan auf dem Spielplatz nebenan in größte Schwierigkeiten: 
Kaum haben die beiden den Sandkasten zur Wüste erklärt, zeigt sich die unbarmherzige Seite dieser leeren und heißen Einöde. Orientierungslos irren sie unter einer sengenden Sonne durch Sturm und Einsamkeit. 
Nur mit letzter Anstrengung und Vanille- und Erdbeer-Eiswaffeln überleben sie ihren Trip in den mörderischen Sand. 

Abb. 5: Dominik und Jan-Illu von Tom Eigenhufe 


Ferien am Meer! 
Eigentlich hat der kleine Ulli sich schon lange darauf gefreut. Aber dann findet er keine Spielkameraden. 
Einsam wandert er am Meer entlang und macht in einer verschwiegenen Bucht eine unglaubliche Entdeckung: Alle Flaschenpost-Flaschen, die irgendwo auf der Welt ins Wasser geworfen werden, sind hier an Land gespült worden. 
Aufgeregt öffnet Ulli ein paar Flaschen und liest, was Kinder aus fernen Landen schreiben und der Strömung des Meeres anvertrauen. 
Und dann fällt ihm eine Schatzkarte in die Hände ...

Diese Vorlese-Geschichte von Georg K. Berres wiederholt der „OHRENBÄR“ am 1. August auf rbbKultur, künftig immer sonntags ab 7:oo Uhr an einem Stück und nicht – wie die 33 langen Jahre zuvor – jeden Abend in kleinen Häppchen. 
Wer auf dieses gewohnte Ritual nicht verzichten möchte, findet ein umfangreiches Angebot der Hörgeschichten für Kinder in der ARD Audiothek und auf den digitalen Plattformen. 

Abb. 6: Titelcover „Die Bucht der klingenden Flaschen“ von R. Perez


Demnächst! 
Comics über die Corona-Pandemie sind wie Virus-Mutanten: sie tauchen überraschend auf und halten sich hartnäckig. 
ZEBRA, das Magazin für körperliche und vor allem geistige Gesundheit, wurde auch von dem Aktualitäts-Fieber angesteckt und hat einen Story-Zyklus über die Seuche entwickelt, den wir nun in einer gefahrlos verdaulichen Dosis dem Publikum verabreichen. 
Enthalten ist der Stoff im neuen ZEBRA-Sonderband 25 "In der Tusche liegt die Wahrheit", der im Spätsommer 2021 erscheinen soll. 
Der Band präsentiert, nach dem erfolgreichen ersten Teil "Als ich nicht gefunden hab, was ich suchte, habe ich diesen Band gekauft!", neue authentische Comic-Zeichner-Erlebnisse aus dem Studio-Alltag.
In gewohnt kurzen und pointierten Episoden dokumentieren wir das Leben der ZEBRA-Redaktion zwischen Erfolgsstrategien und Arbeits-Routinen. 
Ein Kapitel des Bandes widmet sich den verschärften Anforderungen durch Covid-19.  
"In der Tusche liegt die Wahrheit" wird an den üblichen Verkaufsstellen erhältlich sein. 

Abb. 7: Cover Sonderband 25 


Verschoben
Eigentlich hatten wir gehofft, diesmal etwas Neues über die geplante Real-Verfilmung von COMMANDER CORK berichten zu können, die die Abenteuer des berühmten Verwaltungsangestellten vom Planeten Meta-Pengo auf die große Leinwand bringen sollte. 
Nach dem gescheiterten 'Nick, der Weltraumfahrer'-Projekt aus den 1980er-Jahren war das CORK-Opus als ambitiösester deutschsprachiger Science-Fiction-Film seit Fritz Langs ‚Metropolis‘ konzipiert.
Bedauerlicherweise liegt die Produktion für unbestimmte Zeit auf Eis. Es mangelt leider an geeigneten Darstellern, seit in der Filmbranche die Direktive ausgegeben wurde, dass Außerirdische nur noch von Außerirdischen gespielt werden dürfen.


Bilanz
Den ungezählten Statistikern unter unseren Lesern sei noch angemerkt, dass der ZEBRA-Auftritt im comicforum.de im Laufe des Februar 2021 mehr als 100.000 Hits erreicht hat. 
Das sind zwar ein paar mehr, als wir an gedruckten Ausgaben verkauft haben. Aber wenn die User erstmal an unserem Angebot Geschmack gefunden haben, werden die Verkaufszahlen die Klicks sicher bald einholen!  



Special vom: 06.07.2021
Autor dieses Specials: Werner Berres
Kategorie: Zebra Newsletter
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