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Comic-Besprechung - Max 35: Punisher - Sechs Stunden zu leben

Geschichten:
Autor: Duane Swierczynski, Zeichner: Michel Lacombe, Farben: Val Staples

Story:
Der Punisher, alias Frank Castle, weilt in Philadelphia, um dort einen als Heim für schwer erziehbare Kinder getarnten Kinderhändlerring auffliegen zu lassen. Nachdem es ihm auf seine Art gelungen ist - die Bösen liegen tot auf dem Boden -, wird er allerdings in seinem Wagen matt gesetzt. Als er wieder erwacht, wird ihm eine Giftspritze gesetzt, an der er in sechs Stunden sterben wird. Es sei denn, er tötet eine bestimmte Person. Dann bekommt er das Gegengift. Aber wird der Punisher unter Zwang anderen gehorchen? Er nutzt die Zeit, um in Phildalphia in Rekordzeit aufzuräumen. Doch die zutiefst korrupte Stadt hetzt ihm alles auf die Fersen, was sie aufbieten kann. So läuft Castle nicht nur langsam die Zeit davon, sondern er wird auch von Killern, Söldnern, Polizei und dem FBI gehetzt.

Meinung:

Der Weggang von Garth Ennis als Punisherautor macht sich schwer bemerkbar. Dadurch dass Ennis die Figur mit skurrillen Gegnern, aberwitzigen Situationen und seinem schwarzen Humor ausstattete, hauchte er diesem eindimensionalen Charakter Leben ein. Und das ohne die Figur selbst anzutasten. Im Grunde ist der Punisher nur ein schwer traumatisierter Mann, der, anstatt eine Therapie zu machen und seine innere Leere zu füllen, Verbrecher in Massen auf die unterschiedlichste Art und Weise umbringt. Eine charakterliche Tiefe geht ihm dabei verloren. Somit ist eine Punisherstory stark von der eigentlichen Erzählung abhängig.

"Sechs Stunden zu leben" ist ein reiner Actioncomic mit nur einem Hauch von Story. Hier wird die charakterliche Einschränkung, trotz der ungewohnten Situation, dass der Punisher vielleicht sterben wird, sehr deutlich. Zumal die Idee nicht neu ist und mit Crank bereits im Kino zu sehen war. Denn anstatt dem Charakter neue Facetten abzugewinnen, wie er mit den verbleibenden sechs Stunden umgeht, wird ein Actionfeuerwerk abgebrannt.

Das wird aber immerhin gut gemacht mit ein paar schönen Ideen. So ist die Diskrepanz zwischen Dialog und innerem Monolog in einer Szene zwischen zwei Feinden sehr spannend und lustig. Wenn Gewalt stattfindet, wird das jeweilige Panel in Rot getaucht. Das ist am Anfang ziemlich gut, nutzt sich aber im Laufe der Handlung mit der hohen Anzahl der Leichen etwas ab. Aber hieran wird deutlich, dass die Farbarbeit von Val Staples ziemlich gut ist. Die total verdorbene Stadt, in kalte und dunkle Farben getaucht, ist total verdorben und voller psychotischer Schurken. Das erlaubt immerhin einige Szenen mit zynischem Witz angereichert zu werden, der aber zu selten kommt.

Durch viele Wechsel von Totalen zu Nahaufnahmen und Close-ups wird ein hohes Tempo geschaffen, was ein gutes Pendant zu Actionfilmen ist. Ansonsten stehen die Zeichnungen voll und ganz im Dienste der Story und machen nicht sonderlich auf sich aufmerksam. Nicht mehr aber auch nicht weniger.



Fazit:
Der eindimensionale Punishercharakter schießt sich durch eine Stadt. Das Pendant zu einem Actionfilm ist eine nette Lektüre für zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Max 35: Punisher - Sechs Stunden zu leben - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Max 35: Punisher - Sechs Stunden zu leben

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
4196453216955

124 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Farbgebung
  • Panelanordnung
  • Action
Negativ aufgefallen
  • Eindimensionaler Charakter
  • Kaum Story
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Rezension vom: 02.08.2010
Kategorie: Max
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