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Comic-Besprechung - Rocket Blues

Geschichten:

"Rocket Blues: Matjes oder Bismarck"

Szenario & Text: Mamei & Ivo Kircheis
Zeichnungen: Ivo Kircheis



Story:
Nach einem Autounfall erwacht Laszlo Lommatzsch im Krankenzimmer eines Raumschiffes. Neben ihm steht ein sprechendes Krokodil und eine Person, die wie Elvis aussieht. Wie er dort hin gekommen ist, was es mit Elvis und dem Kroko auf sich hat und welche Bedeutung ein Fischbrötchen bei dieser Geschichte hat, wird in „Rocket Blues“ erklärt.

Meinung:

Die beiden Dresdner Comic-Künstler Ivo Kircheis und Mamei haben mit Rocket Blues beim 2010er Comicsalon in Erlangen mächtig abgeräumt und den ICOM Independent Comicpreis 2011 für ihr Werk erhalten. Grund genug, dieses Album noch anderthalb Jahre nach der Veröffentlichung einer intensiven Betrachtung zu unterwerfen.

In Rocket Blues dreht sich alles um die drei Figuren Laszlo, Rocket und Doktor Zak, welche vollkommen gegensätzlich sind und im Grunde genommen alle eigene Ziele verfolgen. Dabei stoßen sie immer wieder aneinander, was zu Auseinandersetzungen führt und die ein oder andere komische Situation fabriziert.
Kircheis und Mamei mühen sich nicht mit einer starren Storyline ab, sondern entwerfen eine frische Handlung, die ohne merklichen Fortschritt auskommt, aber dennoch von vornherein fesselt. Die Ursache dafür ist in der starken Charakterisierung der Protagonisten begründet. Rocket alias Elvis hat durchgängig verdammt lässige Sprüche auf den Lippen, welche aus seinem nie endenden Songrepertoire stammen. Yeah! Let it out, Baby! Rock it, Baby! Say it loud! Dazu gesellt sich eine futuristische Raumstation mit einigen zweifelhaften Erfindungen und ein interstellarer Zwischenfall, der so kurios ist, dass der Leser gar nicht erst versucht, ihn ernst zu nehmen..

Die beiden Autoren haben hier ein Comicalbum produziert, bei dem lediglich der Anfang und das Ende festgeschrieben sind, dazwischen geschehen unglaublich Dinge, die der Leser sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen kann. Einige Ideen sind so konfus, dass man sich echt fragt, wie vernebelt die Luft in Dresden sein muss, dass so etwas entstehen kann. Aber genau dieser abgedrehte besondere Humor macht diesen Comic so besonders. Lacher werden am Fließband produziert, und das auf einfallsreiche Art und Weise.

Neben der skurrilen und äußerst lesenswerten Story beeindruckt das Layout des Albums. Ivo Kircheis verpasst dem Comic einen extrem vollgepackten Seitenaufbau, bei dem selbst im kleinsten Panel noch jede Menge Details verarbeitet wurden. Dies führt zu einem intensiven Lesegenuss, welcher die 60 Seiten Umfang auf angenehme Weise lang werden lässt. Der Zeichner experimentiert dabei mit dem Layout, indem er beispielsweise die Zeichnungen auch mal auf den Kopf stellt bzw. im Raum rotieren lässt, oder einfach die Panelgrenzen je nach Bedarf einhält oder überschreitet. Für einen Mangel an Abwechslung muss sich jedenfalls niemand beschweren.

Das Album erscheint im A4 Format mit Softcover und einem redaktionellen Anhang namens "Rockepedia", in welchem zahlreiche Details des Albums ähnlich der Online-Enzyklopädie erklärt werden.



Fazit:
Die Beatcomixer haben hier ein Comicalbum veröffentlicht, welches über eine abgedrehte, frische Story verfügt, die gerade wegen der oftmals fehlenden Sinnhaftigkeit von der ersten Seite an fesselt. Die grafische Gestaltung im reinen schwarz/weiß-Look trägt zum abwechslungsreichen und an keiner Stelle langweiligen Konzept bei. Rocket Blues hat folglich völlig zu Recht den ICOM Independent Comicpreis 2011 gewonnen. Muss man einfach gelesen haben!

Rocket Blues - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Rocket Blues

Autor der Besprechung:
Christian Recklies

Verlag:
Beatcomix

Preis:
€ 12,00

ISBN 10:
978-3-939509-88-2

ISBN 13:
978-3-939509-88-2

60 Seiten

Rocket Blues bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • humorvolle, abgedrehte Story
  • teilweise sehr skurril
  • vollgepacktes, einfallsreiches Layout
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(7 Stimmen)
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Rezension vom: 22.12.2011
Kategorie: One Shots
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