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Comic-Besprechung - Siebengestirn 1: Die gelbe Zone

Geschichten:
Septentryon: La calottte Jaline
Autor und Zeichner:
André Houot
Farben: Jocelyne Charrance


Story:
Die Erde der Zukunft. Durch eine Verseuchung ist ein Siebtel des Planeten nicht mehr bewohnbar, die Meere sind verschwunden und zu einer trockenen Wüste geworden. Wer zu viele Fragen über die Verwüstung stellt, wird gnadenlos verfolgt und gefoltert. Auch ein alter Mann gerät in die Fänge des Establishment, kann sich und einen Jungen aber befreien. Ihnen gelingt die Flucht in die Wüste, wo sie auf Menschen treffen, die ihnen helfen weiter voranzukommen. Dabei sind die Gefahren der Wüste nicht zu unterschätzen und Chronover, wie sich der ältere Mann nennt, erweist sich als gewiefter Stratege und Kämpfer...

Meinung:
Es gibt da einen berühmt-berüchtigten Film: Waterworld. Kevin Costner stürzte einst ein ganzes Studio in die Beinahe-Pleite, als er versuchte mit einem gigantischen Budget ein Horrorszenario der modernen Wissenschaft zum Leben zu erwecken. Denn Wissenschaftler fürchten den Anstieg der Meere, der durch den Klimawandel ausgelöst wird. Costner scheiterte fast, wurde von der Kritik zerrissen. Aber es war ein anschauliches Beispiel, was bei einer Zukunftsvision so alles falsch erzählt werden konnte.

Nun kann man André Houot wohl kaum vorwerfen, dass er Costner nachgeahmt habe, denn in seiner Geschichte gibt es eher zu wenig, als zu viel Wasser auf der Erde. Aber es ist nichtsdestotrotz ein Katastrophenszenario, das er herauf beschwört und einen zunächst namenlosen Helden hinein wirft. Und es gelingt ihm über lange Zeit nicht dem Helden eine Motivation zu geben. Stattdessen werden eins ums andere Mal Actionsequenzen mit besonders exotisch aussehenden Kreaturen, Fahrzeugen und Menschen aneinander gereiht. Bis kurz vor Ende des ersten Bandes wirkt all dies recht willkürlich und vor allem auf den schnellen Effekt abzielend. Hinzu kommt noch, dass Chronover, dessen Name erst auf Seite 31 verraten wird, keine ausreichende Charakterisierung erfährt. Man weiß weder, wo er her kommt, noch was er bisher tat. Nur nach und nach wird klar: Er muss wohl Soldat gewesen sein oder zumindest Agent, zu eindeutig und gefährlich sind seine Fähigkeiten und sein Wissen. Die wenigen Dialoge, die er aber hat, geben keine weitere Auskunft. Bis er einen Freund aus einer Gefangenschaft befreit. Hier wird allmählich klar, dass Chronover einem Plan folgt.

Dennoch hat Siebengestirn sehr viel Potenzial. Die Idee, das Grundszenario, die interessanten Kreaturen und Fahrzeuge sind wie gesagt exotisch und deuten darauf hin, dass sich Houot Gedanken über diese Welt gemacht, sie nicht einfach nur sich vorgestellt, sondern sie regelrecht konstruiert hat. Irgendwo steckt hinter all dem ein größeres Ganzes und es wird sicher interessant zu beobachten sein, ob es gelingt dies alles in den kommenden zwei Bänden heraus zu schälen.

Zeichnerisch gesehen ist Siebengestirn ganz großes Kino. Houot hat hier eine deutlich bessere Arbeit abgeliefert, als bei seinem Szenario. Vieles erinnert an Klassiker des Genres wie „Der letzte Incal“. Aber es ist auch eigenständig genug, um eigene Akzente zu setzen. Es gibt viele interessante visuelle Ideen und schöne Einzelszenen. Wenn man sich nur auf das Visuelle bezieht, ist Siebengestirn eine ganz klare Empfehlung.

Fazit:
Siebengestirn hat Potenzial und ist visuell ganz großes Kino. Es stellt sich die Frage, ob dieses Potenzial noch ausgespielt wird. In Band 1 ist dies noch nicht gelungen.

Siebengestirn 1: Die gelbe Zone - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Siebengestirn 1: Die gelbe Zone

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 13.80

ISBN 13:
978-3-86869-327-0

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Tolle Zeichnungen
  • Interessantes Szenario
Negativ aufgefallen
  • Zu geringe Charakterisierung des Hauptdarstellers
  • Schwächen in der Ausführung des Szenarios
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Rezension vom: 26.01.2013
Kategorie: Siebengestirn
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