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Comic-Besprechung - Percy Pickwick 23: Percy Pickwick und die Geisterfahrer

Geschichten:
Percy Pickwick 23: Percy Pickwick und die Geisterfahrer
Autor; Turk, Zeichner / Colorist: Zidrou


Story:
England droht in Anarchie zu fallen. Aus irgendeinem unerfindlichen Grunde überkommt ehrenwerte Mitglieder der Gesellschaft der unwiderstehliche Drang auf der falschen Straßenseite zu fahren. Nämlich rechts. Grund genug, Englands besten Privatdetektiv zu engagieren, um der Bedrohung zu begegnen: Percy Pickwick.


Meinung:
Die Grundidee des neuestens Abenteuers von Percy Pickwick mutet abstrus an. Schließlich geht es hier weniger um ein klassisches Verbrechen wie etwa einen Diebstahl oder einen Mord der im Anschluss mit viel Humor und einigem Slapstick gelöst wird. Das Thema ist also sehr überraschend, denn es geht hier um Geisterfahrer. Nein, damit sind keine Skelette gemeint, die ihre Knochen in ein Automobil zwängen oder herumspukende Bettlaken die sich in den Pedalen verfangen, sondern normale Menschen die allerdings auf der falschen Fahrbahn fahren. Wie kann das als Ausgangspunkt dienen für eine humoristische Krimiserie wie Percy Pickwick die für ihre Mixtur berühmt ist?

Weil es eben diese Mixtur betrifft und damit den satirischen Kern bedient, wie er der Serie eigen ist. Schließlich wird durch dieses harmlos erscheinende „Verbrechen“ eine britische Tradition herausgefordert und betrifft damit eine besondere Mentalität der Briten. Und gerade dieses Traditionen und Mentalitäten werden in der Serie immer wieder liebevoll und satirisch betrachtet. Satirisch, da die nationalen Attribute oftmals als Klischees entlarvt werden, was eben durch die humorvolle Überspitzung geschieht und nie abwertend ausfällt.

Das auf der Insel Linksverkehr herrscht ist nicht nur eine Tradition, die man vielleicht als historisch gewachsene und beibehaltene Kuriosität belächeln kann, sondern ein eifersüchtig verteidigtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Kontinent. Und genau darum geht es. Die Briten haben sich immer gerne vom Festland abgegrenzt, wie man es auch aktuell in den Diskussionen um einen eventuellen Austritt aus der EU feststellen kann. Es hat schon seit der Gründung der EWG einige Sonderregelungen für Großbritannien gegeben und das wird hier auch kurz angesprochen. Wie sinnig, dass hinter dem „Verbrechen“ mit dem es hier Pickwick zu tun bekommt, eine ausländische Nation dahintersteckt.

Aber es geht nicht um Spionage, sondern um ein verrücktes Individuum, was einen möglichen Nationalismus verhindert. Es ist nicht ein fremder Staat der interveniert, sondern eine verrückte einzelne Person. Überhaupt ist es ja gerade ein Kernpunkt der Serie, das Nationalismus und Klischees über England und seine Bewohner persifliert werden. Das fällt hier besonders komisch aus, wobei nicht zu viel verraten werden darf. Jedenfalls werden hier nicht wie in anderen Ausgaben die Krimiaspekte vernachlässigt, sondern es wird wirklich ermittelt. Aber das eben garniert mit köstlichen Dialogen. Slapstick findet man hier aber nun seltener, dafür aber durchaus Witz in den Zeichnungen, die auch manchmal andere Ebenen finden können. Etwa wenn sich Pickwick mit einem Mann unterhält und quasi in einer Nebenhandlung seine Katze eine Milchflasche erbeutet. Der Grundton dieses Abenteuers ist jedenfalls gleich wie zum Rest der Serie und es sind keinerlei Abnutzungserscheinungen festzustellen. Kurz: diese Ausgabe ist sogar so gut wie zu Zeiten von Turk und de Groot welche Pickwick zu dem gemacht haben, was er heute ist. Ein unverzichtbarer Bestandteil des Funnys.


Fazit:
Ein neuer Glanzpunkt der Serie. Neben der Krimihandlung kommt der Humor hier nie zu kurz, der wieder gekonnt nationale Eigenheiten liebevoll parodiert. 

Percy Pickwick 23: Percy Pickwick und die Geisterfahrer - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Percy Pickwick 23: Percy Pickwick und die Geisterfahrer

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
toonfish

Preis:
€ 13,95

ISBN 10:
3958399290

ISBN 13:
978-3958399297

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • versteckte Gags in den Zeichnungen
  • Story
  • liebevolle Parodie auf nationale Eigenheiten
  • Krimiaspekt nie vernachlässigt
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 13.07.2016
Kategorie: Alben
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