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Comic-Besprechung - Love Virus 7

Geschichten:
Band 7
Autor: Ryang Ryu, Zeichner: Ryang Ryu, Tusche: Ryang Ryu

Story:
Um Yeonung für sich zu gewinnen und ihre Rivalin Norma ein für alle mal los zu werden, schreckt die so harmlos und niedlich wirkende Shiyeon vor nichts zurück. Sie erpresst und ködert andere Schülerinnen durch Geschenke, damit diese Mädchen die Drecksarbeit für sie erledigen. Schließlich findet Shiyeon heraus, wer Normas Vater und wie krank ihre Mutter ist.
Munhee, die in Ubin verknallt ist und Norma die Freundschaft zu ihm neidet, lässt sich von Shiyeon als Werkzeug für die neue Intrige missbrauchen. Als Munhee Norma wegen ihrer familiären Situation öffentlich erniedrigt, rastet diese aus.
Die Konsequenzen sind schlimm: Schulverweis, Suspendierung, vielleicht sogar das Ende von Normas schulischer Laufbahn. Obendrein trennt sie sich von Ubin, da sie sich nicht in ihn verlieben kann, denn ihr Herz gehört einem anderen. Yeonung ist auch prompt zu Stelle, um ihr beizustehen. Der Zufall bringt schließlich auch Shiyeons Rolle in dem gemeinen Spiel ans Licht…


Meinung:
Nachdem "Love Virus" recht albern begonnen hat, steigerte sich die Serie ab dem Moment, als Yeonung seine oberflächliche Verliebtheit in Da-Jie als solche erkennt und sich seiner ernsthaften Gefühle für Norma bewusst wird. Norma sieht sich zunehmenden Anfeindungen, vor allem durch ihre Mitschülerinnen, ausgesetzt, die sie zum einen wegen ihrer Herkunft als Außenseiterin betrachten, mehr aber noch neidisch sind, dass der Star der Baseball-Mannschaft, der sich noch nie für Mädchen interessierte, ausgerechnet sie als Freundin wählt. Obwohl Yeonung diese Beziehung einfädelte, führt diese Entwicklung zu Konflikten zwischen ihm und Ubin, die damit enden, dass Norma Yeonung auffordert, sie beide in Ruhe zu lassen. Shiyeon hat nur auf diesen Moment gewartet, aber Yeonung denkt auch in ihrem Beisein immerzu an Norma. Wütend ersinnt sie noch mehr Bosheiten, um der Rivalin zu schaden.
Manches mag übertrieben wirken, aber Ryang Ryu greift Themen auf, die auf Tatsachen basieren. Tatsächlich sind Ausländer oder Mischlinge in vielen asiatischen Ländern Außenseiter. Obwohl gerade die Koreaner in Japan als Gastarbeiter einen schweren Stand haben, behandeln sie Fremde im eigenen Land auch nicht besser. Ferner nimmt das kriminelle Potential an Schulen immer erschreckendere Ausmaße an. Für Geld, aus Eifersucht, Rache oder auch nur aus Langeweile lassen sich viele Jugendliche zu schlimmen Taten hinreißen. Sie bestechen Kameraden, erpressen und bedrohen Schwächere, mobben Mitschüler und wenden Gewalt an.
Allerdings sind die Aktionen von Shiyeon und ihrer Clique nur als Spannungselemente in die Serie hinein genommen worden, nicht um Missstände aufzuzeigen und meinungsbildend zu wirken. Im Mittelpunkt steht die Beziehung von Yeonung und Norma, die sich, je klarer sie ihre Gefühle füreinander erkennen, umso weiter voneinander entfernen - durch Missverständnisse, das Intrigenspiel und die Angst, erneut verletzt zu werden. Am Schluss wird zwar alles erwartungsgemäß in Ordnung gebracht, doch ein richtiges Happy End gibt es nicht, als wäre Ryang Ryu gedrängt worden, die Serie schnell zum Abschluss zu bringen oder als hielte sie sich die Option auf eine Fortsetzung offen.


Fazit:
Wie man es auch dreht und wendet, "Love Virus" bleibt eine allenfalls durchschnittliche Shojo-Serie, da sie keinen Moment wirklich überzeugen kann. Die Charaktere sind klischeehaft, die Handlung greift auf bekannte Motive zurück, es gibt keine Überraschungen. Zudem hat man das Gefühl, als hätte Ryang Ryu die Serie zunächst nur bis etwa der Hälfte geplant und dann eine ganz andere Richtung eingeschlagen, vielleicht auf Geheiß der Redaktion oder weil sie mit dem Charakter Da-Jie, der nahezu völlig verschwunden ist, nicht mehr viel anzustellen wusste. Norma war schon immer die interessantere Figur, die letztlich auch Yeonung positiv beeinflusste. Das Ende kommt ziemlich abrupt und befriedigt nicht wirklich.


Love Virus 7 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Love Virus 7

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,50

ISBN 10:
3-86580-199-4

ISBN 13:
978-3-89880-199-9

195 Seiten

Positiv aufgefallen
  • die Charaktere erfüllen ihre Rollen
Negativ aufgefallen
  • klischeehafte Handlung ohne nennenswerte Überraschungen
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Rezension vom: 04.11.2006
Kategorie: Love Virus
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