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Comic-Besprechung - X-Men 126

Geschichten:

Die Fünf Lichter, Teil 2: Geschwindigkeit
(The Five Lights, Part 2: Velocidad- Uncanny X-Men 527)
Autor: Matt Fraction, Zeichner: Whilce Portacio, Leonard Krik, Tusche: Ed Tadeo, Leonard Kirk, Jay Leisten, Farben: Brian Reber

Die Fünf Lichter, Teil 3
(The Five Lights, Part 3- Uncanny X-Men 528)
Autor: Matt Fraction, Zeichner: Whilce Portacio, Tusche: Ed Tadeo, Farben: Brian Reber

Die Fünf Lichter, Teil 4
(The Five Lights, Part 4- Uncanny X-Men 529)
Autor: Matt Fraction, Zeichner: Whilce Portacio, Harvey Tolibao, Tusche: Ed Tadeo, Sandu Florea, Farben: Frank D’Armata

Im Blut
(In the Blood- Dazzler 1)

Autor: Jim McCann, Zeichner: Kalman Andrasofszky, Ramón Pérez, Tusche: Rick Ketcham, Ramón Pérez, Farben: Jim Charalampidis



Story:

Die Rekrutierung der „Fünf Lichter“ geht weiter. In Mexiko findet sich der nächste Kandidat, dessen Gedanken und Bewegungen plötzlich in irrwitziger Geschwindigkeit ablaufen, ohne dass er Kontrolle darüber hätte. Schon zur Stelle. Betsy Braddock alias Psylocke und Dr. Cecilia Reyes, die Mutantin, die einst lieber ihrem Beruf als Ärztin nachgehen wollte anstatt an der Seite der X-Men zu kämpfen. Dann müssen sich Storm und Hope in Nigeria um ein verängstigtes Mädchen kümmern, das sich auf der Flucht vor einer Horde aufgebrachter Söldner in einer Kirche verschanzt hat. Und zu guter Letzt gibt es in Miami Beach einen jungen Mann, an dem Sabretooth seine wahre Freude hätte…

Derweil plagen Emma Frost ganz andere Probleme. Sie will ihren geheimen Gefangenen, Sebastian Shaw, Langzeit- Führer des Hellfire- Clubs und Erzfeind der X-Men, aus Utopias fortschaffen. Nur wie soll das vonstatten gehen ohne dass Cyclops oder jemand anderes davon erfährt?



Meinung:

Damit wären sie also fast vollzählig, die Fünf Lichter. Gleich vorneweg: einen Originalitätspreis gewinnen sie alle nicht. Angesichts der unzähligen Helden und Schurken im Marvel Universum ist es zugegebenermaßen extrem schwierig einen Charakter zu erschaffen, den es so oder so ähnlich nicht schon einmal gegeben hat oder gibt. Aber mal ehrlich- nach Quicksilver und Northstar noch ein superschneller Mutant? Dazu eine blauhäutige Frau mit roten Haaren, die praktischerweise auch nackt herumlaufen kann, ohne dass man „was sieht“ (der Fanboy freut sich). Der Rest setzt sich zusammen aus dem Bruder von Wild Child aus Age of Apocalypse, dem unehelichen Kind von Iceman und Firestar und (möglicherweise) dem asiatischen Cousin von Multiple Man. Noch dazu sprechen anscheinend alle fließend Englisch und sehen auch ganz passabel aus. Da hat Marvel wirklich Mut bewiesen! Nun gut, vielleicht ist das alles auch Absicht, schließlich trägt Hope ja so etwas wie die Blaupause für sämtliche Mutanten- Fähigkeiten in sich. Bleibt abzuwarten, was Autoren und Zeichner mit den neuen Charakteren so anstellen werden.

Ein weiterer Knackpunkt des vorliegenden Heftes sind die Zeichnungen von Whilce Portacio. Der Mann, der seine Karriere bereits Mitte der 80er begann, fiel 2000 in ein diabetisches Koma. Dessen Folgeschäden waren so gravierend, dass er Wochen brauchte, um wieder einen Stift und halten zu können und letztendlich Jahre um sein altes künstlerisches Niveau zu erreichen. Schön für ihn, dass er in der Industrie wieder Fuß fassen konnte, weniger schön für den Leser. Portacio ist zwar beileibe kein schlechter Zeichner, aber eben auch kein besonders guter. Immer wieder fallen einem verschobene Proportionen, vor allem bei den Gesichtern, die wenig abwechslungsreiche Mimik der Charaktere und die recht detailarmen Hintergründe unangenehm auf. Colossus wie einen Chinesen aussehen zu lassen ist in der Tat eine Leistung!

Den Abschluss des Heftes bildet der One- Shot Im Blut um Alison Blaire alias Dazzler, Ex- Sängerin, Ex- Schauspielerin, Ex- Modell, Ex- alles- mögliche und Mutantin mit der Fähigkeit, Schall in Licht umzuwandeln. Ihre Entstehungsgeschichte ist reichlich bizarr und origineller als der Charakter selber. Zwar trat sie das erste Mal 1980 in Uncanny X-Men 130 in Erscheinung, Autor Chris Claremont und Zeichner John Byrne sind aber mitnichten ihre Schöpfer. Ursprünglich war Dazzler Ende der 70er als Kooperation zwischen Marvel und einer Plattenfirma namens Casablanca Records geplant. Sie sollte das werden, was man heutzutage ein „Cross- Media- Project“ nennen würde: neben einer Comicserie sollte es richtige Musikalben, eine Live- Action- Fernsehserie und sogar einen Spielfilm geben. Aus den hochtrabenden Plänen wurde zwar nichts, weil sich die Plattenfirma nach längerem Hin und Her zurückzog. So wurde Dazzler schließlich doch ein gewöhnlicher Teil der X-Men Franchise, aber ihre Ursprünge erklären zumindest ihre damalige, inzwischen berühmt- berüchtigte Aufmachung als blondgelockte Discoqueen. In der Tat hat an kaum einem anderen Superheldenkostüm so gnadenlos der Zahn der Zeit genagt wie an Dazzlers glitzerndem Discoanzug mit Schlaghosen, Rollschuhen und blauem Augen- Makeup. Obwohl Alison auch in späteren Inkarnationen und in wechselnden Teams in Erscheinung trat, liegt ihre Hochzeit in den 80ern, als sie immerhin 42 Ausgaben lang ihre eigene Serie hatte.

Um an der vorliegenden Geschichte echten Spaß zu haben, sollte man auch schon seit damals Comics lesen, denn hier werden unglaublich viele Charaktere aus den Archiven hervorgekramt, einer obskurer als der andere, darunter Dazzlers Halbschwester Lois London alias Mortis. Die Mutantin hat die unheilvolle Fähigkeit, durch bloße Berührung töten zu können und zeigte sich erst kürzlich in Necrosha an Selenes Seite, nach dem sie jahrzehntelang von der Bildfläche verschwunden war. Gegen Alison und Lois wirken die zickigen Mastermind- Töchter wie ein Ausbund an geschwisterlicher Verbundenheit! Wie auch immer, Im Blut ist allemal nette Unterhaltung und ein Fest für beinharte Dazzler Fans- irgendwo wird’s schon welche geben.



Fazit:

Die Suche nach den Fünf Lichtern und Whilce Portacios Zeit als Zeichner gehen zum Glück ihrem Ende entgegen, denn mehr als solide Unterhaltung bietet das vorliegende Heft nicht- aber auch nicht weniger. Die Zusatzgeschichte um Dazzler wird nur wahre Fans dieses Charakters in Verzückung versetzen und ist ansonsten eher überflüssig.



X-Men 126 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

X-Men 126

Autor der Besprechung:
Anne-Sophie de Millas

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 5,95

100 Seiten

Positiv aufgefallen
  • recht spannend
  • Terry Dodson zeichnet tolle Cover
Negativ aufgefallen
  • durchschnittliche Zeichnungen
  • neue Mutanten sind eher enttäuschend
  • ziemlich unnötige Zusatzgeschichte
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
5
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 21.09.2011
Kategorie: X-Men
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