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Comic-Besprechung - Miss Marple 2 - Liebe, Mord und Flitterwochen

Geschichten:
Miss Marple 2 - Liebe, Mord und Flitterwochen
Autor / Zeichner: U-Jin


Story:
Immer noch kommen dem jungen Eheglück Mordfälle in die Quere. Tsukimi hilft ihrem Mann, dem Polizisten Taiyo, anonym unter dem Namen Marple, damit er schnell die Fälle abschließen und in das heimische Bett zurückkehren kann.


Meinung:
Alles was die Mangaserie Miss Marple – Liebe, Mord und Flitterwochen schon im ersten Teil ausmachte, wird im zweiten Band  beibehalten. Sowohl zum Guten wie auch zum Schlechten. So wurde hier schon bemängelt das die Benutzung des immer gleichen Schemas auf Dauer etwas langweilig wird. In der Tat stellen sich gerade hier einige erste Ermüdungserscheinungen ein. Da will das frisch getraute Pärchen Sex haben oder zumindest miteinander die Zeit verbringen und schon wieder kommt ein Mordfall dazwischen. Während der Ehemann ermittelt, sammelt seine Frau Fakten, gibt ihm anonym Hinweise, mit denen er den Täter fassen und zurück in das eheliche Bett kommen kann. Dieses Grundmuster wird hier nur insofern etwas aufgeweicht, da nicht mehr ein Fall pro Kapitel vorherrscht, oder maximal zwei, sondern sich nun über mehrere erstreckt.

Leider hapert es da etwas an der Logik. So ist es nicht sonderlich wahrscheinlich, dass Kollegen von Taiyo dessen Frau einfach Infos zukommen lassen. In einem Fall ist es nachvollziehbar, da Tsukimi mit einer leichten Erpressung droht, aber das andere am Telefon Nachrichten delikaten Inhalts ausrichten lassen, erscheint unwahrscheinlich. Demnach wirkt manches bemüht und schon im zweiten Teil ist man deutlich an die Grenzen der selbstgewählten Schemata gelangt. Zudem verpufft ein Fall im Nichts. Die Ausgangssituation wird erklärt, aber wer der Mörder ist und worin seine Motive liegen, kommt bei dem „obszönen Paarmord“ nicht vor.

Zwar sind die Morde ansonsten durchaus knifflig und man fragt sich wie die Lösung aussehen mag, aber trotz der räumlichen Erweiterung auf mehrere Kapitel sind es nicht die Ermittlungen und die Fälle an sich, die mehr Platz bekommen. Stattdessen gibt es sehr viel mehr und vor allem ausführlichere Sexszenen. Es geht gerade in der Hinsicht etwas härter, sprich expliziter, zur Sache. So ist es hier deutlich mehr dem Porno zuzurechnen als der Erotik. Erotik entsteht meist aus Situationen und lebt von der Spannung zwischen zwei Figuren. Hier steigt man direkt in das Bett und die Zeichnungen zielen eindeutig auf die Erregung des Lesers oder der Leserin hin.

Wie bekannt sein dürfte, ist es in Japan verpönt die primären Geschlechtsorgane zu zeigen. Stattdessen werden sie symbolisch sublimiert oder mit Andeutungen und noch öfter mit Aussparungen ersetzt. Hier bekommen die Geschlechtsteile Symbole, die durchaus witzig sind. So ist hier das männliche Glied ein Fisch und die Scheide der Frau eine Muschel. Eine schöne, passgenaue Kombination welche die Traumsymbolik im Sinne eines Sigmund Freud gut einbaut. Insgesamt ist das hier aber eher ein frivoler Spaß und ähnelt mehr einem Quickie als einer Orgie.


Fazit:
Das immer gleiche Schema gerät hier deutlich an seine Grenzen und ist nicht immer logisch. Die Mordfälle sind zwar knifflig, aber statt der kriminalistischen Auflösungen haben die Sexszenen deutlich mehr Raum bekommen.

Miss Marple 2 - Liebe, Mord und Flitterwochen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Miss Marple 2 - Liebe, Mord und Flitterwochen

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Planet Manga

Preis:
€ 7,99

ISBN 10:
3957983479

ISBN 13:
978-3957983473

188 Seiten

Positiv aufgefallen
  • knifflige Mordfälle
  • Charme
Negativ aufgefallen
  • immer gleiche Schema kommt an seine Grenzen
  • mehr Sex als Krimi
  • nicht immer logisch
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Rezension vom: 10.08.2015
Kategorie: Mangas
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