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Comic-Besprechung - Conquest 1: Islandia

Geschichten:
Conquest 1: Islandia
Autor: Jean-Luc Istin, Zeichner: Zivorad Radivojevic, Colorist: Eber Evangelista


Story:
Die Menschheit musste die Erde verlassen. Sie teilt sich in 5 Kolonien auf die in die Weite des Weltalls reisen, um fünf verschiedene fremde Planeten zu besiedeln. Nur sind diese bereits bewohnt, so dass sie erobert werden müssen. Dabei ist Islandia nicht gerade der freundlichste: dicht bedeckt von Schnee und Eis gibt es nur geringen möglichen Lebensraum. Zwar sind die Einwohner freundlich, doch geheimnisvolle Anschläge lassen die Situation schnell eskalieren.


Meinung:

Es ist wahrlich ein neuer Trend das Serien pro Band in sich abgeschlossene Geschichten erzählen, dabei aber nicht einem Helden folgen, sondern die Serie an sich ein Oberthema hat, welches in den einzelnen Ausgaben von wechselnden Kreativteams variiert wird. Gerade Jean-Luc Istin hat in den letzten Jahren vieler solcher Serien konzipiert und teils auch als Autor verfasst.

Die neue Science-Fiction-Serie Conquest besitzt als übergeordnetes Thema die Eroberung von neuem Lebensraum im Weltall. Auf fünf Bände angelegt, werden von fünf Armadas erzählt die jeweils auf verschiedenen Planeten landen. Dabei ist der erste Band, Islandia genannt, kein einziges Actionspektakel in dem geschildert wird wie eine außerirdische Invasion vonstattengeht und sich die Bewohner des Planeten wehren. Nur diesmal mit umgekehrten Vorzeichen, da die Menschen die Invasoren sind. An sich also schon ein interessantes Konzept, weil ein bewährtes Muster mal auf den Kopf gestellt wird. Insofern macht das Thema der Serie schon neugierig, auch wenn es zunächst nicht nach viel klingt. Aber Islandia ist ein sehr starker Auftakt und vermag nicht nur als Einzelband zu überzeugen, sondern macht auch auf die folgenden Ausgaben neugierig. Allein schon um festzustellen ob das hohe Niveau gehalten werden kann.

Dabei wirkt die Story wie ein Konglomerat aus bekannten Versatzstücken. Schon die ersten Seiten sind ein deutliches Zitat aus dem berühmten Klassiker von Stanley Kubrick 2001 wenn man den schwarzen Monolithen sieht. Nur auch hier mit umgekehrten Vorzeichen versehen was sich erst am Ende entpuppen wird. Die nächste Szene wenn man die attraktive Heldin aus einem Kälteschlaf erwachen sieht, denkt man unwillkürlich an Alien und man erwartet schon fast das Monster um die Ecke lugen zu sehen. Aber auch hier wird das umgangen, denn man folgt den physischen und psychischen Folgen was der Kälteschlaf mit dem Organismus macht. Dann wird einem die Story klar und die Konflikte auf dem Schiff verhärten sich. Man ahnt, dass es nicht gut gehen kann, denn die Einwohner von Islandia sind friedliche und naturverbundene Lebewesen die nicht nur an die Indianer erinnern, sondern man hat eben auch Avatar gesehen. Immer wieder erinnert man sich an andere Comics oder Filme. Aber Conquest ist keine Zitatensammlung, denn immer wieder nimmt sich der Band Zeit, um eine Komplexität aufzubauen was manchmal einfach nur durch Andeutungen auf die Vergangenheit geschieht. Die Charaktere sind nicht einfach gestrickt und die Handlung hat viele verschiedene Facetten die immer wieder überraschende Wendungen nimmt. Dadurch ergibt sich das Paradox, dass trotz einer hohen Komplexität die Erzählung dennoch knackig ist, da permanent etwas passiert und es an keiner Stelle langweilig wird.

Und die ganzen Zitate, Anspielungen, Referenzen machen es zu einem einzigen postmodernen Erlebnis was wieder gut zu dem Thema passt. Und dass die Armada aus dem europäischen Norden stammt, die Schiffe und Codenamen aus der nordischen Mythologie entlehnt sind, machen die Raumfahrer zu modernen Wikingern. Schritt für Schritt offenbaren sich hier Facetten, Enthüllungen, Fragen und Antworten die einen packen.

Dazu kommen noch die hervorragenden Zeichnungen die nicht nur überwältigende Panoramalandschaften entwerfen können, sondern durchaus in der Lage sind dynamische Actionszenen als auch ein differenziertes Mienenspiel der Figuren zu vermitteln und die Leserschaft ohne Probleme in diese fremde Welt ziehen kann. Eine äußerst positive Überraschung.


Fazit:
Eine äußerst positive Überraschung. Komplex und doch stringent erzählt, sehr gelungene Zeichnungen mit Raum für die eigene Phantasie, viele Subthemen, Verweise und vertiefte Charaktere. Zugreifen.

Conquest 1: Islandia - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Conquest 1: Islandia

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 18,00

ISBN 10:
3962193812

ISBN 13:
978-3962193812

80 Seiten

Positiv aufgefallen
  • komplexe Handlung und Charaktere
  • atmosphärische Zeichnungen
  • viele Wendungen
  • guter Subtext
  • Action und Spannung
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 17.03.2020
Kategorie: Alben
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