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Comic-Besprechung - Superman: Das erste Jahr 1

Geschichten:
Superman: Das erste Jahr 1 (Superman Year One 1)
Autor: Frank Miller, Zeichner: John Romita Jr., Inker: Danny Miki, Colorist: Alex Sinclair


Story:
Als der Planet Krypton explodiert gelingt es einem Wissenschaftler und seiner Frau noch, ihr Baby Kal-El in einer Rakete zur Erde zu schicken. Dort entdeckt ihn Jonathan Kent der mit seiner Frau Martha das Baby aufnimmt. Der Clark getaufte Junge hat aber besondere Fähigkeiten die er immer wieder zügeln muss, um nicht aufzufallen. Was ihm insbesondere beim Schulsport schwerfällt. Erst recht als er und seine Freunde gemobbt werden. Kann er seinen Impulsen widerstehen?

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Ähnlich wie damals Marvel Max, erlaubt es DC nun mit seinem Black Label nicht nur Horrorstorys zu erzählen. Oder sogar sehr viel härtere Geschichten mit mehr Finsternis. Stattdessen ermöglicht es dieses Label den Autoren und Zeichnern Geschichten bekannter Helden losgelöst von der Kontinuität zu erzählen. Sie genießen dabei kreative Freiheit, können ihren Stil anwenden und bekannte Ikonen erproben die dadurch sehr frisch wirken.

Nach Batman: Damned und Harleen, die doch recht düster waren, wundert es ein bisschen das nun ausgerechnet der strahlendste Held von allen, nämlich Superman, auch seine dreibändige Miniserie im Black Label erhält. Aber Fans können beruhigt sein: der Kern wird kaum verändert, aber auf eine realistische Ebene geholt, was die Geschichte etwas härter wirken lässt, weil man kaum fantastische Elemente hat die eine Barriere zu der Leserschaft aufbauen.

Superstar Frank Miller, der in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat und eigentlich nur noch von seinem Ruhm zehrte, erzählt hier die Kindheit und Jugend Supermans noch einmal neu. Aber ist das notwendig? Die Herkunftsgeschichte ist sattsam bekannt und gibt es wirklich noch etwas Neues was hier berichtet werden kann? Ja, tut es. Miller siedelt seine Geschichte in dem von ihm geschaffenen Universum von „Der Dunkle Ritter kehrt zurück“ an. Dabei ist das eigentlich gar nicht nötig, denn zumindest der Auftakt nimmt darauf keinen Bezug. Die kreative Freiheit nimmt er sich vor allem in Details und legt Wert auf einen größeren Realismus. So etwa als Jonathan Kent das außerirdische Baby findet, so wird er geistig manipuliert das Kind aufzunehmen. Aber das Aufwachsen im ländlichen Kansas mit der Vermittlung grundamerikanischer Werte ist beibehalten und darf eigentlich nicht verändert werden, da so der Kern des Charakters zerstört werden würde. Was neu ist, und besonders spannend, ist der Fokus auf das Coming of Age. Clark muss sich anpassen, seine Kräfte zügeln, will aber seine Identität erforschen und sich entfalten, offenbaren. Im Grunde also wie jeder Teenager. Da er anders ist als andere, schließt er sich den Außenseitern der Schule an. Hier wird das Thema Mobbing eingebaut und Clark entwickelt als Opfer sein Unrechtsbewusstsein. Doch wie kann er gegen die Mobber vorgehen ohne sie zu verletzen oder sich zu verraten? Immer wieder droht Clark Opfer seiner Impulse zu werden und muss immer wieder das Einhalten seiner Kräfte üben. Sowohl im täglichen Umgang als auch beim Sport. Zudem ist er bedrückt weil er das Gefühl hat niemals der sein zu können der er sein will. Auch das ist wohl jedem aus der Seele gesprochen.

Erst in seiner ersten großen Liebe, Lana Lang, kann er sich offenbaren, sich geben wie er wirklich ist und dass das Black Label sich mehr an Erwachsene richtet wird deutlich, das Clark und Lana Sex haben. Der wird zwar nicht gezeigt, es ist aber kaum verheimlicht. Insgesamt ist dieser Auftakt keine Actiongeschichte was wohl einige Fans enttäuschen dürfte, aber ein sehr gutes weil glaubwürdiges Psychogramm mit einem überraschenden Schluss welches von Superstar John Romita Jr. sensibel bebildert worden war mit einer hervorragenden Paneleinteilung.


Fazit:
Ein starkes Psychogramm mit sensiblen Zeichnungen. Actionfans werden kaum auf ihre Kosten kommen, aber so realistisch wurde die Jugend von Superman wohl noch nie erzählt.


Superman: Das erste Jahr 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Superman: Das erste Jahr 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,99

ISBN 10:
3741614998

ISBN 13:
978-3741614996

76 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Realismus
  • Identifikationsmöglichkeit für heutige Jugendliche
  • starkes Psychogramm
  • sensible Zeichnungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 18.06.2020
Kategorie: Superman
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