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Comic-Besprechung - Heroes Reborn

Geschichten:

Heroes Reborn (Heroes Reborn 1-7, Heroes Return 1)
Autor: Jason Aaron, Zeichner: Erica D`Urso, R. M. Guera, Dale Keown, Aaron Kuder, Carlos Magno, Ed McGuiness, James Stokoe, Federico Vicentini, Inker: Erica D`Urso, R. M. Guera, Scott Hanna, Aaron Kuder, Carlos Magno, Mark Morales, James Stokoe, Federico Vicentini, Colorist: Giulia Brusco, Edgar Delgado, Jason Keith, Matt Milla, James Stokoe, Dean White, Matthew Wilson



Story:

Blade erwacht eines Morgens in einer Welt in der sich niemand an die Avengers erinnern kann. Der einstige Shield-Agent Coulson sitzt als Präsident im Weißen Haus. Was an sich schon erstaunlich ist, da er von Deadpool getötet worden war. Hat vielleicht die allgegenwärtige Verehrung von Mephisto damit zu tun? Doch die Erde ist nicht ohne Helden, denn die Squadron Supreme wacht. Allerdings mit einer ungezügelten Brutalität. Blade macht sich auf die Suche nach den Avengers, um die Dinge gerade zu biegen.



Meinung:

In dem dicken Paperback ist das Event Heroes Reborn komplett enthalten. Und bevor sich jetzt bei dem Wort „Event“ die ersten Fluchtbestrebungen bemerkbar machen, muss man doch vermerken das hier ein gelungeneres vorliegt.  Auch wenn es etwas so wirkt, dass sich Autor Jason Aaron dafür rächen wolle dass er nicht für DC schreiben darf, sondern bei Marvel ist. Das Hulk hier wie Supermans Gegner Bizarro wirkt ist noch eine der kleinsten Anspielungen.

Doch zunächst muss kurz auf den Inhalt eingegangen werden: Blade erwacht eines Morgens in einer  veränderten Welt. Niemand außer ihm scheint sich an die Avengers zu erinnern. Und um die Dinge in einem proto-faschistischen Amerika zu richten, macht er sich auf die Suche nach den Avengers. Das Land wird unterdessen von der Squadron Supreme geschützt die gnadenlos und brutal das Recht auch international und universell durchsetzen. Dabei ahnen die Helden nicht, dass sie nur die Marionetten von Präsident Coulson sind. Ja, genau der Shield-Agent aus der TV-Serie der von den Toten auferstanden ist und mit Hilfe von Mephisto nun die Macht innehat. Das allerdings die Squadron Supreme mal wieder geistig manipuliert wird, ist ein alter Hut und ist im Grunde immer ein Bestandteil mit Geschichten um die Truppe. Schade, dass Aaron auf dieses Klischee zurückgreift. Aber es gelingt ihm dennoch ein Kniff und zeigt auf, dass zumindest ein Mitglied um die Manipulation weiß, es aber hinnimmt weil es dem Anliegen dient.

Die ersten Kapitel stellt immer ein Mitglied der Squadron in den erzählerischen Mittelpunkt. Das macht den Event erträglich da hier nicht das aufgeblasene Effektgewitter, sondern die Charaktere im Mittelpunkt stehen. Zudem ist es eine What If Geschichte welche vertraute Charaktere völlig anders erscheinen lässt, was seinen großen Reiz hat. Und es wird mehr als deutlich, dass die Squadron Supreme eine Kopie der Justice League von DC ist. Hier sind sie übersteigert und als Anti-Helden verkehrt die ungleich brutaler sind. Hyperion ist Superman der zwar für die amerikanischen Ideale einsteht, aber keine anderen Sichtweisen akzeptiert und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Blur ist ein selbstverliebter Flash der ADHS hat. Doctor Spektrum ist ein Green Lantern Verschnitt bei dem das amerikanische Sendungsbewusstsein deutlich in den Faschismus verdreht ist und der im Grunde alle außerirdischen Rassen verachtet. Power Princess ist Wonder Woman, die nur zufrieden ist wenn sie kämpft und tötet. Und dann noch Nighthawk als faschistoider Batman, ein Meisterdetektiv der in Marvels Arkham Asylum Klon Ravencroft so brutal gegen die Insassen vorgeht das es schon weh tut zuzusehen. Hier erinnern auch die Schurken an Spiegelbilder von Batmans Gegnern.

Wer wissen will wie die Justice League agieren würde, wenn man sie von der Leine lassen würde, kann es hier beobachten und hat dabei durchaus seinen Spaß. Das Sendungsbewusstsein und der fehlgeleitete Patriotismus der Squadron Supreme haben durchaus kritische Anleihen an Trump und seine Anhänger. Man kann hier also durchaus einen politischen Subtext, eine Warnung herauslesen was dem ganzen einen Unterton gibt, der einem Unbehagen bereiten kann.

Die Auflösung des ganzen Geschehens geschieht dann leider etwas zu abrupt und Aaron braucht nur ein Kapitel, aka ein US-Heft, um den Status Quo wieder herzustellen was etwas unbefriedigend ist. Aber die What If Momente, das Verdrehen der Charaktere, der politische Subtext und die gelungenen Zeichnungen machen den Event zu einem der besseren der letzten Jahre. Es gelingt sogar noch etwas grimmigen Humor einzubringen, etwa wenn Thor nicht einen Stock auf den Boden schlägt, um den damit in Mjöllnir und sich selbst in Thor zu verwandeln, sondern dafür einen Met-Becher auf die Theke haut.  Sehr lesenswert.



Fazit:

Sehr lesenswert da trotz des Event-Charakters die Charaktere im Mittelpunkt stehen und sogar ein politischer Subtext vorhanden ist. Nur das abrupte Ende enttäuscht etwas.



Heroes Reborn - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Heroes Reborn

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 28,00

ISBN 10:
3741628719

ISBN 13:
‎ 978-3741628719

244 Seiten

Positiv aufgefallen
  • politischer Subtext
  • dunkles Spiegelbild Justice League
  • interessante Charakterisierung
  • trotz Action Charaktere im Mittelpunkt
  • What If Momente
Negativ aufgefallen
  • abruptes Ende
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Rezension vom: 14.09.2022
Kategorie: Avengers
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