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Comic-Besprechung - Roland, Ritter Ungestüm 6: Neue Edition

Geschichten:

Roland, Ritter Ungestüm: Neue Edition 6
(Der Bogen des Saka, Yama, Prinzessin von Alampur, Die Rückkehr nach Rotteck)
Autor / Zeichner / Colorist: Francois Craenhals



Story:

Roland ist verbittert, ja sogar depressiv. Schließlich wurde seine geliebte Gwendoline von deren Vater, König Artus, mit einem Fürsten der Rus verheiratet. Ziellos streift Roland durch die Welt bis er in der mongolischen Steppe in eine Intrige um die Thronherrschaft gerät. Doch die junge Oljuschka ist ihm gefolgt und gemeinsam gründen sie eine Karawanserei. Als von dort eine indische Prinzessin entführt, kann Roland das nicht auf sich setzen zu lassen und macht sich anderen Befreiung. Als er sich durch die Geschehnisse emotional wieder gefestigt fühlt, macht er sich auf den Rückweg nach Rotteck wo er allerdings direkt in eine Intrige von König Artus gerät.



Meinung:

Eine Angabe auf dem Backcover des sechsten Bandes der Gesamtausgabe von Roland, Ritter Ungestüm ist etwas irritierend. Hier wird behauptet, dass die drei enthaltenen Abenteuer deutsche Erstveröffentlichungen sind. Es ist zwar richtig das Der Bogen des Saka, Yama, Prinzessin von Alampur und Die Rückkehr nach Rotteck nie als einzelne Abenteuer auf Deutsch erschienen sind. Aber sie waren schon in der alten Gesamtausgabe der Serie enthalten. Entweder hat man einfach den Text des Backcovers der Erstveröffentlichung übernommen oder man wusste nicht mehr was man selber veröffentlicht hatte. Wenn man die Irritierung überwunden hat, so dürften Fans eh zugreifen wenn sie die bisherige Gesamtausgabe verpasst haben sollten, da sie die Geschichten ansonsten nicht kennen können. Nur muss man sich weiterhin darauf einstellen, dass hier weiterhin keinerlei redaktionelle Zusatzbeiträge enthalten sind. Es gibt einzig die Cover der Erstveröffentlichungen.

Leider wird dieser erste schmälernde Eindruck noch auf der ersten Seite des eigentlichen Comics verstärkt da hier schon ein erster zeichnerischer Schnitzer vorkommt. So verschwindet auf der Seite ab und an das Packpferd von Roland. Gut, bei dem zentralen Bildteil ist es wegen des Effekts nötig, aber in den anderen Anordnungen ist es mehr als fahrlässig. Ansonsten wirken die Zeichnungen etwas müde. Zwar gibt es nicht mehr so grobe Fehler wie beim Einstieg, aber auch keine besonderen Ideen. Hatte Francois Craenhals bislang immer auch leichte psychedelische Effekte oder Szenen reingebracht, was Roland zeichnerisch gegenüber anderen Abenteuerserien hervorhob, so kommen die hier überhaupt nicht mehr vor. Insofern ist es zeichnerisch alles sehr solide und gefällig, hebt sich aber nicht mehr hervor. Auch sind die Gesichter manchmal selbst bei den Hauptfiguren nicht sorgfältig gestaltet. Manchmal verschwimmen sogar die Züge von Roland und ab und an gibt es Perspektivfehler. Etwa wenn eine junge Frau neben dem sitzenden Roland steht, aber deutlich zu klein wirkt. Zeichnerisch können diese Bände also keineswegs mit den Anfängen der Serie mithalten.

Inhaltlich haben sie durchaus ihren Reiz. Roland ist verbittert und depressiv, trägt sich sogar mit dem Gedanken an Selbstmord, da seine geliebte Gwendoline im letzten Band mit einem Fürsten der Rus, ironischerweise auch noch ein Freund von Roland, verheiratet worden ist.  Roland ahnt aber nicht, dass jemand seine schützende Hand über ihn hält und das Abenteuer in der mongolischen Steppe ist durchaus spannend wenngleich es auch etwas an Die goldene Harfe erinnert. Das Abenteuer in Indien ist etwas wortlastig ausgefallen und gerade das Finale ist eher im Dialog aufgelöst denn in Action. Aber in den beiden Abenteuern überzeugt das Setting und man fühlt sich solide unterhalten.

Die beiden Abenteuer haben Roland von seinem Leid abgelenkt und er macht sich auf den Rückweg zu seinem Lehen wo er direkt wieder in eine Intrige von Artus gerät. Das wird nicht nur spannend, sondern auch höchst dramatisch und man kann sich emotional voll und ganz in Roland hineinversetzen. Hier steht weniger ein Abenteuer, sondern die Charaktere im Vordergrund und ist gerade in der Intimität von großer Wucht. Hier erklärt sich Roland selber auch als besiegt und er ist es müde geworden. Auch wenn ihm einige Wege von Artus offen gehalten werden, hatte der König diesmal aber durchaus mit seiner Intrige Erfolg. Allein wie es hier mit den Figuren weitergehen mag, ist es schon wert auf den nächsten Band zu warten. Allerdings sind die Ermüdungserscheinungen unübersehbar geworden.



Fazit:

Zeichnerisch sind deutliche Ermüdungserscheinungen festzustellen, aber die Abenteuer wissen durchaus zu unterhalten. Vor allem die dritte Geschichte besitzt eine emotionale Kraft die einen mitreisst.



Roland, Ritter Ungestüm 6: Neue Edition - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Roland, Ritter Ungestüm 6: Neue Edition

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 25,00

ISBN 10:
3966587734

ISBN 13:
978-3966587730

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • emotionale Kraft des dritten Abenteuers
  • vielschichtige Charaktere
  • gutes Setting
Negativ aufgefallen
  • Schwächen und Fehler in den Zeichnungen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 24.10.2022
Kategorie: Roland Ritter Ungestm
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