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Comic-Besprechung - Geiger 1

Geschichten:

Geiger 1 (Geiger  1-6)
Autor: Geoff Johns, Zeichner: Gary Frank, Colorist: Brad Anderson



Story:

Tariq Geiger ist ein arabischstämmiger Amerikaner der an Krebs erkrankt ist. Er erklärt sich bereit für eine experimentelle Therapie, um den Krebs zu besiegen. Doch als ein Atomkrieg losbricht, kann er zwar seine Familie in den Bunker bringen, wird selber aber verstrahlt. Doch Tariq überlebt und hat sogar an Stärke  gewonnen, da er Strahlung aufnehmen kann. Wenn er die aber nicht kontrolliet, kann sie verheerende Auswirkungen haben. Jahre später bewacht er immer noch den Bunker bis es für seine Familie wieder sicher genug ist, ihn zu verlassen. Doch als Geiger in einen Krieg zwischen Clans hineingezogen wird, muss er eine furchtbare Entdeckung machen.



Meinung:

Es ist schon recht überraschend, dass der amerikanische Star-Autor Geoff Johns mit diesem Projekt zu Image gewechselt hat. Eigentlich ist ein Verlagswechsel eines Autors nicht unbedingt eine Neuigkeit, aber bei Johns ist es schon bemerkenswert, schließlich ist er der leitende Kopf bei DC und verantwortet die redaktionelle Ausrichtung nicht nur der Comics, sondern hat auch die verschiedenen TV-Serien im Blick. Im Nachwort erklärt er es aber selber. Bei DC arbeitet er mit bereits bestehenden Charakteren die aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Fanbasis in Konturen fest umrissen sind. Er wollte aber nun neue Helden entwickeln die nicht in einen bestehenden Heldenkosmos eingebettet werden müssen. Und so ging er zu Image und dessen Imprint Mad Ghost. Den Namen des Imprints hätte man auch glatt für einen Serientitel halten können. Um es noch verwirrender zu machen, gibt es eine kleine Box welche den Band zu dem Universum Die Ungenannten zählt, welche nun etabliert und geschaffen werden sollen. Der erste Band von Geiger ist also Teil des zu entwickelnden Kosmos der Ungenannten im Imprint Mad Ghost des Image Verlages.

Der Name des Helden und der Serie Geiger ist natürlich eine Symbolik mit dem Holzhammer da er direkt dem Geigerzähler entlehnt ist, welcher bekanntlich die radioaktiven Werte misst.  Die Story hat man in der Form auch schon tausendfach gelesen und verdient keinen Innovationspreis. Mad Max lässt grüßen und alle postapokalyptischen Szenarien sind im Grunde schon ausgelutscht.  Es kam zu einem Atomkrieg, was natürlich aktuelle Ängste aufgreift, und der Held wurde verstrahlt. Allerdings starb er nicht, sondern speichert atomare Energie und erinnert optisch etwas an einen Superschurken des DC Kosmos. Denn wenn er strahlt, sieht man sein Skelett. Geiger ist ein Einzelgänger der einen Bunker beschützt in dem seine Familie ausharrt bis es sicher genug ist, den Bunker zu verlassen. Doch wird Geiger in einen Krieg hineingezogen in dem sich verschiedene Clans, auch nichts neues in der Postapokalypse,  befehden und auch der Rest der US-Regierung spielt da eine Rolle. Hauptsächlich will Geiger aber ein junges Geschwisterpaar schützen welches ihm begegnet.

Neu ist die Story also nicht gerade, aber es gibt doch in den einzelnen Facetten spannende Aspekte. So ist Tariq Geiger arabischstämmig und zumindest etwas kommt der ihm entgegengebrachte Rassismus zur Sprache. Zudem hat er kein höher gelegtes Ziel, sondern will einzig seine Familie oder seine Wahlfamilie beschützen und anstatt Benzin, Wasser oder anderes zu suchen ist seine einzige Quest gute Bücher zu erlangen.

Ein wahrer Hingucker sind natürlich auch die Zeichnungen von Gary Frank die einen in dem naturalistischen Stil gut in die Apokalypse versetzen. Leider passen aber die gezeichneten Emotionen nicht immer zu der Situation und dem Dialog. Die Mimik wirkt mitunter zu aggressiv. Nuancen sind anscheinend nicht sein Ding. Aber zusammen mit der Farbgebung merkt man deutlich wie sehr er von Richard Corben beeinflusst worden ist, weswegen hier auch etwas der Hauch von DEN mitgeistert.

Innovativ ist hier also wirklich nicht viel und es gibt einige Schwächen. Doch durch das Flair und die Zeichnungen macht die Lektüre Spaß, aber ein großes Werk ist es nicht. Ob es ausreicht, einen eigenen Heldenkosmos zu entwerfen, wird sich noch erweisen müssen. Die nächste angekündigte Geschichte um einen hier schon auftretenden Roboter lässt jedenfalls nichts Positives erwarten.



Fazit:

Die Serie gewinnt gewiß keinen Innovationspreis. Dafür ist hier zu vieles schon bekannt und altbekanntes wird neu aufgekocht. In einzelnen Facetten interessant macht die Lektüre dennoch Spaß auch wenn zeichnerisch die Nuancen misslingen.



Geiger 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Geiger 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 25,00

ISBN 10:
3966587696

ISBN 13:
978-3966587693

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • einzelne Facetten interessant
  • Setting und Atmosphäre
  • plastische, naturalistische Zeichnungen
  • Action und Drama
Negativ aufgefallen
  • viele Klischees und altbekanntes aus der Postapokalypse
  • gezeichnete Mimik passt nicht immer zu den Emotionen
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Rezension vom: 26.10.2022
Kategorie: Hefte
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