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Comic-Besprechung - Die Blüte von Paris

Geschichten:

Die Blüte von Paris 
Autor und Künstler: Gaëlle Geniller

 



Story:

Die Blüte ist eines der vielen besonderen Cabarets, die zu Anfang der 1920er Jahre in Paris die sensationshungrigen Menschen zu sich locken. Bisher nur ein Geheimtipp, so besitzt das Etablissement jedoch auch eine Besonderheit: Rose ein junger Mann von neunzehn Jahren, der wie die Mädchen auf der Bühne tanzt.

In ähnlich extravaganten Outfits wie die anderen verzaubert er die Gäste durch seine Auftritte, vor allem aber Aimé einen Millionär, der bisher vom Leben gelangweilt war, nun aber aus seiner Lethargie gerissen wird. Und von da an unterstützt er Rose auf der Suche nach der eigenen Identität unabhängig vom eigenen Geschlecht.

 



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Und genau das ist es, was die Geschichte auszeichnet, denn die Künstlerin erzählt keine billige Geschichte um Leidenschaft und Sex, sondern bleibt auf einem feinfühligen Niveau, in dem genau diese Dinge nur eine untergeordnete Rolle spielt. Denn Aimé sieht in dem jungen Mann kein Lustobjekt, sondern etwas ganz anderes.

Auch Rose selbst empfindet weniger Lust. Ein wenig naiv, aber auch feinfühlig folgt er seiner Leidenschaft zu Tanzen mit einer unschuldigen Reinheit, die nicht dazu dient, andere zu verführen, sondern für den Moment zu verzaubern und in eine andere Welt zu locken.

Die Geschichte selbst wird feinfühlig und lebensnah erzählt, tatsächlich fängt die Künstlerin das Lebensgefühl der zwanziger Jahre gelungen ein, in denen es zumindest in den Cabarets eine Zeit lang möglich war, Diversität offen zu zeigen und ungezwungen damit umzugehen. Dadurch fühlt sich die Handlung einfach glaubwürdig und gut an.

Und Rose ist ein ganz besonderes und damit nicht minder interessantes Rollenmodel, nämlich ein junger Mann, der es liebt wie eine Frau aufzutreten ohne jedoch danach zu streben, eine sein zu müssen. Einfach die und der zu sein, der er ist. Immerhin findet er in Aimé einen Gönner, der ihm dabei hilft und ihn immer wieder unterstützt – ein wahrer Seelengefährte, der genau das sieht, was Rose ist.

 



Fazit:

Die Blüte von Paris ist eine liebenswerte und feinfühlige Geschichte, die Diversität auf eine glaubwürdige und lebensnahe Art lebt und zeigt, wie vielschichtig das Leben und die Menschen sein können, ohne es auf die üblichen plakativen Klischees zu reduzieren. Denn Rose ist sich bewusst, ein Mann zu sein und kommt auch damit zurecht, liebt es aber auch, als Frau aufzutreten, weil er es möchte.

 



Die Blüte von Paris  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Blüte von Paris

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 26,00

ISBN 13:
978-3551760166 

224 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Feinfühlig und warmherzig erzählt
  • Glaubwürdig und lebensnah
  • Die Atmosphäre der 1920er Jahre wird gelungen eingefangen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.5
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 18.06.2023
Kategorie: Alben
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