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Comic-Besprechung - DC Schocker: Conjuring

Geschichten:

DC-Schocker: Conjuring (DC Horror presents: The Conjuring: The Lover 1-5)
Autor: David L. Johnson-McGoldrick, Rex Ogle, Zeichner / Inker: Garry Brown, Colorist: Mike Spicer



Story:

Jessica kehrt nach den Winterferien in das College zurück. Ihr wird eigentlich immer deutlicher das sie für das Studium nicht geeignet ist. Zudem hat sie Sehnsucht nach Katie. Ihre Gefühle scheinen über das normale Maß hinaus zu gehen. Langsam fühlt sich Jessica verfolgt, sie hört Stimmen die sie verhöhnen, beschimpfen uind bedrohen. Langsam droht Jessica psychisch zu zerbrechen. Doch wer oder vielmehr was hat es auf sie abgesehen?



Meinung:

Unter dem Black Label von DC sind letztens einige herausragende Horrorcomics erschienen. Gut, diejenigen die direkt dem DC Label angegliedert sind und die Superhelden mit einbauen, sind weniger als Horrorcomics anzusehen, aber gerade das Imprint von Joe Hill brachte sehr starke Bände vor.

DC Schocker: Conjuring ist weder noch. Weder gehört es zu den Superhelden, noch zu dem Imprint von Stephen Kings Sohn. Stattdessen ist es doch sehr überraschend das der Band zu dem ausufernden Franchise der Filmreihe Conjuring gehört. Schon das Film Franchise war etwas überraschend, aber sie basiert lose auf den Fällen der Eheleute Warren die sich selber als Dämonologen bezeichnen und aufgrund einiger Artefakte ihres hauseigenen Museums wurden die Filme gestrickt. Sie gehören dabei nur lose zusammen, erschaffen aber eine unheimliche Welt die umso erschreckender ist da es auf vermeintlich realen Begebenheiten fußt. Inwieweit da wirklich übernatürliche Mächte herrschten sei mal dahingestellt, aber das Gedankenspiel das alles real ist, macht die Filme umso erschreckender.

Nun gibt es also zu dem Filmfranchise nun auch noch einen Comic. Wer solche Formen der Vermarktung ablehnt, wird eh einen großen Bogen um den Comic machen. Und er oder sie hat auch nichts verpasst. Es liegt hier nicht mal eine eigenständige Geschichte vor, sondern stattdessen ist es als ein Prequel zu dem dritten Film von Conjuring zu sehen. Somit ist der Comic nicht nur dem schwächsten Film der gesamten Reihe angegliedert, sondern wer den Film gesehen hat weiß ja wie das Comic enden muss, damit es storytechnisch passt. Insofern hält sich die Spannung arg in Grenzen.

Zudem ist die Story etwas mit heißer Nadel gestrickt. Warum sich die Hexe ausgerechnet Jessica als Opfer auswählt ist unklar und wird zumindest im Comic überhaupt nicht angesprochen. Zwar ist es perfide das die Selbstzweifel der Hauptperson ausgenutzt werden, aber es wird nie klar ob diese Zweifel eine reale Grundlage haben. Wird Jessica wirklich gemobbt oder geschieht das nur als selbst erfüllende Prophezeiung wenn sie sich aufgrund dieser Befürchtungen entsprechend verhält? Der ganze Charakter der Heldin bleibt unscharf und eine Entwicklung ist kaum vorhanden, da im Grunde vorhandenes nur verstärkt wird. So fühlt sie sich als Lesbe beschimpft, aber das sie wirklich eine andere Frau liebt, bleibt lange unklar und wird nur angedeutet. Ein konkreter Anlass oder Prädisposition wäre angemessen gewesen, um sie dann aufgrund des Fluchs noch zu verstärken. So schafft es das Skript nicht, die Steigerung sinnvoll wirken zu lassen.

Zeichnerisch gibt es einige sehr geschickte Sequenzen, die einige Szenen der Filme atmen. Etwa in der Stelle in der Bibliothek. Allerdings ist die Mimik von Jessica auch hier immer gleich leidend was eine Identifikation mit der Heldin erschwert. Und die ewig gleichen Jump Scares nutzen sich auch ab. Aufgrund der ganzen Fehler vor allem in der Struktur weil das tatsächliche Anderssein von der Norm, viel zu spät thematisiert wird, macht den Band, erst recht als Prequel, verzichtbar.

Dann gibt es als Bonus noch einige Kurzgeschichten die im US-Format jeweils dem Kapitel der Mini-Serie angehängt waren und von einigen Stars des US-Comics stammen, die sich je einen Gegenstand aus dem Museum der Warrens aussuchten, um dessen Geschichte zu erzählen. Leider wird es aber versäumt einen Zusammenhang  zu unserer Realität herzustellen, was sie typische Anthologievertreter werden lässt, aber immerhin den Geist des EC Verlages atmen. Es sind kleine fiese Geschichten bei denen zeichnerisch Kelley Jones punkten kann und Che Grayson die inhaltlich erschreckendste Geschichte liefert. Leider können diese Kurzgeschichten den Band nicht retten. Reines Franchise Produkt und Prequel mit strukturellen Schwächen welcher nur für Die Hard Fans geeignet ist.



Fazit:

Einige kleine zeichnerische Glanzpunkte und die Kurzgeschichten können den Band nichr retten. Das Franchise zu dem schwächsten Film der Conjuring-Reihe erlaubt keine charakterliche Entwicklung und leidet unter dem Prequel-Charakter. Verzichtbar.



DC Schocker: Conjuring - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

DC Schocker: Conjuring

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17,00

ISBN 10:
3741635405

ISBN 13:
978-3741635403

140 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • einige gute zeichnerische Ideen
  • Kurzgeschichten
Negativ aufgefallen
  • keine charakterliche Entwicklung
  • ständig gleiche Leidensmiene der Heldin
  • Schwächen in der Logik
  • Prequel-Charakter
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 19.10.2023
Kategorie: Hefte
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