Optionen und weiterführende Links



In der Datenbank befinden sich derzeit 18.211 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Comic-Besprechung - Manifest Destiny 8: Sacrificium und Reditus

Geschichten:

Manifest Destiny 8: Sacrificium und Reditus (Manifest Destiny 43-48)
Autor: Chris Dingess, Zeichner: Matthew Roberts, Colorist: Owen Gieni



Story:

1805. Die Expedition von Lewis und Clark ist beinahe am Ziel angelangt und der Ozean ist nahe. Doch unter dem letzten Bogen wartet der mächtige Dämon. Dieser ist bereit die Domäne zu verlassen, verlangt dafür aber ein Opfer. Wessen Seite das Opfer  darbringt, soll das Land erben. Konflikte brechen daraufhin aus und die Expeditionsteilnehmer werden Feinde.



Meinung:

Mit dem achten  Band von Manifest Destiny liegt nun das Finale der Serie vor. Es war immer ein Reiz an der Serie, dass sie auf historischen Tatsachen basierte und Horror damit verknüpfte. Die Expedition von Lewis und Clark gab es tatsächlich und die beiden wurden ausgeschickt, um das Land zu erforschen und bekamen dabei auch von der Indianerin eine Hilfe die auch im Comic eine tragende Rolle bekommen hat. Im Grunde war das Ziel die Reise an sich. Natürlich hat die Kartographie unbekannten Landes auch immer politische und wirtschaftliche Gründe. So kann man erkennen wo es Probleme gibt, wo sich Rohstoffe befinden etc.

In der Comicserie geht es um nichts weniger als die Zukunft des Landes. Die Quest hier  war die eigentliche Story. Die Gruppe von Lewis und Clark reist durch das Land, muss sich nicht nur der Natur und der indigenen Bevölkerung erwehren und der Konflikte die innerhalb der Gruppe auszubrechen drohten. Sondern eben auch Monstern. Es entpuppt sich nun aber dass es von Anfang an bekannt war. Dramaturgisch schwächelt der Band etwas darin das man nicht einfach am Ziel anlangt, was an und für sich zwar emotional aber unspektakulär gewesen wäre. Also muss es einen Endgegner geben. Was dann etwas bemüht wirkt, aber einen gewissen Kniff hat. Denn der Dämon dem alle Monster gehorchen, hat keine Lust zu kämpfen, sondern ist bereit die Domäne zu verlassen. Allerdings verlangt er dafür ein Opfer. Und dieses muss ein Kriegskind sein. Die Eltern müssen jeweils aus verfeindeten Lagern stammen und wessen Lager das Opfer darreicht, soll das Land erben.

Geschickt werden hier also manche Erwartungen ausgehebelt und die Forderung des Dämons spaltet die Gruppe. Nicht nur wer das Land beherrschen soll, sondern auch in der Hinsicht von Moral wird die Gruppe gespalten und die Konflikte führen hier zu Mord und Totschlag. Es bedarf keiner Monster wenn die richtige Motivation  und die Herausforderung an die Menschen sie zu Monstern macht.

Es macht die ganze Angelegenheit durchaus spannend und emotional. Denn einige Figuren denen man durchaus Sympathien entgegenbrachte werden nun unsympathisch und man verfolgt die moralischen Diskussionen und Konflikte und macht sich seine eigenen Gedanken. Es zieht sich dann etwas und manches hätte etwas knapper und stringenter ausfallen können, aber man entfernt sich etwas von den üblichen Kämpfen mit den Monstern und die Twists auch gegenüber den Genreerwartungen machen den Band recht angenehm. 

Gegen Ende schließt sich dann die Klammer indem wieder die historischen Tatsachen berichtet werden. So wird auf das Schicksal von Lewis und Clark und einigen realen Expeditionsteilnehmern eingegangen. Welches durchaus tragisch war und dem Ansehen der Helden schadet. Und es ist auch gut erklärt warum sich die Geschichte der USA vollzogen hat wie sie sich vollzog auch wenn laut der Serie die Chance bestand, daran etwas zu ändern.
Zwar ist der Band an sich nicht gerade spektakulär wie man es ansonsten von einem Finale erwartet, aber inhaltlich ist er dennoch packend und wirft intelligente Fragen auf und ist sehr dramatisch wozu auch die gelungenen Zeichnungen beitragen die einen Pathos vermeiden können, aber dennoch zu berühren wissen.



Fazit:

Manchmal zieht es sich etwas in dem Finale, aber das sich die  überlebenden Expeditionsteilnehmer gegenseitig bekämpfen besitzt eine hohe Dramatik da man mit ihnen mitfieberte. Die historische Klammer wird zudem sinnvoll geschlossen. Ein würdiges Finale.



Manifest Destiny 8: Sacrificium und Reditus - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Manifest Destiny 8: Sacrificium und Reditus

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22,00

ISBN 10:
3986660712

ISBN 13:
‎ 978-3986660710

128 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • moralische Dilemma
  • Dramatik und Spannung
  • historische Klammer
  • Genreerwartungen werden aufgehoben
Negativ aufgefallen
  • manchmal zieht es sich etwas
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(9 Stimmen)
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 23.10.2023
Kategorie: Manifest Destiny
«« Die vorhergehende Rezension
The Beginning after the End 1
Die nächste Rezension »»
Die rachsüchtige weiße Katze und der Drachenkönig 1
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.


?>