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Comic-Besprechung - Der brennende Pfeil

Geschichten:

Blake und Mortimer Spezial 2: Der brennende Pfeil
Autor: Jean van Hamme, Zeichner: Christian Cailleaux, Etienne Schreder, Colorist: Bruno Tatti



Story:

Der grausame Kaiser von Austradia befiehlt die Invasion der Schwarzen Inseln, um das wertvolle Uradiumvorkommen zu sichern. Denn dieses wertvolle Metall wird für die Erstellung der U-Strahlen benötigt, welche zu einer apokalyptischen Waffe verwendet werden können. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Können Prinz Nazca und sein Volk so lange Widerstand leisten, bis Hilfe naht?



Meinung:

Es gibt schon zu vielen anderen Serien Spezial Spin-Offs die vor allem von der eigentlichen Serie losgelöst sind und es vielmehr anderen Autoren und Zeichnern erlaubt, einen erprobten Kosmos und dessen Charaktere anders zu interpretieren und somit zu huldigen oder zu parodieren. Spirou und Fantasio hat wohl die interessanteste Reihe in der Art und qualitativ hat diese längst die Hauptserie abgehängt. Aber auch Thorgal und Valerian und Veronique haben solche Spezial-Reihen angehängt bekommen und es sind vor allem die Klassiker welche inspirieren und bei denen sich auch die nachfolgende Schöpfergeneration ihren nostalgischen Gefühlen hingeben kann.

Das wird vor allem bei Blake und Mortimer Spezial deutlich aus dessen Reihe mit Der brennende Pfeil nun der zweite Band vorliegt. Der letzte Pharao war eine Fortschreibung von Das Geheimnis der großen Pyramide und war nicht zuletzt deswegen lesenswert da Blake und Mortimer als deutlich in die Jahre gekommene Männer gezeigt wurden und Schuiten sich wieder bei den Zeichnungen von Architektur austoben konnte.

Fans der Hauptserie dürften sich aber bei Der brennende Pfeil sehr wundern, denn diese Fortsetzung hat nichts mit Blake und Mortimer zu tun. Im Innencover wird dann auch deutlich gemacht das sich die Spezial-Reihe nicht der Serie zugehörig fühlt, sondern dem Werk von Edgar P. Jacobs generell. Wobei das Werk ja fast ausschließlich aus den Abenteuern  seiner zwei Helden bestand. Aber bevor noch die klassischen Helden das Licht der Comic-Welt erblickten, schuf Jacobs Die U-Strahlen. Nun kommt mit Der brennende Pfeil nach Jahrzehnten die Fortsetzung welche die Geschichte dann auch letztlich zu Ende führt.

Da als Texter niemand geringeres als Autorensuperstar Jean Van Hamme das Szenario schrieb, ist die Hoffnung auf eine Interpretation und Modernisierung groß. Auf den ersten Blick haben die Zeichner Christian Cailleaux und Étienne Schreder auch gut den Zeichenstil von Edgar P. Jacobs kopiert und die Geschichte ganz in der ligne claire belassen. Das geht sogar so weit dass man bisweilen vergisst, dass nicht der schon lange verstorbene Altmeister selber die Zeichnungen angefertigt hatte. Das mag man noch als gelungene Referenz nehmen und gutwillig feststellen das sich beide Bände zusammen, trotz jahrzehntelangem Abstand der Entstehung, wie aus einem Guss lesen lassen sollen. Anders und weniger gutwillig formuliert: es liegt ein Anachronismus vor.

Man hat sich einer Modernisierung verweigert und hält sich fast sklavisch am Original fest. Vor allem die ausufernden Off-Kommentare die oft auch nur das schildern was man eh schon in den Bildern sieht, ist sehr altmodisch. Auch sind die Charaktere sehr flach und in den Zeichnungen manchmal auch arg steif. Parallelen zu alten Flash Gordon Geschichten sind hier unübersehbar und man bekommt hier schnell raus woher Jacobs seine Ideen genommen hatte. Für Fans ist es sicherlich interessant aber insgesamt ist das weder Fisch noch Fleisch. Eine Neuinterpretation wäre schön gewesen, aber so ist es einfach nur ein uneleganter Abschluss einer jahrzehntealten Story der man es auch anmerkt. Wirklich nur für Hardcore-Fans geeignet.



Fazit:

Nur für Hardcore-Fans von Edgar P. Jacobs geeignet. Der Band führt eine jahrzehntealte Story ganz in deren Stil zu Ende und wirkt somit sehr altmodisch. Zudem sind Anleihen an eine klassische Zeitungsserie mehr als offensichtlich.



Der brennende Pfeil - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Der brennende Pfeil

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 20,00

ISBN 10:
3551741557

ISBN 13:
‎ 978-3551741554

48 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Retro-Feeling
Negativ aufgefallen
  • Retro-Feeling
  • ausufernde Off-Kommentare
  • steife Zeichnungen
  • konturlose Charaktere
  • deutliche Anleihen an Flash Gordon
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 31.03.2024
Kategorie: Blake und Mortimer
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