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Comic-Besprechung - Doom Patrol: Willkommen im Club der Freaks

Geschichten:

Doom Patrol: Willkommen im Club der Freaks (Unstoppable Doom Patrol 1-7, Lazarus Planet: Dark Fate 1)
Autor: Dennis Culver, Zeichner / Inker: Chris Burnham, David Lafuente, Colorist: Brian Reber



Story:

Der Ausbruch eines Vulkans hat auf der Erde Teile des Lazarus-Serums verbreitet welche Meta-Gene bei Menschen geweckt haben. Nun gibt es deutlich mehr Meta-Wesen als zuvor. Die Doom Patrol hat es sich zur Aufgabe gemacht diejenigen unter ihre Fittiche zu nehmen die allein schon optisch nicht mehr in der Lage sind, ein normales Leben zu führen. Das bringt sie nicht nur in Konfrontation mit dem Militär, sondern auch mit einer mächtigen Pharma-Firma welche die neuen Meta-Wesen als Waffe gebrauchen wollen. Zudem rüstet ein alter Feind zu einem Angriff.



Meinung:

Zwar ist das vorliegende Tradepaperback ein in sich abgeschlossener Band, aber es empfiehlt sich dennoch, sich etwas bei der Doom Patrol auszukennen.  Bei in sich abgeschlossenen Bänden, die eine komplette Mini- oder Maxiserie beinhalten, wird meist suggeriert das der Band für sich allein steht und somit nicht viel Vorwissen benötigt wird. Es wird hier zwar keine vorhandene Storyline weiter verfolgt, aber es hilft wenn man zumindest die TV-Serie gesehen hat, denn dann fällt es einem leichter die Charaktere und deren Konstellation und Geschichte zu verstehen. Auch sind ansonsten die Hintergründe der Doom Patrol etwas unklar. Leider hat es die ungewöhnliche Heldengruppe so gut wie nach Deutschland geschafft. Zwar hatte Panini  mal den legendären Run von Grant Morrison herausgebracht. Aber der Komplettband mit knapp 1300 Seiten und einem Preis von knapp 100 Euro dürfte Einsteiger abgeschreckt haben. Ansonsten sucht man deutsche Veröffentlichungen vergeblich. Insofern ist es sehr erfreulich das jetzt zumindest ein Band erscheint.

Zwar ist das Geschehen einem Event angesiedelt, aber das muss man auch nicht gelesen haben als Voraussetzung für das Verständnis. Bei Dawn of DC geht es vielmehr darum das ein Vulkan ausgebrochen ist der das Lazarusserum enthielt. Das wiederum erweckt Metagene bei Menschen und sorgt also für einen Zuwachs an Metawesen, Was also der Terrigen-Nebel bei Marvel war, wird jetzt auch bei DC eingesetzt.  Das ist nur die Bedingung für die Geschichte, denn die Doom Patrol hat es sich zur Aufgabe gemacht diejenigen unter ihre Fittiche zu nehmen die aufgrund der Veränderungen als Monster angesehen werden. Hier winken assoziativ auch noch die X-Men zu. Aber der Doom Patrol geht es tatsächlich nur um diejenigen die sich optisch zu sehr verändert haben, da sie selber auch nicht als normal durchgehen können.

Das klingt jetzt für eine durchgehende Story nicht so sonderlich ergiebig, aber immerhin legt sich die Doom Patrol mit einer mächtigen Firma an, welche die neuen Metawesen als Waffen nutzen will. Auch führen die üblichen Missverständnisse zu viel Acton. Dabei steht die Action bei der Doom Patrol generell gar nicht mal so sehr im Vordergrund, sondern die Charaktere an sich und wie sie mit ihrem Schicksal umgehen. Die Heldentruppe ist sehr  viel gebrochener als vergleichbare Charaktere und sie erleben surreale Abenteuer. Schräg ist das Wort was am besten die Truppe charakterisiert. Nicht nur die Figuren, sondern auch deren Erlebnisse und gerade dieses surreale haben ihren Reiz und machen die Lektüre des Bandes zu einem großen Vergnügen. Zudem gibt es mit Batman und Peacemaker einige Gaststars.

Auch wenn hier ein schräges Vergnügen vorliegt, so entwickelt sich doch  keine fortlaufende Story. Nach jedem Kapitel, aka US-Heft, kommt ein leichter Bruch vor und man wechselt recht abrupt die Szenerie. Erst in der zweiten Hälfte wenn es gegen einen alten Feind geht, entwickelt sich ein roter Faden. Aber die Ironie, das Postmoderne, das surreale und schon leicht parodistische Anleihen in Kombination mit den realistischen und dynamischen Zeichnungen machen den Band zu einem Vergnügen. Man spürt das Autor Dennis Culver und Zeichner Chris Burnham Fans der Doom Patrol sind, was sich auf die Leserschaft durchaus überträgt. Es kann hieraus also gerne eine fortlaufende Serie erwachsen die hoffentlich auch hierzulande eine Chance von der Leserschaft bekommt.



Fazit:

Endlich bekommt die schräge Comicserie in Deutschland eine überfällige Chance. Zwar entwickelt sich hier kein wirklich roter Faden, aber die schrägen Einfälle, die gebrochenen Charaktere und das Surreale kombiniert mit Action übt einen enormen Reiz aus.



Doom Patrol: Willkommen im Club der Freaks - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Doom Patrol: Willkommen im Club der Freaks

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 25,00

ISBN 10:
3741637572

ISBN 13:
‎ 978-3741637575

196 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • interessante Charaktere
  • schräge Einfälle
  • gebrochene Helden
Negativ aufgefallen
  • kein roter Faden in der Dramaturgie
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 30.04.2024
Kategorie: Hefte
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