SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 15.995 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - Vagabond 22

Geschichten:
Kap. 189 - 197
Autor: Inoue Takehiko, Zeichner: Inoue Takehiko, Tusche: Inoue Takehiko

Story:
Musashi gelingt, wozu er vor einigen Monaten noch nicht in der Lage war: Er tötet Yoshioka Seijuro, der sich mit ihm duellierte, um das Leben seines Bruders Denshichiro zu schützen. Allerdings fügte Seijuro Musashi einige ernste Verletzungen zu, die ein Handicap in dem bevorstehenden Kampf sein könnten.
Während Musashi bei einem berühmten Schwertschleifer Zuflucht findet, versuchen die Leute des Yoshioka-Dojos, die Todesursache von Seijuro zu verschleiern, damit sie ihre Schüler nicht verlieren. Am liebsten würden sie Musashi ermorden, da sie Denshichiro den Sieg nicht zutrauen, doch können sie den Gegner nirgends finden.
Musashis Jugendfreund Matahachi gibt sich immer noch als Kojiro Sasaki aus, da er sich einen Vorteil von dieser Identität verspricht. Ist jedoch Ärger nah, so nennt er sich Koujiro und ergreift die Flucht. Tatsächlich steckt er bis über beide Ohren in der Klemme, denn man erkennt in ihm denjenigen, der einst das Yoshioka-Dojo anzündete, und plötzlich taucht auch noch der echte Kojiro Sasaki auf…


Meinung:
Das lange geplante Duell zwischen Musashi und Denshichiro wird immer wieder aufgeschoben. Zum einen werden die Gedanken und Gefühle der Protagonisten ausführlich beleuchtet, zum anderen muss sich Musashi anderen Gegnern wie Seijuro oder Tengu stellen. Nicht vergessen sind die übrigen Handlungsebenen, die sich Matahachi bzw. Otsu und Taro widmen. Auch Kojiro, der lange im Mittelpunkt des Geschehens stand, hat einige Szenen. Es ist klar, dass letztlich auch die Auseinandersetzung mit Denshichiro nur eine weitere Stufe auf Musashis Weg nach oben ist, denn der Höhepunkt soll der Zweikampf mit Kojiro sein, der wie er ein Ausnahmekämpfer ist.
Für die Samurai ist das Schwert eine Lebensphilosophie. Sie kämpfen nicht, um zu überleben, sondern um ihren Status zu beweisen und ihre Rechte zu wahren. Drastische Maßnahmen gegenüber einfachen Menschen sind eine Selbstverständlichkeit mit der sie Achtung erzwingen. Das Kräftemessen untereinander bringt ihnen Ruhm und Ansehen. Musashi treibt das noch weiter, indem er nur für das Schwert lebt, Freude im Kampf gegen einen starken Gegner empfindet und anstrebt, ein so perfekter Kämpfer zu werden, wie es keinen zweiten gibt. Er hinterfragt seine Aktionen, lernt ständig Neues und beginnt nun, sich auch mit der Kunst zu befassen, selbst wenn er im Moment nur mit Wasser malt.
Matahachi sorgt nach wie vor für den Kontrast, denn er ist alles, was sein einstiger Jugendfreund nicht ist: Auch er will ein berühmter Kämpfer sein, aber tatsächlich ist er ein Feigling und Betrüger, der immer den einfachsten Weg wählt und anderen die Schuld für sein Versagen gibt. Bisher konnte er sich stets aus jedem Schlamassel herauswinden, doch diesmal sieht es ernst für ihn aus - und so endet der Band mit einem Cliffhanger.
"Vagabond" erzählt eine spannende Geschichte, die zwar von Kämpfen dominiert wird, aber auch die Personen und ihre Weiterentwicklung berücksichtigt. Der historische Hintergrund ist sorgfältig recherchiert, und die vielschichtigen Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen werden realistisch dargestellt. Die ausdrucksvollen Zeichnungen sind erstklassig, und lassen die Serie weit aus der Masse der Mangas ragen. Der Titel wendet sich an ein anspruchsvolles Publikum, das sich für historische (Samurai-) Comics interessiert.


Fazit:
Neben "Blade of the Immortal" und "Basilisk" ist "Vagabond" sicher der auffälligste Samurai-Manga, da er durch die großartigen Illustrationen ins Auge sticht. Die Handlung stützt sich auf historisch belegte Ereignisse und Persönlichkeiten. Von den Lebensverhältnissen der Menschen wird ein nüchternes Bild gezeichnet, das die allgemeingültige Vorstellung von den edlen Samurai korrigiert. Die erwachsene Leserschaft wird von der Mischung aus schonungslosem Realismus, Spannung und Philosophie in den Bann gezogen.


Vagabond 22 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Vagabond 22

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-7704-6596-5

208 Seiten

Positiv aufgefallen
  • detailreiche, realistische Zeichnungen
  • interessante, vielschichtige Charaktere
  • abwechslungsreiche Handlung
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 27.01.2007
Kategorie: Vagabond
«« Die vorhergehende Rezension
Yubisaki Milktea 5
Die nächste Rezension »»
Electric Hands
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.