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Comic-Besprechung - Schwarze Seerosen

Geschichten:
Schwarze Seerosen
Autor: Frédéric Duval, Michel Bussi, Zeichner / Colorist: Didier Cassegrain


Story:
Das Dorf Giverny lebt von den Touristen. Schließlich lebte hier lange der impressionistische Maler Claude Monet und schuf hier einige seiner bekanntesten Werke. So ist jeder bestreibt die Idylle aufrechtzuerhalten, auch wenn es einen einengen mag. Als eines Tages ein Mord geschieht, droht die düstere Vergangenheit aufgeweckt zu werden. Dem Ermittler begegnen dabei drei sehr unterschiedliche Frauen die ihre eigenen Geheimnisse haben.

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Die Lektüre der Graphic Novel Schwarze Seerosen beginnt man mit einem leichten Zweifel. Auf dem Covertext kokettiert der Autor der Romanvorlage, Michel Bussi, damit dass sein Roman eigentlich nicht in Bilder umsetzbar gewesen sei, aber den Comic nun liebe. Stilisiert er sich selber hoch? Ist es ein sich gnädig fühlen aus einer arroganten Perspektive heraus bei der Betrachtung wie andere sich an seinem Werk abmühen? Aber er ist ja zufrieden. Uff. Die kleinen Zeilen könnten einen schon abschrecken und LeserInnen die generell nicht zu Comicadaptionen von Romanen greifen, würden jetzt die Graphic Novel zur Seite legen.

Damit würden sie aber einen Fehler begehen. Denn schon die ersten Seiten ziehen einen in den Bann. Weniger der bemüht gehaltene literarische Stil des Off-Kommentars, mit dem man sich einige Seiten lang anfreunden muss, dann aber immer spärlicher benutzt wird, sondern es sind die flirrenden Zeichnungen die einen fesseln. Nicht nur zitieren sie häufig den Impressionisten Monet, was Sinn macht da die Story in dem Dorf spielt wo er die letzten Jahre gelebt hatte und viele seiner Gemälde entstanden sind, sondern sie atmen den Sommer. Man spürt die Wärme, die Lebensfreude, die Sonne. Auch die Liebe und den Wunsch danach und erinnert sich an die Träume die man hatte und hat. All das sind auch zentrale Themen der Geschichte und so ergänzen die Zeichnungen auf kongeniale Weise nicht nur die Story, sondern vor allem auch die Gemütszustände der Figuren. Das man damit auch lügen kann, liegt bei einem Krimi nahe.

Eigentlich ist die zu Grunde liegende Krimigeschichte nicht spektakulär. In dem Dorf Giverny lebt man vor allem von den Touristen. Die wollen das Haus von Monet besuchen und die Gegenden und Plätze aufsuchen die in einem Gemälde festgehalten worden sind. Um das zu bewahren, sperrt sich der Ort gegen Veränderungen, so dass viele Einwohner sich gefangen fühlen. So existiert ein Paradox der Ferne und gleichzeitig der Enge. In diesem kleinen Kosmos geschieht nun ein Mord. Er ist nicht geheimnisvoll wie etwa ein Mord in einem abgeschlossenen Raum, nicht spektakulär wie ein Serienkillerthriller und auch kein Rätsel das einen Sherlock Holmes bedarf. Und doch treten die Polizisten auf der Stelle. Sie haben ihren Verdacht und einige wenige Spuren und der Leser folgt ihnen wie sie den einzelnen Fäden nachgehen. Leidenschaften und Vorurteile trüben allerdings deren Blick und man beginnt selber den Fall aus den Augen zu verlieren weil man viel lieber den Charakteren und ihren Entwicklungen folgt. Auf den letzten Seiten dann gibt es einige unerwartete Wendungen so dass man versucht ist, den Band direkt noch einmal zu lesen, um sicher zu gehen das man auch keine Hinweise verpasst hat. Und das gelingt nun wirklich selten. Eine sehr schöne Umsetzung eines Buches und vor allem eine passende Sommerlektüre.


Fazit:
Die Zeichnungen ziehen einen schon auf den ersten Seiten in ihren Bann und lassen einen nicht mehr los. Bis zum überraschenden Ende folgt man gerne den Charakteren auch wenn der eigentliche Kriminalfall nicht sonderlich spektakulär ist. Eine atmosphärische Sommerlektüre.


Schwarze Seerosen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Schwarze Seerosen

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 35

ISBN 10:
3962193723

ISBN 13:
978-3962193720

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • gut gestaltete Charaktere
  • Setting und Atmosphäre
  • unerwartetes Ende
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 31.01.2020
Kategorie: Alben
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