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Comic-Besprechung - Vampire State Building 1

Geschichten:
Vampire State Building 1
Autor: Ange, Patrick Renault, Zeichner: Charlie Adlard, Colorist: Sébastien Gérard


Story:
Bei der Renovierung des Empire State Buildings entdecken Bauarbeiter eine rätselhafte kleine Kammer. Als sie diese aufbrechen, löst das einen Angriff von Vampiren auf das Hochhaus aus. Auf der Aussichtsplattform feiert Terry währenddessen mit Freunden seinen Abschied bevor er zur Armee geht.  Nun versuchen sie verzweifelt einen Weg nach draußen zu finden.


Meinung:

Der Titel Vampire State Building ist ein wunderschönes ironisches Wortspiel welches sich der Phonetik, also der Aussprache, der beiden englischen Wörter „Empire“ und „Vampire“ bedient. Vor allem da das „V“ oft nicht betont ausgesprochen wird und sie beide somit recht gleich klingen. Zudem gibt der Titel schon die Richtung des Bandes vor, denn schließlich spielt die Geschichte im Empire State Building welches von Vampiren angegriffen wird.

Zwei Aspekte die schon neugierig machen. Jedenfalls wenn man ein Faible für Horrorgeschichten hat, die sich eine Klaustrophobie zu Nutze machen. Zudem ist der Zeichner niemand anderes als Charlie Adlard, der offensichtlich auch nach dem Ende von The Walking Dead nicht von apokalyptischen Szenarien lassen kann. Es irritiert etwas, die Zeichnungen nun in Farbe zu sehen. The Walking Dead war in Graustufen gehalten worden und so hat man sich daran gewöhnt. Die Mimik seiner Figuren hat Adlard gewohnt ausdrucksstark gestaltet und jede Figur bekommt charakteristische Züge. Und sei sie auch nur im Hintergrund. Was schon eine Kunst an sich ist. Im Hochformat eines Splitteralbums wirken seine Zeichnungen allerdings doch recht flächig, was im Taschenbuchformat bei Cross Cult wenig auffiel. Hier punktet aber die Farbgebung welche besonders in den dunklen Szenen zu überzeugen weiß. Es wirkt nie matschig, sondern die verschiedenen Schwarzabstufungen, mit gelegentlichen Farbtupfern, erhöhen die Spannung und sorgen für gute Effekte.

Welche auch nötig sind. Die Idee, dass Vampire einen Wolkenkratzer angreifen und besetzen, verspricht, wie schon erwähnt, eine klaustrophobische Spannung. Das wird auch eingelöst. Das Problem ist nur das es im Grunde keine Story gibt. Das Autorenteam Ange hat im Laufe ihrer Karriere schon einige flache Plots abgeliefert aber auch einige mit interessanten Subtexten versehen. Sie können also Unterhaltung mit intelligentem Unterbau füttern, nur ist hier noch nichts davon zu finden. Es bleibt flach, aber es will ja nur unterhalten. Bei einer Variante von Stirb langsam mit Vampiren, nur ohne Bruce Willis, erwartet man keine tiefschürfenden Philosophien oder romantische Verwicklungen zwischen Mensch und Vampir.

Leider geschieht hier alles etwas zu schnell und man hätte sich gerade zu Beginn mehr Zeit für die Charaktere nehmen sollen, damit man auch wirklich mit ihnen mitfiebern kann. Manchmal bleibt das abrupte aber auch ein Merkmal so dass man manchmal den Eindruck bekommt, es würden einige Szenen fehlen. Was bedauerlich ist, denn es hätte die Lektüre flüssiger und logischer gemacht. So ist etwa schleierhaft wie ein Teil der Freunde der Helden gefangen wird. Es lässt einen auch anhand der fehlenden Charakterisierung doch recht kalt. Und viele andere sind reines Vampirfutter. Dem gegenüber stehen aber einige sehr eindrucksvolle Szenen. Etwa der Kampf des SWAT-Teams im Dunkeln oder die Flucht einiger Personen über die Balkons an der Außenseite des Gebäudes. Hier wäre zwar etwas mehr drin gewesen, aber man bekommt immerhin genau das was man angesichts des Titels und des Themas versprochen bekam: solider Unterhaltungstrash.



Fazit:
Die Idee ist ja ganz nett und die Zeichnungen sind recht stimmungsvoll. Aber leider geschieht vieles zu schnell und die Charakterisierungen sind äußerst flach, weswegen man nicht sonderlich mit den Charakteren mitfiebert. Netter, anspruchloser Unterhaltungstrash.

Vampire State Building 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Vampire State Building 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 16

ISBN 10:
3962195114

ISBN 13:
978-3962195113

56 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • nette Idee
  • klaustrophobische Stimmung
  • teilweise eindrucksvolle Szenen
Negativ aufgefallen
  • flache Charaktere
  • kaum vorhandene Story
  • viele geschieht zu schnell
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 17.08.2020
Kategorie: Alben
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