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Comic-Besprechung - Das war Schwermetall – Band 2: 1988 - 1999

Geschichten:
Text: Achim Schnurrer

Meinung:
Rund zweieinhalb Jahre musste die Fangemeinde auf den lange ersehnten zweiten Band der informativen Rückbetrachtung zum Comicmagazin „Schwermetall“ warten. Nun ist es endlich soweit und Achim Schnurrer, selber für 14 Jahre Chefredakteur der Zeitschrift, legt den zweiten Band der Biographie zum Blatt vor. 
Was ich sehr gelungen finde ist der Aufbau des Buches, der schon im ersten Teil begann und auch bei der Fortsetzung durchgezogen wird. Schnurrer geht akribisch Heft für Heft vor. Es wird jede Ausgabe von Nummer 100 aus dem Mai 1988 bis zur Doppel-Ausgabe 219/220 vom Oktober/November 1998 ausführlich vorgestellt. Das heißt, es werden in jedem Fall die jeweiligen Titelbilder wiedergegeben und die Comics erwähnt mit Zeichner und Szenarist, die in der entsprechenden Ausgabe veröffentlicht wurden. Dazu kommen gegebenenfalls noch Beispielseiten aus den veröffentlichten Geschichten sowie Fotos.
Jedem Jahr ist ein einleitender Text vorangestellt. Das macht das Zurechtfinden innerhalb des Buches besonders einfach und verleiht dem Werk Struktur. Hier gibt Schnurrer einen Überblick über die allgemeinen Entwicklungen des Verlages von „Schwermetall“, Alpha-Comic Verlag, schaut auf die Comicbranche und gibt seine persönlichen Eindrücke vom Jahr wieder. Das ist besonders gut, da der Leser sich immer wieder vergegenwärtigen muss, dass das Erscheinen von Schwermetall über 20 Jahre her ist. Die Republik war seinerzeit noch eine andere und vieles, was wir heute für selbstverständlich halten, musste sich „Schwermetall“ erkämpfen. Auch davon legt das Buch gekonnt Zeugnis ab.
Zu den Texten gibt Schnurrer in einem lockeren Plauderton, der Spaß macht beim Lesen, viele Details zu dem jeweiligen Heft wieder. Seine Texte sind direkt und geben dem Leser nicht nur einen vortrefflichen Überblick, sondern auch einen tollen Einblick in die Comicszene. So beispielsweise, wenn er von den Querelen berichtet, die im Vorfeld der „Max und Moritz“-Preisverleihung entstehen. 
Lesenswert ist auch Schnurrers Essay „Dinge zeigen, wie sie sind: Anmerkungen zu Georges Pichard, Magnus, Milo Manara und Paolo Eluteri Serpieri“. Denn klar ist, und das führt der Autor dort aus, dass es ohne die erotischen Titelillustrationen, keinen wirtschaftlichen Erfolg des Magazins gegeben hätte. Und damit beginnt das Dilemma. Denn oftmals waren es die Titelbilder, die das Magazin in den Fokus der Zensurbehörde rückten. Schnurrer – und das ist sehr geschickt von ihm gemacht – stellt in seinem Essay vier Künstler vor, die mit ihren Titelbildern immer wieder für Aufsehen gesorgt haben. Dabei hat er einen ganz speziellen und individuellen Blickwinkel, wie er im Vorfeld selber einräumt: „Die von mir ausgewählten Künstler, nehme ich nicht unter einheitlichem Blickwinkel ins Visier, sondern erlaube mir, nach Gusto ganz unterschiedliche Aspekte zu betonen. Das ist meine subjektive Art, Ihnen meinen Respekt zu zollen“. 
Außerdem in diesem Band enthalten ist die vollständige Bibliografie der in „Schwermetall“ publizierten Comics von 1980 bis 1999. Mit diesem Register lassen sich die beiden Bände von Schnurrer zu „Schwermetall“ hervorragend erschließen. Eine Ebenfalls mit aufgenommene Covergalerie sämtlicher Sammelbände runden das Bild ab.
Ich habe nie zu den Lesern von „Schwermetall“ gehört. In der Zeit, als das Magazin erschien, hatte ich noch andere Schwerpunkt innerhalb der Neunten Kunst. Dennoch sind die beiden Bände von Schnurrer eine Fundgrube für mich. Geben sie doch Einblicke in die deutsche Comicszene des ausgehenden 20. Jahrhunderts und schaffen so Verständnis für viele Zusammenhänge, die auch heute noch Gültigkeit haben.



Fazit:
Eine spannende Zeitreise, die ich nicht nur den Lesern von „Schwermetall“ empfehlen möchte. Die vielen Abbildungen und lebendigen Texte lassen ein facettenreiches Bild des Comicmagazins entstehen. Zehn von zehn Hintern, die Serpieri gemalt hat.



Das war Schwermetall – Band 2: 1988 - 1999 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Das war Schwermetall – Band 2: 1988 - 1999

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Edition Alfons

Preis:
€ 29,95

ISBN 13:
978-3-946266-22-8

240 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Abbildungen
  • Gut zu lesen
  • Großer Detailreichtum
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 16.01.2021
Kategorie: Alben
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