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Comic-Besprechung - Harley Quinn und die Birds of Prey: Alle gegen Harley

Geschichten:

Harley Quinn und die Birds of Prey: Alle gegen Harley (Harley Quinn and the Birds of Prey 1-4)
Autor: Amanda Conner, Jimmy Palmiotti, Zeichner / Inker: Amanda Conner, Colorist: Paul Mounts, Alex Sinclair



Story:

Harley hat Liebeskummer. Der romantische Urlaub mit Poison Ivy geriet zum Fiasko und als dann noch Kredithaie ihr Hotel abbrennen und damit ihre Gang in Gefahr bringt, ist sie verzweifelt und wütend. Eine gefährliche Mischung, denn ihr Plan, ausgerechnet ihren Ex, den Joker, zu berauben führt dazu das auf sie ein Kopfgeld ausgesetzt wird. Gotham droht im Chaos zu versinken. Können die Birds of Prey helfen?



Meinung:

Das Künstlergespann Amanda Conner und Jimmy Palmiotti waren maßgeblich daran beteiligt das moderne Erscheinungsbild von Harley Quinn zu prägen. Erfunden wurde der Charakter bekanntlich für die Batman Zeichentrickserie und feierte in dem preisgekrönten Mad Love dann auch ihr Comicdebüt.  Von dem reinen Sidekick des Jokers emanzipierte sich die Figur und wurde nicht zuletzt durch Conner und Palmiotti zu einer Anti-Heldin und auch Solo erfolgreich mit ihrer eigenen Serie. Das Gespann kennt sich also sehr gut in der Geschichte von Harley aus und so können sie viele Verweise und Zitate unterbringen. Etwa die Harleygang und weitere Nebenfiguren sowie die homosexuelle Beziehung zu Poison Ivy.

Langjährige Fans werden hier also gut bedient da sie vertraute Elemente entdecken können und nicht auf bekannte Figuren verzichten müssen. Aber auch Neuleser werden hier abgeholt, da nichts vorausgesetzt wird. Der Einzelband, der unter dem Black Label erscheint, schafft den schwierigen Spagat sowohl in der Kontinuität zu spielen als auch als abgeschlossenes Einzelabenteuer für Neueinsteiger und Gelegenheitsleser zu funktionieren. Was schon eine Kunst an sich ist.

Man mag sich aber nun etwas wundern warum ausgerechnet Amanda Conner einen Band unter dem Black Label veröffentlicht. Das Black Label richtet sich an ein erwachseneres Publikum, kann also expliziter werden als die regulären Serien und Conners niedlicher Stil mag so gar nicht dazu zu passen. Denn die Figuren wirken weich, niedlich und haben schon stark karikaturhafte Züge. Aber das kann täuschen denn gerade dieser vermeintlich harmlose Stil kann dann mit dem Inhalt kombiniert schockieren. Dass Conner keine Berührungsängste mit Sex und Gewalt hat, bewies sie schon in der Kollaboration mit Garth Ennis bei The Pro – Die Superschlampe. Auch hier funktioniert es, denn die brutalen Gewaltausbrüche wirken umso überraschender und schockierender. Als ob Bambi mit einer Kettensäge auf Klopfer losgeht. Denn man sei gewappnet: es geht hier durchaus blutig zu und Gegner werden nicht einfach bewusstlos geprügelt, sondern getötet wobei durchaus manchmal Splattereffekte zusammenkommen. Sex kommt auch vor, aber da es sich zum einen um eine amerikanische Produktion handelt und zum anderen doch dem Mainstream zuzurechnen ist, ist die nackte Haut sehr dezent und wird immer an den richtigen Stellen etwas verdeckt. Was an einer Stelle sogar sehr witzig kommentiert wird. Überhaupt ist es sehr schlüpfrig und geht oftmals unter die Gürtellinie ohne dabei aber auf einen plumpen Fäkalhumor zu setzen. Stattdessen sorgt gerade die anzügliche Mißverständlichkeit mancher Dialoge für wahre Lacher. Etwa wenn Harley und Alfred Pennyworth, also der Butler von Bruce Wayne aka Batman, sich einen Schlagabtausch geben. Es passt also alles sehr gut zu dem Black Label, denn die Erotik und die Gewalt sind hier gut aufgehoben.

Zudem ist der Band wirklich witzig, wie man es bei dem Hauptcharakter erwarten kann. Es gibt einige wirklich hervorragende Szenen ohne dass die Gewalt verharmlost wird. Generell kommt gerade in der Mischung der Charakter voll zur Geltung in all ihrer Widersprüchlichkeit. Dabei drohen die Birds of Prey etwas in den Hintergrund zu treten. Aber was für Meister Conner und Palmiotti sind zeigt sich auf den Seiten wo Harley verletzt ist und abwechselnd von den Mitgliedern der Birds of Prey umsorgt wird. In wenigen Bildern gelingt es die Figuren gut zu charakterisieren, die Dynamik aufzuzeigen und zudem sehr witzig zu sein. Die eigentliche Story ist dabei eigentlich unwichtig, denn man freut sich über die Charaktere und deren Präsentation. Generell liegt hier ein sehr guter Band vor bei dem vieles gut zusammenpasst, einfach Spaß macht und sowohl Fans als auch Gelegenheitslesern dringend empfohlen wird.



Fazit:

Hervorragend. Der Mix aus Gewalt, Humor und Erotik ist unter dem Black Label gut aufgehoben und ist sowohl für Neuleser als auch für das Stammpublikum geeignet. Hier sollte man auf jeden Fall zugreifen.



Harley Quinn und die Birds of Prey: Alle gegen Harley - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Harley Quinn und die Birds of Prey: Alle gegen Harley

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 29,00

ISBN 10:
3741620637

ISBN 13:
978-3741620638

144 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Mischung Gewalt, Humor, Anzüglichkeiten
  • gute Charakterisierungen
  • witzige Dialoge
  • Kollision Zeichenstil mit Inhalt
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 15.11.2021
Kategorie: Harley Quinn
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