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Comic-Besprechung - Moebius Collection: Zwischenlandung auf Pharagonescia / Der irre Ständer

Geschichten:

Moebius Collection 5: Zwischenlandung auf Pharagonescia / Der irre Ständer

Zwischenlandung auf Pharagonescia

Der Major Grubert: The forbidden City rides again

Die Flora von Paradies 9

Paradies Neuns seltsame Blumen

Der Märchenprinz von Phénixon

Ist der Mensch gut?

Eine Seite

Ein Abenteuer des Major Grubert

Doppelflucht

Autor: Moebius

Zeichner: Moebius

Übersetzer: Resel Rebiersch und Martin Budde



Story:

Der Band enthält neben den beiden, etwas längeren Titelgeschichten noch acht weitere, kürzere Storys, meist mit der inzwischen ikonischen Figur des Major Grubert. Außerdem sind mehrere Einzelillustrationen und Alternativcover abgedruckt, sowie als Nachwort ein erläuterndes Essay des Kulturkritikers Nicolas Tellop zum Thema „Moebius und die Erotik”.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Mit diesem fünften Band schließt der Splitter Verlag die Serie „Collection Moebius” mit Wiederveröffentlichungen aus den Werken des Meisters, die er weitestgehend in den 1970 und 80er Jahren für das von ihm selbst mitgegründete Magazin „Metal Hurlant” geschaffen hatte, ab.

Die meist mindestens leicht humoristischen, wenn nicht gar völlig absurden Episoden handeln von einem Raumfahrer, der sich bei einem Zwischenstopp auf einem fremden Planeten mit einer Droge vergiftet, die den Körperaufbau verändert („Pharagonescia”), von einem Mann, der wegen einer (verbotenen!) Supererektion verfolgt und gejagt wird („Der irre Ständer”) und anderen herrlichen Absurditäten aus dem Bereich der Science Fiction.

Die vorliegenden Seiten, überwiegend in Farbe, sind im typischen, teilweise leicht verspielt wirkenden Stil gehalten, den Jean Giraud alias Moebius als Gegenpol zu seinen realistischen Zeichnungen für den allseits bekannten Leutnant Blueberry entwickelt hatte, um ein weiteres Ventil für seine überbordende Fantasie zu schaffen. Die Geschichten sind nicht immer einfach zu verstehen, meiner Meinung nach ist vieles davon reiner Nonsens und einfach nur als Spielwiese für Moebius’ Fantasie gedacht gewesen, mit teilweise unsinnigen und absurden Texten, die nicht unbedingt ernst genommen werden wollen. Auch wenn Nicolas Tellop in seinem Nachwort meint, man könne aus jedem einzelnen Panel auf die direkten Befindlichkeiten des Autors schließen, und er wollte sich hier unbedingt dem Leser öffnen und ihm einen tiefen Blick in seine Seele offenbaren — ich denke vielmehr, dass Jean Giraud mehr Humor hatte, als man allgemein zu glauben bereit ist und den Leser hier und da gerne mal „auf die Schippe” nehmen wollte. Die vorliegenden Arbeiten sind in einer Zeit des allgemeinen Aufstands der französischen Gesellschaft gegen die strengen bestehenden Restriktionen allgemein, und insbesondere eines Teils der Comicschaffenden gegen die festgefahrenen Strukturen der Industrie entstanden, und auch als solche zu verstehen. Und in diesem Zusammenhang ist eben manches inzwischen durch den zeitlichen Abstand eher etwas befremdlich und ohne den historischen Zusammenhang nicht mehr so ohne weiteres zu erfassen. Da hilft es vermutlich auch nicht unbedingt, wenn man weiss, dass Jean Giraud in seinen Werken als „Moebius” gerne mit Wortspielereien gearbeitet hat, ähnlich wie Goscinny bei Asterix. Inwieweit das auf den vorliegenden Band zutrifft, und ob es gelungen ist, dies in der Übersetzung zu übernehmen, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Die vorliegenden Geschichten sind in den vergangenen Jahrzehnten allesamt bereits mehrfach auf deutsch veröffentlicht worden, in Einzelbänden oder Serienveröffentlichungen vom Volksverlag, von Carlsen oder zuletzt von Cross-Cult, meist jedoch in anderen Zusammenstellungen als hier. In gewohnt hochwertiger Qualität werden die inzwischen sonst vergriffenen Werke hier wieder dem Leser zugänglich gemacht — und auch wieder in einem großen Format, das vor allem der letzten Veröffentlichung aus dem Cross-Cult Verlag mit seinen stark verkleinerten Abmessungen optisch überlegen ist. Es sei noch anzumerken, dass dieser Band meiner Beobachtung nach komplett in der (inzwischen allerdings ebenfalls vergriffenen) Jubiläumsausgabe „Moebius - Opus” des Splitter Verlags enthalten war.

Ein Klassiker, der in jede Sammlung gehört, jetzt in einer würdigen Ausgabe. Zu empfehlen, und die Fans werden sich freuen, doch Neulinge sollten bei dieser Serie vielleicht tatsächlich mit Band 1 beginnen, um sich in die Welten von Moebius hineindenken zu können.



Fazit:

Ein echter Klassiker in Neuauflage und hervorragender Qualität und endlich wieder in großem Format. 



Moebius Collection: Zwischenlandung auf Pharagonescia / Der irre Ständer - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Moebius Collection: Zwischenlandung auf Pharagonescia / Der irre Ständer

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 29,80

ISBN 10:
3967922014

ISBN 13:
978-3967922011

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ein echter Klassiker in Neuauflage.
  • Endlich wieder im großen Format.
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 18.10.2022
Kategorie: Alben
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