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Comic-Besprechung - Die Chroniken von Sillage 1

Geschichten:

Die Chroniken von Sillage 1
Autor: Philippe Buchet, Jean David Morvan, Zeichner: Jose Luis Munuera, Benoit Springer, Koboi, Bruno Bessadi, Ignacio Noé, Colorist: Christian Lerolle, Benoit Springer, Koboi, Julien Lois, Ignacio Noé



Story:

Nävis hat in ihrem Leben schon einiges durchgemacht. Ob sie sich nun als kleines Mädchen auf einem Planeten selbst versorgen musste und sich so mit den Tücken des Jagdobjekts auseinandersetzen musste, oder es als Ausbilderin mit widerspenstigen Rekruten zu tun bekommt. Sie wurde berühmt und sogar für eine Computerspielfigur verwendet oder als planetenweite Heldin verehrt. Der Heldenstatus schreckt andere aber nicht ab und es kommt zu bleibenden Freundschaften.



Meinung:

Man könnte die jetzt bei Finix startende Reihe Die Chroniken von Sillage schon fast mit Reihen wie Spirou und Fantasio Spezial oder Valerian und Veronique Spezial vergleichen. Wechselnde Zeichner nehmen sich der bekannten Figuren an und nutzen sie für ihre eigenen Geschichten. So können bekannte Figuren entweder neu definiert werden, oder in ein für sie fremdes Umfeld gesetzt werden. Aber der Vergleich hinkt hier etwas. Was zum größten Teil daran liegt, dass die Autoren von Sillage auch hierfür verantwortlich sind. Nur die Zeichner wechseln. So wird zwar eine Kontinuität gewährleistet in Hinblick auf die Stammserie, aber es gibt so auch keine Loslösung und damit keine neuen Definitionen oder Sichtweisen.

Das kann man schade finden, je nachdem was man erwartet hat. Gerade bei Spirou Spezial waren die Ausgaben oft sehr viel spannender und amüsanter als die eigentliche Serie was zu dem Paradox führte das die Traditionsreihe jahrelang brach lag.  Sillage erscheint in schöner Regelmäßigkeit was angesichts der detailreichen Zeichnungen schon sehr erstaunlich ist. Allerdings sind die Chroniken von Sillage keine eigenständigen Alben, sondern bestehen aus Kurzgeschichten die einige Aspekte bisheriger Alben näher beleuchten und manches miteinander verknüpfen. Insofern ist die Serie nur für Fans empfehlenswert da Gelegenheitsleser hier heillos überfordert wären. Und das kann sehr unbefriedigend sein. Es empfiehlt sich zudem gerade für den ersten Band noch mal die ersten drei Abenteuer zu lesen, da man so deutlich mehr von der Lektüre hat.

Die erste Story kann man noch so lesen und schildert ein Kindheitsabenteuer von Nävis wie man es auch schon von der Spin-Off Serie her kennt. Da wird rasante Slapstick-Action geboten mit einem Hang zum Vegetarier-Postulat. Hier wird man noch nicht befremdet weil man eine stilistisch und inhaltlich bekannte Story zu lesen bekommt die so auch locker in dem Spin-Off hätte erscheinen können.

Danach wird es flacher. Die zweite Story ist eine reine Actionstory und hat ihren Unterhaltungsfaktor, ist aber auch recht schnell vergessen. Inhaltlich ist die nächste besser da sie eine gewisse Meta-Ebene herstellt indem Nävis als Heldin vermarktet wird. Inhaltlich geht es eigentlich nur darum das Nävis für eine Figur für ein Computerspiel Modell stand und jemand sie spielt. Da hätte man einiges draus machen können, aber leider sind die Zeichnungen misslungen in ihrer Mischung aus Manga und bewusster Anlehnung an frühe, pixelige, kantige Computerspielfiguren.

Die vierte hier enthaltene Geschichte ist denn auch schon die beste. Sie ist witzig und sozialkritisch. Dabei geht es gar nicht so weit von der historischen Realität entfernt zu. Weltraum-Piraten haben eine Art Betriebsrat gewählt, der nun mitbestimmen will. Bei Piraten konnten in der Tat Kapitäne abgesetzt werden, wenn sie glücklos waren. Hier bestimmt einer aus der Besatzung die Pläne mit, ist aber ein Feigling. So überfallen sie eine harmlos erscheinende Weltraum-Yacht. Nur das da eben Nävis und ihre Freunde drauf sind. Man fühlt sich an die glücklosen Piraten aus Asterix erinnert. Die letzte Story beleuchtet dann die Folgen eines der frühen Abenteuer und gilt so als Epilog. Nur überraschend ist das der Zeichner Noe gewonnen werden konnte, der vor allem für Erotica bekannt ist.

Insgesamt ein Band mit einigen Höhen und Tiefen weswegen er nur für Fans empfohlen ist. 



Fazit:

Für Fans. Die Geschichten, teils zeichnerisch dürftig ausgefallen, erweitern bestehende Geschichten und dürften Gelegenheitsleser verwirrt zurücklassen.



Die Chroniken von Sillage 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Chroniken von Sillage 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Finix Comics

Preis:
€ 17,80

ISBN 10:
3948057915

ISBN 13:
‎ 978-3948057916

48 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Vielseitigkeit
  • überraschende Wendungen
Negativ aufgefallen
  • keine Eigenständigkeit und Neudefinition
  • kaum ohne Kenntnis der Serie verständlich
  • zeichnerisch teils dürftig
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 17.07.2023
Kategorie: Sillage
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