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Comic-Besprechung - Der Hafen der Geheimnisse 4: Die rätselhaften Teufelswirbel

Geschichten:

Der Hafen der Geheimnisse 4: Die rätselhaften Teufelswirbel

Autor: Pierre Gabus

Zeichner: Romuald Reutimann

Übersetzer: Thomas Schöner



Story:

Der Fotograf John Treburt stellt zum ersten Mal seine Fotografien aus, was nicht nur seinen hartnäckigen Verfolger von der Spionageabwehr, Émile Glacère anzieht. Während die Agenten der Abwehr einer Bande von Dukumentenfälschern auf der Spur sind, wird auch die Geschichte des verschwundenen Kommandant Criqueboeuf weiter verfolgt. Und die junge Julienne erhält das Angebot, zu einer vollwertigen Agentin ausgebildet zu werden. 



Meinung:

Mit diesem vierten Teil der abwechslungsreichen Serie um die Geschehnisse im (fiktiven) New Cherbourg, der wieder in einer Zeit angesiedelt ist, die in etwa die Vierziger- oder Fünfzigerjahre des Zwanzigsten Jahrhunderts sein könnten, lassen die Autoren wieder sämtliche Figuren agieren, die sie bisher für die Handlung entworfen hatten: den Fotografen John Treburt, der diesmal mit der Ausstellung seiner Fotos Ärger bekommt, die junge Nachwuchsagentin Julienne, die immer selbstbewusster wird, aber auch den Kommandanten Criqueboeuf, der sich entschieden hatte, bei den Gründlern in der Unterwasserkolonie zu bleiben. Und natürlich dürfen auch Emil und Émile nicht fehlen, die beiden grundverschiedenen Zwillingsbrüder, beide beim Geheimdienst, doch nur einer wirklich dafür geeignet. Das erinnert ein bisschen an Schulze und Schultze aus „Tim und Struppi”, nur die waren ja beide nicht so stark belichtet…

So wie mich die gesamte Serie tatsächlich stark an eine Mischung zwischen „Tim und Struppi” und „Blake & Mortimer” erinnert: eine charmante, wenn auch ein bisschen naiv wirkende Darstellung der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, mit sehr direkt agierenden Figuren und einer Mischung aus einer relativ bescheidenen Technik einerseits (was zur Epoche passt) und technischen Errungenschaften andererseits, die absolut anachronistisch sind, aber eben charmant simpel gehalten werden. Ein bisschen wie bei Jules Verne, mit intelligenten Unterwasserlebewesen, Tauchbooten und Robotern. Auch die Zeichnungen in einer Variante der „Nouvelle Ligne Claire” passen zum Inhalt, wobei ich das Lettering etwas steif und als gewöhnungsbedürftig empfand: doch es entspricht offensichtlich dem französischen Original, und gehört insofern zur Serie dazu — so wie die Autoren es sich gedacht haben.

Durch die insgesamt vier Handlungsstränge, die diesmal weiterverfolgt bzw. ausgebaut werden, und die sich (teilweise sehr abrupt) ablösen, ist die Lektüre sehr kurzweilig, ohne holprig zu wirken. Eine Kenntnis der vorangegangenen Bände ist durchaus vonnöten, um die Handlungsweisen der einzelnen Charaktere verstehen zu können, doch ein nachträglicher, später Einstieg lohnt sich unbedingt, vor allem, wenn man etwas skurrile Situationen und schräge bzw. fantastische Stories mag.

Leider wird am Schluss des Bandes bereits das Ende mit Band 5 angekündigt — von mir aus hätte es weitergehen können! Aber vielleicht wird dies ja auch nur ein Ende des Erzählzyklus? Wir werden sehen. Bei den Teufelswirbeln aus dem Titel soll es sich wohl, wie der französische Originaltitel andeutet, um das bekannte „Sankt-Elms-Feuer” handeln, das allerdings in Wirklichkeit eine elektrische Entladung vor Stürmen darstellt, die eher an metallischen und hochgelegenen Gegenständen und Orten auftritt, als frei über dem Wasser zu tanzen. Es bleibt also noch ein Geheimnis im nächsten Band zu lösen!



Fazit:

Eine starke Fortsetzung dieser charmanten Serie aus einem fiktiven Nachkriegsfrankreich, mit interessanten und spannenden Abenteuer-, Agenten- und Science-Fiction-Elementen. Sehr zu empfehlen.



Der Hafen der Geheimnisse 4: Die rätselhaften Teufelswirbel - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Der Hafen der Geheimnisse 4: Die rätselhaften Teufelswirbel

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12,00

ISBN 10:
3551023980

ISBN 13:
978-3551023988

56 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Weiterhin spannend.
  • Gelungene Zeichnungen im Nouvelle-Ligne-Claire Stil.
Negativ aufgefallen
  • Die Autoren haben ein etwas gewöhnungsbedürftiges, steriles Lettering gewählt.
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 05.02.2024
Kategorie: Alben
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