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Comic-Besprechung - Maya 1: Das Odinsblut

Geschichten:

Maya 1: Das Odinsblut
Autor: Chris Noeth, Zeichner: Ricardo Silva; Colorist: Bryan Valenza, Vagrant



Story:

Die 18jährige Maya lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem kriminellen prügelnden Stiefvater zusammen. Als die häusliche Situation eines Abends tödlich eskaliert wird Maya durch Zufall mit einer Substanz infiziert die sie nicht nur stärker macht, sondern auch Heilkraft besitzt. Leider ist um den Besitz dieser Sustanz namens Odinsblut ein blutiger Krieg zweier skrupelloser Milliardäre entbrannt. Und Maya gerät zwischen die Fronten.



Meinung:

Die startende Serie Maya stellt das Debüt des deutschen Autors Chris Noeth dar, der im Übrigen zeitgleich bei Splitter auch seine Serie Dark Zero herausbringt. Quasi ein doppeltes Debüt. Wobei Maya schon eine längere Vorgeschichte hat auf die im Nachwort näher eingegangen wird. Noeth als bekennender Nerd wollte selber seine Vorliebe auslieben und einen Comic schaffen. So schuf er den Webcomic Maya, von dem im Anhang die ersten fünf Seiten leider in einem  viel zu kleinen Format zu sehen sind. Allerdings hatte er aufgrund seines Berufs keine Zeit mehr dafür, schrieb die Geschichte komplett um und rückte einige Elemente in den Vordergrund und reichte den Pitch bei Splitter ein, die sofort zugriffen.

Noeth schuf ein komplettes Skript und gewann einen Zeichner dazu. Da die ursprüngliche Geschichte stark überarbeitet worden ist, dürften auch diejenigen welche den Webcomic kennen hier etwas Neues bekommen, da es kaum Dopplungen gibt. Die Geschichte ist komplett neu und beide teilen sich nur einige Elemente die aber eine neue Gewichtung erfuhren und auch die Heldin hat nur noch den Namen gemein, ist ansonsten aber äußerlich verändert worden, lebt auch nicht mehr in der Fantasywelt, sondern in unserer Gegenwart. 

Herausgekommen ist eine harte und temporeiche Science-Fiction-Geschichte die etwas Fantasy und Superheldengenese atmet. Fantasy klingt insofern mit wie es der Untertitel schon mit Das Odinsblut sagt, aber es ist vielmehr eine außerirdische Substanz. Allerdings sind die Anleihen an Superhelden sehr viel deutlicher. Maya ist eine Teenagerin in einer dysfunktionalen Familie. Die Mutter schwach und der Stiefvater ein prügelnder trinkender Krimineller. Durch die geheimnisvolle Substanz gewinnt Maya an Stärke und Heilkraft und ist fortan in der Lage sich zu wehren. Das ist zugegeben nicht neu, aber es macht nichts da die Heldin sehr sympathisch ist. Sie ist kein Opfer, zerfließt auch nicht in Selbstmitleid, sondern weiß für ihren Zorn kein Ventil und wie sie die Lage ändern soll. Es wird deutlich, dass die gewonnenen Kräfte symbolisch zu verstehen sind. Teenager hadern mit sich und ihrem Körper, müssen sich langsam selber in der Welt zurechtfinden und brauchen Strategien dafür sowie das Wissen wohin die Lebensreise überhaupt gehen soll. Das ist bei Maya nicht anders, aber die Symbolik wird deutlicher als bei Superhelden da hier im europäischen Albenformat stringenter erzählt wird. Der von ihr imaginierte Teddybär ist einerseits vielleicht wirklich eine Inkarnation aufgrund der Substanz und damit eine helfende Hand, andererseits aber auch in seiner Gestalt der Anker zur glücklichen unschuldigen Kindheit der man entwächst, die man gelichzeitig hinter sich lassen will, aber deren Geborgenheit man auch nicht missen möchte.

Die Story ist dabei recht brutal, denn die Substanz wird von zwei konkurrierenden mächtigen Schurken gejagt und somit gerät Maya zwischen die Fronten. Manche Dialoge zünden dabei leider nicht, aber die brutale Action die manchmal gar in den Bereich des Splatter geht, übertüncht die gute Story sehr gut da auch die Charaktere interessant sind und man mit Maya wirklich mitfiebert. Somit weiß der Band durchaus zu unterhalten. Vor allem auch durch die dynamischen realistischen Zeichnungen die auch deutlich den US-Markt anvisieren aber vor nackter Haut und Splatter nicht zurückschrecken. Ebenso wie Dark Zero erfindet auch Maya das Genre nicht neu, ist aber unterhaltsam und ein sehr guter Genrevertreter. Nur an den Dialogen muss noch etwas gearbeitet werden.



Fazit:

Ein unterhaltsamer actionreicher Genrebeitrag mit einer sympathischen Heldin und gelungener Symbolik. Nur an den Dialogen sollte noch etwas gefeilt werden.



Maya 1: Das Odinsblut - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Maya 1: Das Odinsblut

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 18,00

ISBN 10:
3987212543

ISBN 13:
978-3987212543

64 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • symapthische Heldin
  • gelungene Symbolik Superheldenkräfte und Pubertät
  • Action und Spannung
Negativ aufgefallen
  • Dialoge zünden nicht
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 31.01.2024
Kategorie: Alben
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