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Comic-Besprechung - Die Jugend von Durango 1: Der erste, den du töten wirst

Geschichten:

Die Jugend von Durango 1: Der erste, den du töten wirst
Autor: Yves Swolfs, Zeichner: Roman Surzhenko; Colorist: Jackie de Gennaro



Story:

Der junge John Lane, der sich später Durango nennen wird, wird Zeuge eines Mordes und kann dem Attentäter mit Müh und Not entkommen. Als er die Leichen der Cowboys in die Stadt bringt wird er aus Dank von dem Rancher Old "Bull" Warren angestellt. Doch ein friedliches Leben als Cowboy wird John wohl nicht vergönnt werden, denn der geheimnisvolle Killer setzt alles daran einen Krieg zwischen den verschiedenen Farmern zu entfachen.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Manchmal kann man den Eindruck gewinnen das wenn einem nichts mehr einfällt oder eine Serie in ihren bekannten Mustern zu erstarren droht, was meistens auf ein und dasselbe hinausläuft, einfach die Jugend des Helden erzählt wird. Man hockt sich dann auf eine erfolgreiche und im Idealfall auch legendäre Serie drauf und droht dann allerdings an dem Mythos zu kratzen. Sei es nun Thorgal, Blueberry, Lucky Luke, Spirou und nun eben auch Durango. Während Spin-Offs oftmals Nebencharaktere in den Fokus nehmen und diese Figuren ausbauen erfährt dadurch die Hauptserie einen erweiterten Mythos und kann sie ergänzen wie es etwa bei XIII der Fall ist. Prequels hingegen sind oftmals recht langweilig da eh klar ist wohin die Reise gehen muss damit der Anschluss an die Hauptserie gegeben ist. Man löst sich entweder komplett und visiert im Grunde ein anderes Publikum an wie bei Lucky Kid und Der kleine Spirou oder entfernt sich gar nicht allzu weit von der Hauptserie und der Held hat dann meist eh schon die Charaktereigenschaften wie etwa in Die Jugend von Blueberry oder auch Thorgal. Da will man die Fans nicht verschrecken und zumindest bei Blueberry wurde die Spin-Off Serie lanciert da die Bände aus der Hauptserie auf sich warten ließen und die zeitliche Lücke zwischen den Veröffentlichungen geschlossen werden sollte.

Etwas anders gelagert ist es bei Die Jugend von Durango. Die Serie Durango ist im Grunde auserzählt und bestand zum größten Teil eh aus One-Shots und allzu regelmäßig erscheinen da eh keine Bände da Autor und Zeichner Yves Swolfs sich auch in anderen Serien und Genres tummelte. Es gab also keine wirkliche zeitliche Lücke zu schließen da im Grunde eh kaum noch was kam und da Yves Swolfs selber das Skript beisteuerte kann man durchaus gespannt sein wie aus John Lane, hier nennt er sich noch so, später der abgebrühte Revolverheld Durango wird.

Aber gerade diese dubiose Vergangenheit und das Nichtwissen ergeben ja einen gewissen Nimbus der mit der Erzählung der Jugend angekratzt werden kann. Im ersten Teil der Jugend von Durango ist das aber noch nicht der Fall. Man erfährt nicht allzu viel. Der Junge nennt sich John Lane und ist von zu Hause ausgerissen (in einem Durango Band erfährt man: auch wegen des erlittenen Kindesmissbrauchs). Mehr erfährt man nicht und erstaunlicherweise steht der Held gar nicht mal im Fokus. Inspiriert wurde die Story eindeutig durch den historischen Hintergrund von Billy the Kid und dem damaligen Weidekrieg. Wie Billy wird Durango von einem älteren Rancher unter seine Fittiche genommen und gerät in dem Weidekrieg zwischen die Fronten. Dabei gibt es eine Introspektion von Durango nur am Ende des Bandes wenn er darüber nachsinnt das er seinen ersten Mann getötet hat und beschließt seine Kämpfe selber zu suchen und seinem eigenen Ehrenkodex zu folgen und keinen Befehlen. Die Entwicklung geschieht also mehr durch die Umstände und die Erfahrungen welcher der Jugendliche in dem sich abzeichnenden Krieg macht.  Und das ist durchaus spannend und actionreich und bietet auch für die weitere Story noch so einiges an Potential. Die Zeichnungen sind auch eine so gute Kopie von Swolfs das gar nicht mal so auffällt das er nicht selber gezeichnet hat. Auch die Dialoge sind im Laufe der Jahre deutlich besser geworden, so dass nicht nur Fans von Durango, sondern generell Westernfans hier beruhigt zugreifen sollten.



Fazit:

Fans von Durango oder generell Westerncomics können hier unbesorgt zugreifen. Weder wird an dem Status des Helden gekratzt noch handelt es sich um ein einfaches Prequel. Stattdessen bekommt man einen spannenden und actionreichen Westernkrimi dessen Fortsetzung man kaum erwarten kann.



Die Jugend von Durango 1: Der erste, den du töten wirst - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Jugend von Durango 1: Der erste, den du töten wirst

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 17,00

ISBN 10:
398721144X

ISBN 13:
978-3987211447

48 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • Spannung und Action
  • Verweise auf Billy the Kid
  • Held wächst an Erfahrungen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 09.02.2024
Kategorie: Alben
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