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Comic-Besprechung - Spirou und Fantasio Gesamtausgabe 2 (Neuedition): 1950 - 1952 — Von Rummelsdorf zum Marsupilami

Geschichten:

Spirou und Fantasio Gesamtausgabe 2 (Neuedition): 1950 - 1952 — Von Rummelsdorf zum Marsupilami

1.) Der Zauberer von Rummelsdorf

2.) Eine aufregende Erbschaft

3.) Die Entführung des Marsupilamis

Autor und Zeichner: André Franquin

Übersetzer: Hartmut Becker und Paul Derouet (Comics), Michael Hein (redaktionelle Seiten)



Story:

In den drei Geschichten dieses Bandes treffen Spirou und Fantasio zuerst, während ihrer Ferien, auf den Grafen von Rummelsdorf, der mit seinen Erfindungen rund um seine Champignons für allerlei Verwirrung im Dorf sorgt. Danach muss Fantasio mit seinem missratenen Cousin Zantafio um eine Erbschaft kämpfen, die nur derjenige erhalten wird, der drei ungewöhnliche Prüfungen besteht. Die dritte lautet, ein „Marsupilami” im Urwald aufzustöbern, wodurch hier eine neue (und altbekannte) Figur in die Serie eingeführt wird. In der dritten Story überlegen sich Spirou und Fantasio gerade, dass das Marsupilami im Zoo vielleicht nicht gut genug aufgehoben ist, als es vor ihren Augen von dort gestohlen wird. Es entbrennt eine wilde Verfolgung bis ins Ausland, um das Tier wieder zu befreien.



Meinung:

Anlässlich des 100. Geburtstags von André Franquin hat der Carlsen Verlag beschlossen, (mindestens) die ersten acht Bände der Gesamtausgabe noch einmal neu aufzulegen, und zwar diesmal mit neuen Covern. Wie es scheint, stammen die Motive hierfür von ehemaligen Titelbildern von Ausgaben des Magazins Spirou aus den 50er-Jahren, wobei für diesen Band eine Szene aus der zweiten Geschichte gewählt wurde, in der bisherigen Edition war es eine aus der dritten, die auch das Marsupilami zeigte und vielleicht etwas werbewirksamer war. Man könnte vortrefflich streiten, was einem besser gefällt — ich persönlich hätte wahrscheinlich diesmal eher für das alte Cover gestimmt, weil dort die Titelfiguren prägnanter waren. Als weitere Änderung gegenüber der ersten Edition ist, dass ab jetzt einheitliche rote Buchrücken Verwendung finden, eine klare Anlehnung an die ersten Albenausgaben aus dem Hause Dupuis, die nämlich mit einem weinroten Stoffrücken versehen waren. Hier ist es aber nur rotes Papier. Statt des Autorensignets prangt nun ein Porträt jeweils einer anderen Figur auf dem Buchrücken, diesmal ist es Zantafio. Während solche gestalterischen Änderung bisher zumeist darin begründet waren, dass die Originalverlage im frankobelgischen Raum dies als Vorreiter vorgegeben haben, konnte ich hier bisher nicht verifizieren, dass das neue Design von dort stammt — das scheint Carlsen sich selbst überlegt zu haben.

Der eigentliche Inhalt des Buches ist meines Wissens nach unverändert, es gibt am Anfang ein Dossier zu den drei Bänden, dann die Geschichten, in die an den passenden Stellen ganzseitige Covermotive aus dem Magazin eingefügt wurden, gefolgt von einem Interview mit Franquin und einem Abriss zur Historie der deutschen Veröffentlichungen.

Wie man anhand des neuen Covers vielleicht noch besser hätte abschätzen können als anhand des alten, bekommt man hier drei Geschichten von Franquin, in denen er unbestritten bereits sehr gute Ideen hat und einen Haufen Gags aneinanderreiht — doch die Zeichnungen haben bei weitem noch nicht den Schliff, den er ab den 60er-Jahren erreichen sollte, und den mancher Leser und Fan vielleicht eher vor seinem geistigen Auge haben wird, wenn er an diesen großen Namen denkt. Ich meine hierbei zum Beispiel „QRN ruft Bretzelburg” oder seine „Schwarzen Gedanken”. Die Geschichten hier haben noch immer das Flair der 50er-Jahre, noch ein bisschen eckig und kantig, die Witze vielleicht etwas kindgerechter, aber es kündigt sich auch bereits eine deutliche zeichnerische Entwicklung an innerhalb dieser drei Bände, dass stimmt schon.

Mit diesem Sammelband beginnt übrigens die Reproduktion der Serie mit den ersten drei bei Carlsen zuvor als Einzelbände veröffentlichten Geschichten, im ersten Sammelband sind noch frühere Storys versammelt, die bisher außerhalb der offiziellen Reihe veröffentlicht wurden. Zur Besonderheit bei der Serienübernahme durch Franquin gehörte ja, dass er, nachdem Fantasio bereits erfunden war, Spirou noch weitere Mitstreiter an die Seite stellte. In Band eins tritt somit erstmals der Graf von Rummelsdorf auf, und bereits in Band zwei wird dann auch das Marsupilami eingeführt, die wichtigste Ergänzung im Figurenensemble der Serie. Damit war sozusagen der Startschuss für den langjährigen Erfolg abgegeben.



Fazit:

Der zweite Sammelband enthält die ersten drei Einzelalben aus dem Carlsen Verlag, in ansprechender Form präsentiert und im redaktionellen Bonusmaterial gut kommentiert. Mit einem Face-Lifting zum 100. Geburtstags des Autors André Franquin. Spätestens ab hier ein guter Einstieg in die Serie, die zum Besten gehört, das die Comicszene hervorgebracht hat. Sehr zu empfehlen.



Spirou und Fantasio Gesamtausgabe 2 (Neuedition): 1950 - 1952 — Von Rummelsdorf zum Marsupilami - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spirou und Fantasio Gesamtausgabe 2 (Neuedition): 1950 - 1952 — Von Rummelsdorf zum Marsupilami

Autor der Besprechung:
Uwe Roth

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 34,00

ISBN 10:
3551797056

ISBN 13:
978-3551797056

208 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Der Klassiker in Neuauflage.
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 20.03.2024
Kategorie: Spirou + Fantasio
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