
Ein starker Western der nichts für Zartbesaitete ist. Aber die Struktur und das Spiel mit Klischees und Archetypen des Genres ist hervorragend. Für Western-Fans ein Muss.

Ein riesen Spaß, für den man, zugegebenerweise, ein bisschen Durchhaltevermögen braucht, denn 500 Seiten Klamauk und Irrsinn sind kein Pappenstiel. Doch dafür wird der Leser mit einer ganzen Riege von schrägen Nebenfiguren entschädigt, mit einem Roadmovie, das nie an Fahrt verliert, sondern Leser (und Autor) auf immer neuen Wegen dahin führt, wohin die Reise ursprünglich eigentlich nur gehen sollte: zur Botschaft von Patagonien, wo es ganz besondere Karotten geben soll. Ein herrlicher, mehr als nur leicht verspäteter Startband der sehr erfolgreichen Serie um Herrn Hase, der nicht nur den Fans der Figur gefallen wird, da bin ich sicher.

Eine gelungene Umsetzung dieses Kriminalromans aus der Feder Donald E. Westlakes, in der seine Figur John Dortmunder einige Schwierigkeiten hat, den Bankraub des Jahrhunderts in die Tat umzusetzen. Diese wirklich originelle Variante, die ich bisher so noch nirgendwo zu lesen bekommen habe, bietet tolle Unterhaltung, eine flotte Story, einige Überraschungen und eine gute Portion Humor. Was will man mehr?

Eine unterhaltsame Krimi-Mystery-Story eines illustren Comic-Duos, die hier ihre Talente zusammengelegt haben, um uns mit einer einerseits zeitgenössisch angehauchten Geschichte aus den 30-Jahren zu überraschen, und andererseits mit einer absolut originellen Wendung am Ende der Geschichte zu packen. Das ist gekonnt gemacht und in einer Mischung aus Semi-Funny und Realzeichnungen umgesetzt, deren Kolorierung zur erzählten Zeit und Historie passt. Sollte man gelesen haben.

Alles in allem ist Spectators eine überraschend anspruchsvolle Graphic Novel, der man wieder einmal sehr deutlich den Ideenreichtum von Brian K. Vaughan ansieht. Man merkt, dass er wieder einmal die Finger in die Wunden menschlicher Leidenschaften und Abgründe legt, dabei mit seinem Künstler aber auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Vor allem Leser, die zwischen den Zeilen lesen, können ihren Spaß haben.

Sandman: Death mag eine Neuauflage sein, aber keine, die man auslassen sollte, wenn man sie bisher noch nicht kennt. Die Geschichten sind auch für die Leute gut verständlich, die die Hauptserie nicht kennen und vor allem so aktuell wie bei ihrem Erscheinen.
Rezension vom 09.08.2026

Shoot Juliet bietet eine solide Boys Love-Geschichte mit leidenschaftlichen Momenten, geschmackvollen Zeichnungen und einer Handlung, die zwar vorhersehbar ist, aber auch noch ein paar kleine Überraschungen bietet.
Rezension vom 08.08.2026

Maid Skater ist eine witzige, abgedrehte Actionkömödie, die auf schräge Ideen und Missgeschicke setzt und immer wieder mit neuen Gags punktet. Die Handlung bleibt daher eher mau, ebenso wie der Hintergrund. Aber junge Leser werden durch die wilden Ideen gut unterhalten.
Rezension vom 08.08.2026

Eine spannende Fortführung und ein gelungener Schluss dieser Abenteuerserie um zwei Jugendliche, die in einer fiktiven Zeit zwischen den Weltkriegen nach ihren Eltern suchen, dabei unterstützt von einer Technologie in einer Mischung aus Steampunk und SciFi, die sehr originell wirkt. Ein rasanter Roadtrip rund um die Welt, der unsere jungen Helden ganz zum Schluss dann doch noch ans Ziel führen wird: ihre Eltern zu finden, die selbst als Forscher viel unterwegs sind. Eine charmante Serie, die ich alt und jung nur sehr empfehlen kann.
Rezension vom 07.08.2026

Supergirl: Einfach Super!? definiert die Herkunftsgeschichte der jungen Heldin und Cousine von Superman noch einmal ganz neu, aber auch auf einem Level, der Jugendliche ansprechen könnte, die im gleichen Alter wie Kara sind und die Probleme nur zu gut selbst kennen.
Rezension vom 07.08.2026

Battleworld: Neue Helden, neue Welten bietet ein interessantes Zusammentreffen ganz unterschiedlicher Helden, die man sonst eher seltener sieht, vor allem auch in Inkarnationen, die eher seltener auftreten. Das ganze entwickelt sich zudem anders als erwartet und macht deshalb Lust auf mehr.
Rezension vom 06.08.2026

Apex 1: Die Gestade von Celadön bietet einen soliden Einstieg in die Saga mit einem vielleicht nicht gerade überraschenden Szenario, aber interessanten Entwicklungen, die man immerhin auch ohne Vorkenntnisse des Universums verstehen kann.
Rezension vom 06.08.2026

Spider-Gwen-Ghost Spider 1: Ein neues Leben markiert nicht nur einen Neustart für die Heldin, sondern auch einen angenehmen Einstieg für Fans, der aber auch die Vergangenheit berücksichtigt. Geboten wird klassische Spinnen-Action, allerdings mit einer anderen und dadurch abwechslungsreichen Entwicklung.
Rezension vom 05.08.2026

Streifzüge durch New York ist ein liebenswert erzählter autobiographischer Manga, der mit viel Leidenschaft einen glaubwürdigen und lebensnahen Blick auf den Big Apple und seine Bewohner wirft, auch wenn er insgesamt eher ruhig bleibt.
Rezension vom 04.08.2026

Der Zauberer von Oz (Graphic Novel) ist eine liebenswerte und bewusst auf Kinder ausgerichtete, moderne Adaption des Kinderbuchs von Frank L. Baum. Die Umsetzung ist werkgetreu, wirkt aber nicht antiquiert, da die Figuren dem heutigen Zeitgeist angepasst wurden, vor allem Dorothy.
Rezension vom 04.08.2026

Jaadugar – Eine Hexe in der Mongolei ist ein faszinierender historischer Manga, der Figuren und eine Zeit in Szene setzt, die man gerade in der westlichen Welt kaum kennt. Auch wenn sich die Künstlerin genügend Freiheiten erlaubt, so bleibt doch ein angenehmer Eindruck und macht Lust darauf, selbst zu rechercherien.
Rezension vom 03.08.2026

Gorgonia ist eine interessante Neuinterpretation des Perseus-Mythos. Es mag zwar sein, dass die Geschichte nicht viel Neues erzählt, sie überzeugt aber durch die gefühlvolle und atmosphärische Umsetzung des Themas, vor allem für Fans gefühlvoller Boys Love.
Rezension vom 03.08.2026