
Alles in allem ist Spectators eine überraschend anspruchsvolle Graphic Novel, der man wieder einmal sehr deutlich den Ideenreichtum von Brian K. Vaughan ansieht. Man merkt, dass er wieder einmal die Finger in die Wunden menschlicher Leidenschaften und Abgründe legt, dabei mit seinem Künstler aber auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Vor allem Leser, die zwischen den Zeilen lesen, können ihren Spaß haben.

Wonder Woman & Harley Quinn: Fluch und Segen ist ein spannendes und kurzweiliges Abenteuer, dass zwei Heldinnen zusammen bringt, die auf den ersten Blick grundverschiedener nicht sein könnten. Aber genau diese explosive Mischung und die interessanten Fragen, die aufgeworfen werden, bieten gelungenes Lesevergnügen.

Loving Reaper: Hiraeth-Und wir blieben zurück mag zwar wie der Vorgänger zunächst niedlich und naiv erscheinen, ist aber genau das Gegenteil, denn der Künstlerin gelingt es auf warmherzige und gefühlvolle Weise auf das aufmerksam zu machen, was wir Menschen immer noch anrichten. Die wichtigen Botschaften sind treffend aber auch feinsinnig verpackt und erreichen so vielleicht das Gewissen mehr als man denkt, vor allem das jüngerer Leser.

Mit dem Wind tanzen ist ein Reisebericht der besonderen Art, der gerade durch seine Einfachheit und die ungewohnte Landschaft zu punkten weiß. Durch seine Beteiligung werden auch die Wissenschaftler nahbarer, die dort Monate verbringen, um die antarktischen Regionen genauer zu erforschen und teilweise auch um das Ökosystem zu bewahren und retten.

Ein spannender und unterhaltsamer Krimispaß für Jung und Alt über eine alte Dame, die den lange zurückliegenden Tod ihres Gatten noch einmal untersucht — mit überraschendem Ergebnis. Die Erlangen-Preisträgerin Josephine Mark liefert erneut einen Band ab, der das Zeug zum Bestseller hat. Unbedingt reinschauen und Spaß haben!

Redeem – Unsere Ewigkeit ist ein Second-Chance Boys-Love-Manga der anderen Art. Hier setzt die Künstlerin bewusst auf Gedanken und Gefühle der Helden und verzichtet bewusst auf Leidenschaft, damit sich die Beziehung erneut entwickeln kann, die nach dem Reset natürlich erst einmal einseitig ist.
Rezension vom 19.07.2026

Dragon Hunt Tribe gehört zu den Fantasy-Mangas, die nicht nur die reine Action oder eine Aneinanderreihung von gängigen Klischees bieten, sondern auch der zwischenmenschlichen Dynamik und dem Hintergrund mehr Raum geben. Man merkt schon jetzt, dass der Künstler sich einiges gedacht haben muss, dass er nun langsam in Szene zu setzen beginnt.
Rezension vom 18.07.2026

Verstand und Gefühl – Die Graphic Novel nach Jane Austen ist eine weitere werkgetreue, wenn auch leicht modernisierte Fassung des Originals, dass junge Leserinnen und Fans der Regency-Zeit unbeschwert an die britischen Gesellschaftsklassiker heranführen will, ohne Inhalt und Atmosphäre zu verfremden.
Rezension vom 17.07.2026

Die zumeist unsympathischen Charaktere erschweren etwas den Zugang, aber vor allem die wunderbaren Zeichnungen entwickeln einen Sog der einen in diesen Neo-Noir-Western hinein zieht.
Rezension vom 17.07.2026

Penelope – Das Böse ist dem Tod geweiht bietet als Light Novel nicht unbedingt mehr Inhalt als die Mangas, auch wenn der Roman etwas mehr Einblick in die Gefühle und Gedanken der Heldin bietet. Zudem beginnen die Mechanismen des Games langsam zu stören und die Handlung zu sehr einzuengen, was dem ganzen ein wenig an Spannung nimmt.
Rezension vom 17.07.2026

Remake: Ikonen der Popkultur verrät, wie gerne die Menschen, das gleiche Motiv immer wieder gerne lesen und auch Künstler keine Scheu haben es aufzugreifen, sich manchmal sogar an ihren Vorgängern zu bedienen. Und das ist lange nicht alles, was es in dieser vergnüglich erzählten Graphic Novel zu entdecken gibt.
Rezension vom 16.07.2026

Philomel the Fake löst sich immer weiter von den üblichen Klischees und geht einen interessanten neuen Weg, der so überhaupt nicht vorhersehbar ist. Es scheint nun alles möglich zu sein, da so viel mehr Geheimnisse enthüllt werden, die auch Philomel betreffen.
Rezension vom 16.07.2026

Masters of the Universe 1: Das Schwert des Bösen bietet auf den ersten Blick zwar so einiges an Action und das Feeling, das man als Fan bei den Masters haben könnte, dennoch wirkt die Geschichte unausgegoren und bleibt durch die wirre Handlung nicht wirklich in Erinnerung.
Rezension vom 15.07.2026

Once upon a Witch’s Death erzählt trotz des grimmigen Titels eher eine niedliche und freundliche Geschichte, die auch schon jüngeren Lesern gefallen könnte. Es geht wie so oft um Tugenden wie Hilfsbereitschaft und Freundschaft.
Rezension vom 15.07.2026

Phoenix 3: Die Versuchung erlaubt sich ein wenig persönliches Geplänkel, das vermischt mit Action eine unterhaltsame Lektüre bietet, die auch dem Charakter Jean Grey ein wenig mehr Farbe gibt.
Rezension vom 14.07.2026

Die Spider-Man Anthologie: Erstaunliche Abenteuer erinnert nicht nur an ikonische Momente im Dasein des jungen Superhelden, sondern geben auch einen gelungenen Überblick über seine Entwicklungen im Comic-Universum, was altgediente Fans und Neuleser gleichermaßen abzuholen weiß.
Rezension vom 13.07.2026

World’s End Blue Bird ist solide Boys Love mit einem soliden Hintergrund, der aber immerhin ganz nett ausgespielt wird. Allerdings werden auch hier die leidenschaftlichen Szenen hervorgehoben, wodurch die ein oder andere Idee schnell verloren geht.
Rezension vom 13.07.2026